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Jobs, die von zu Hause aus am Computer erledigt werden können sind sehr beliebt und somit auch das Online Lektorat. Weder das Alter, das Geschlecht, noch die soziale Herkunft spielen dabei eine Rolle. Das Online Lektorat bietet eine gute Möglichkeit von zu Hause aus etwas dazuzuverdienen.

Welche Fertigkeiten braucht man zum Online Lektorat?

Online LektoratEs ist wichtig ein Höchstmaß an Konzentration mitzubringen. Auch wenn schon viele Arbeitsstunden ins Online Lektorat investiert worden sind, kann man beim wiederholten Korrekturlesen immer noch Fehler entdecken, die ausgebessert werden müssen. Einwandfreie Kenntnisse der Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik sind beim Online Lektorat von äußerster Wichtigkeit. Letztlich ist auch ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Selbstmotivation nötig, um den Auftraggeber zufrieden zustellen. Die Selbstmotivation ist wichtig, da keiner das Online Lektorat zu Hause kontrolliert. Man muss sich immer wieder selbst dazu bewegen, das Manuskript nochmals sorgfältig durchzulesen. Hinsichtlich des Zeitrahmens, der mit dem Kunden für das Online Lektorat vereinbart wurde ist Zuverlässigkeit erforderlich. Wenn der Kunde das Manuskript am Freitag um 17 Uhr fertig korrigiert auf dem Tisch haben will, muss es auch zu diesem Zeitpunkt beim Auftraggeber vorliegen.

Welche Themen werden beim Online Lektorat abgegeben?

Das Feld der Auftragsmöglichkeiten ist breit gefächert. Es kann sich um wissenschaftliche Arbeiten oder Anthropologien handeln. Andere Auftraggeber möchten vom Online Lektorat Aufsätze oder Doktorarbeiten überprüfen lassen. Es kann auch vorkommen, dass jemand lediglich seine Bewerbungsunterlagen korrekturlesen lassen will.

Wie kommt das Online Lektorat an Aufträge?

Es gibt heute ganze Agenturen, die sich auf das Online Lektorat spezialisiert haben. Solche Agenturen unterhalten in der Regel ein Pool von freien Mitarbeitern. Wer nicht darauf warten will, bis er einen Auftrag von einer Agentur bekommt, kann die Zeit nutzen und lokale Redaktionen oder Unternehmen anschreiben, die vielleicht jemanden für die Unterstützung des Online Lektorats gebrauchen können.

Foto: flickr, Julian Turner

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Wieder einmal stieß ich auf ein neues kostenloses Blog-Projekt zum Online-Lesen und das enthalte ich euch natürlich nicht vor.

Falkengrund ist ein Projekt des nicht ganz unbekannten Fantasy-Autors Martin Clauß (Autor von Romanen wie “Die Saat der Yôkai”, “Das Blut des Tako” oder “Der Atem des Rippers”), die im Januar 2005 begann und später leider wieder eingestellt werden musste(nach ca. 2000 fertigen Buchseiten). Aber Fantasy-Leser sind treue Geschöpfe, die sich nicht so einfach damit abfinden, wenn der Film, der da oben im Kopfkino gezeigt wird, plötzlich nicht mehr weitergeht.
Deswegen beschloss der Autor, das Projekt Falkengrund im Oktober 2010, noch einmal neu zu starten. Alle bisherigen Texte stehen wieder zum online lesen im Netz bereit, “neue Abenteuer werden geschrieben, offen gebliebene Geheimnisse nach und nach gelüftet, der groß angelegte Handlungsbogen wird endlich abgeschlossen.”

Ganz so “einzigartig” ist so eine Veröffentlichungsserie in Blog-Form zwar nicht unbedingt, aber zumindest schreibt hier ein erfahrener Fantasy-Autor, der nicht beabsichtigt, das Publikum zu langweilen und mit Sicherheit für den einen oder anderen Cliffhanger sorgen wird.

Die Story

Falkengrund ist kein Ort für Touristen und Kurgäste.
Wer sich auf den Weg durch den Schwarzwald macht, um das einsam gelegene ehemalige Jagdschloss aufzusuchen, hat einen bestimmten Grund dafür. Vielleicht gibt es für ihn keine andere Zuflucht mehr. Oder er erhofft sich Antworten auf nagende Fragen – Fragen, die ihm sonst nirgendwo beantwortet werden können. Seit mehr als einem Jahrhundert beherbergt Schloss Falkengrund eine kleine private Hochschule, deren Forschungsgegenstand das Übersinnliche ist. Dreizehn Schüler und ihre Dozenten stellen sich den finsteren Rätseln, und jeder von ihnen trägt ein persönliches Geheimnis mit sich. Ihr aller Schicksal erfüllt sich auf Schloss Falkengrund …

Quelle: Klappentext


Altersfreigaben sind ja selbst für die offiziellen Prüfstellen nicht immer verlässlich und für Pädagogen und Eltern nicht immer verständlich (*hust*Harry Potter*hust*), aber ich schließe mich der Vorgabe des Autors an und empfehle allen ab 14 Jahren (auch mit 13 halten sich die Albträume in Grenzen) das Lesen dieser Ebook-Serie.

Ein Geizhals ist Martin Clauß nicht, denn die Ebooks lassen sich in folgenden Formaten lesen, downloaden und drucken: EPUB(Standard-Ebook-Format), PRC (Mobipocketformat), PDF (kennt Ihr, mit Aufhübschung und so) und als HTML-Seiten zum Online-Lesen im Browser des Vertrauens.

Da bleibt mir nichts mehr zu meckern. Gutes Konzept, dafür wünsche ich viel Erfolg.

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Anm. der Redaktion: Die Website von penepolis ist leider nicht mehr unter der gewohnten URL verfügbar. Bei Informationen freuen wir uns, von Ihnen zu hören.

Hier ein kleiner Tipp, der mir per Mail zugetragen wurde und den ich gerne unterstütze, da ich schon immer ein Fan von guten Web 2.0-Projekten war…

 

 

Penopolis

“Es gibt Momente im Leben, bei denen man nicht genau weiß, ob man nun träumt oder alles tatsächlich wahr ist – und genau so ein Moment war dieser Montagmorgen im Februar.”

Mit diesem Satz begann das Projekt Penepolis, ein Buch, das jeder mitschreiben kann und kostenlos zum Lesen im Internet veröffentlicht wird.

 

Willkommen bei Penopolis – dem einzigartigen Ort im Netz, an dem jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen kann! Bei Penopolis stand nur der erste Satz fest, wie sich die Story, Kapitel für Kapitel, weiterentwickelt schreibt und entscheidet Ihr, die Co-Autoren und die Community.Aus einem Anfangssatz entstand so bisher eine Geschichte um Lene, eine eher erfolglose Schauspielerin, die zufällig in einen Mord verwickelt wird: Eine Joggerin stirbt in ihren Armen; erschossen. Doch bevor sie stirbt, hinterläßt sie Lene einen USB-Stick und einen Auftrag…

Was mit Lene weiter geschieht, was es mit dem USB-Stick auf sich hat und wer der Mörder ist – das liegt weiterhin an Euch! Jeder kann mitschreiben – oder wer lieber liest als schreibt kann mit abstimmen, welches Kapitel es ins Buch schaffen soll und die Geschichte weiterschreibt. 
 
Pro Kapitel gilt: Drei Tage Schreibzyklus und ein Tag Voting. Der aktuelle Zyklus und seine Dauer sind rechts als Wecker dargestellt.
Viel Zeit bleibt euch nicht mehr…ab heute noch knapp 2 Tage. (Sorry, aber ich hab’s zuspät entdeckt)
Also, ihr Schreibwütigen und Kreativen, haltet euch ran, wenn ihr noch an dem Buch teilnehmen wollt. Es wird nach Abschluss des Projektes in gedruckter Form in den Buchhandel gehen.
Wer mitschreiben will, der muss sich kurz registrieren, aber das dürfte ja in der heutigen datenverschwenderischen Zeit kaum ein Problem darstellen.
Gute Unterhaltung und viel Spaß beim Kritzeln.
Update
(Danke für den Kommentar des Seitenbetreibers. Ich gehe davon aus, dass viele so unaufmerksam lesen wie ich und poste deshalb die Info aus den Kommentaren auch hier ;) )
Eine kleine Korrektur: Nur der aktuelle Schreibzyklus dauert noch knapp 2 Tage, danach wird für 24 Stunden abgestimmt, welche Kapitelversion als 7. Kapitel in unseren Kollektivroman einziehen wird.
Insgesamt geht unser Projekt über 30 Kapitel, es ist also noch genügend Zeit, mal vorbeizuschauen und mitzumachen. Daten werden bei uns nicht für Werbezwecke benutzt oder an Dritte weitergegeben, wir freuen uns natürlich als neue Plattform über jeden, der an unserem Projekt teilnimmt!
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Blogroman, die Dritte.

Die Welt der Bücher in Blogform ist gar nicht so klein, wie man meinen könnte.
Nach meinen letzten Besprechungen der beiden Blogromane, wurde ich auf einen dritten aufmerksam gemacht.

Arbeiterlebencaspars Arbeiterleben steht ein wenig im Kontrast zu den anderen beiden. Ausdrücklich als Manuskript betitelt, erinnert dieser Roman weniger an ein online geschriebenes Buch, als die anderen beiden. Es ist ein echtes Blog, ein Tagebuch, in dem sich die Erinnerungen aus dem besagten Arbeitsleben der letzten Jahrzehnte mit den üblichen Kommentaren zum Weltgeschehen, der Blogosphäre, Literatur und was eben sonst noch gesagt werden will, mit den eigentlichen Romantexten mischen.


Ich schreibe “online”.
Ich feile nichts mehr an den Texten.
Ich setze mich hin,klicke auf “Neuer Post” und lege los.

aus: Reinstellen?

Die Geschichte ist, wie der Titel schon vermuten lässt, ein Arbeiterroman. Der Autor, caspar Michael Kusmierz, schreibt hier seine Erfahrungen aus den letzten Jahrzehnten Arbeitswelt und den Begebenheiten dieser Zeit nieder. Es beginnt, wie bei vielen, auf dem Bau, um sich mit einem Ferienjob die erste Gitarre zu verdienen. Hier musste ich oft schmunzeln, da sich scheinbar mit den Jahren wenig geändert hat, höchstens, dass heute nicht mehr so offensichtlich gesoffen wird ;)
Die “scheinbar niemals endende Verpflichtung der Anpassung an die Gesellschaft”  geht weiter mit der zermürbenden Lehre zum Maschinenschlosser. Danach wieder Schulbank drücken, Jobben, Studium beginnen, Jobben …

Der Stil ist schonungslos direkt und “bukowskiesk“. Zarte Gemüter und Freunde von Rosamunde Pilcher werden sicher nicht zu Stammlesern, aber wer mit roher Kost umgehen kann, wird sich wahrscheinlich genauso wie ich in den Erzählungen verlieren. Mir persönlich gefällt genau dieser offene und direkte Stil.

An der Übersichtlichkeit und der Struktur der Seite muss noch ein wenig gefeilt werden, aber caspar arbeitet dran, hab ich mir sagen lassen.
Was mir wirklich sehr gut gefällt ist die Hörfassung der einzelnen Kapitel. Bis jetzt sind zwar erst acht Kapitel eingesprochen, aber das Hörbuch soll nach und nach vervollständigt werden.

Alles in allem, ist dieses Blog eine angenehme Abwechslung zu den ewig gleichen, polierten Seiten in der heutigen Blogosphäre. Der Roman wird mich sicher nicht so schnell loslassen und so warte ich gespannt auf die nächsten Kapitel aus caspars Arbeitswelt.
Und wenn das Buch irgendwann in den Druck kommt, bin ich sicher einer der ersten Käufer.

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Und wieder ein Blogroman…

Man könnte fast meinen, ich hätte nach einem Gegenstück zu Sechzig Grad gesucht. Nach dem Frauenroman in Echtzeit ein Männerroman?
Nicht wirklich.

Wrangelstraße

Der Autor heißt Sebastian Kraus. Er lebt in Berlin. In Kreuzberg. In der Wrangelstraße. Und wie das Leben im Wrangelkiez so war und ist, davon berichtet er in seinem Blogroman.

Im Zentrum der komplex angelegten Handlung und Geschichte des Blogromanes stehen Leben und Alltag der Menschen in Kreuzberg, geht es um Liebe, Kunst und Politik in der Zeit vor und nach dem Mauerfall in Berlin.

Anhand wirklicher und fiktiver Ereignisse, Begebenheiten und Personen wird dabei die Geschichte des Wrangelkiezes und seiner Bewohnerinnen und Bewohner von den Achtziger Jahren bis in die Gegenwart hinein verfolgt und erzählt.

Neben Alltagsbeobachtungen- und Geschichten soll hierbei auch der Einfluss der “Großen Geschichte“ auf das konkrete Leben und Schicksal der Menschen thematisiert werden, geht es auch um Ereignisse wie den Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands oder aber die Kreuzberger Mai-Unruhen im Jahre 1987.

Parallel dazu soll ein zeitgeschichtliches Portrait der 81er -Generation in ihrem damaligen Aufbruch zwischen Hausbesetzungen, Autonomie und “Gefühl und Härte“, ihren Sehnsüchten, Wünschen und Zielen und ihrer späteren Entwicklung entstehen.

aus: Informationen zu Text und Projekt

Die Herausforderung für den Autor und das Interessante für den Leser ist in erster Linie die zeitnahe Veröffentlichung der Romanteile. Es bleibt nicht viel Zeit zum Korrigieren und Überarbeiten der Texte, wie bei einem gedruckten Buch.
Gedacht, Geschrieben, Geblogt.
Natürlich kann vor der gedruckten Variante die Struktur und der Inhalt noch einmal überarbeitet werden, aber in diesem Ursprungsmedium des Blogs bleibt es “gedruckt”.
Und dieses Experiment gelingt Sebastian Kraus wirklich überzeugend.

Sein Stil ist flüssig und verbreitet eine angenehme Athmosphäre. Der Wechsel zwischen philosophischer/politischer Betrachtung und dem Geschichtenerzählen wirkt nicht abgehackt oder störend, sondern bringt angenehme Abwechslung beim Lesen.

Dass es die Texte nicht als PDF zum kostenlosen Download gibt, stört mich nicht wirklich. Für diesen Roman würde ich später auch lieber ein paar Euro hinlegen, um es als gebundene Ausgabe im Regal zu haben.
Das einzig störende an der Seite ist die Schriftgröße. Für einen Roman, den man ausschließlich online lesen kann, ist die Schrift für mich ein paar Pixel zu klein geraten. Es mag zwar minimalistisch schöner aussehen, nur ab einer Auflösung von 1280×800 wird das Lesen ein wenig anstrengend.
Ich nutze deshalb mein geliebtes Readability, um das “Buch” zu genießen.

Dieser Blogroman gehört für mich mittlerweile zur Pflichtlektüre.
Und vielleicht sollte Herr Wowereit auch mal einen Blick in dieses Buch werfen, über Gentrifizierung nachdenken und darüber, wie schön Berlin im Kern ist, was unsere Stadt so besonders macht.
Die Berliner, die diese Stadt prägen und lebendig machen, wohnen eben nicht im neuen Prenzelberg oder Schöneweide…

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Foto Sechzig GradDieser Roman wird nicht nur online gelesen, sondern auch online geschrieben.
Die Autorin Karen Wiborg schreibt einen Fortsetzungsroman in ihrem Blog.

Unter dem Titel 60° veröffentlicht sie häppchenweise die Geschichte der Konditorin Josephine Klein, die in New York ihr berufliches Glück mit der Herstellung von Hochzeitstorten sucht. Die Geschichte beginnt zeitgleich mit dem Blog am 1. Januar 2009 und soll nach einem Jahr am 31. Dezember fertiggestellt werden.
Die Story erinnert stark an Serien wie “Sex and the City” und “Friends”.

Wovon handelt Ihr Buch?
WIBORG: Es ist ein Frauenroman. Die Hauptdarstellerin Josephine zieht von Deutschland nach New York. Sie ist Konditorin, auf Hochzeitstorten spezialisiert. In New York versucht sie ihr Glück und erlebt allerlei kuriose Männergeschichten.

Das hört sich ähnlich an wie Bridget Jones oder Sex and the City…
WIBORG:Ich bin in der Tat ein großer Fan von Bridget Jones und “Sex and the City”. Für meinen Roman nehme ich die Geschichten meiner Freundinnen und meine Erlebnisse als Grundlage.

Interview bei nw-news.de

Auch wenn ich kein großer Fan dieses Genres bin, hat mich der Roman mit seinem unterhaltenden Stil doch gefesselt. Das Buch hat jedenfalls einen männlichen Leser mehr.

Zusätzlich zu den einzelnen Kapiteln dokumentiert Karen die Entstehung des Romans und berichtet von Wortfindungsschwierigkeiten, Recherchen und Inspirationen.
Sehr spannend, die Entwicklung des Romans mitzubekommen. Außerdem hat man als Leser die Chance, durch Kommentare die Story mitzugestalten.

Das Design der Seite ist ansprechend schlicht gehalten, die Schrift könnte vielleicht ein wenig größer sein. Für das gemütlichere Lesen oder zum Ausdrucken bietet die Autorin alle Kapitel komplett und kostenlos zum Download im PDF-Format an.
Da es ein “Live-Buch” ist und nicht das übliche Lektorat durchläuft, schleicht sich hier und da manchmal der Fehlerteufel ein. Finde ich aber weniger störend, sondern eher charmant, weil unverfälscht.

Alles in allem, ein tolles Konzept, eine gelungene Umsetzung und die tägliche Portion suchterzeugender Unterhaltung.

 

Foto: © Karen Wiborg

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