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Für alle, die es nicht schon längst von meinem Twitter-Account oder sonstwie im Netz erfahren haben hier nochmal kurz der Hinweis auf den Artikel vom Kollegen.

Rund 400.000 Bücher aus dem Bestand der Öster­rei­chi­schen Nationalbibliothek sind frei von Urheberrechten. Sind seit dem Todestag des Autors min­des­tens 70 Jahre ver­gan­gen, dür­fen die betref­fen­den Werke frei ver­brei­tet wer­den, doch die Digitalisierung his­to­ri­scher Bücher ver­ur­sacht immense Kosten. Diese über­nimmt im Rahmen der bis­her größ­ten öster­rei­chi­schen Public-Private Kultur-Partnerschaft der Suchmaschinenriesen Google: der längst zur inter­na­tio­na­len Medienmogulerie gewach­sene Konzern bezahlt für die sys­te­ma­ti­sche Transformation von Zellstoff und Tinte in Nullen und Einsen gigan­ti­sche 30 Millionen Euro. In sechs Jahren soll das Projekt abge­schlos­sen sein, 2016 wird der gesamte “Open Source” Bestand der Bibliothek der Öffent­lich­keit online zur Verfügung ste­hen, im Volltext und samt Suchfunktion.

Den ganzen Artikel gibt's im Blog von datenschmutz.net.

Doerte Blog in Dörte hat einen wirklich miesen Spitznamen, besonders weil Dörte männlich ist. Aber eigentlich passt dieser hervorragend zu seinem verkorksten Leben.
Kein Job, kein Antrieb, einen Mitbewohner, der auch keine Hilfe darstellt, aber dafür eine ganze Menge Chaos.
Das alles könnte man ja noch mit Lethargie überspielen, aber dann soll Dörte in Hartz IV eingestuft werden. Also muss ein dritter Mitbewohner her.
 Darauf schalten Dörte und sein Mitbewohner und Namensgeber Mick eine Zeitungsanzeige, den Auslöser für den längst überfälligen Umbruch in Dörtes Alltagstrott.

Zufällig stieß ich in den Weiten meiner Timeline auf den Account von @DoertesWelt. Eine schlichte Aufmachung, die scheinbar sehr stark vom "Kleinen Prinz" inspiriert wurde, lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche:
Das Buch im Blog.
 Kein großer Community-/Mitmachkram, keine Werbung für das Buch bei Amazon. Hier wird sich auf das Essenzielle beschränkt, was ich als sehr lobenswert hervorheben möchte.

Die Navigation durch die Kapitel könnte noch einfacher und intuitiver gestaltet werden, das Anwählen der Kapitel über eine einzige Übersichtsseite hätte man über eine Seitenleisten-Navigation oder "nächstes Kapitel"-Links am Ende der Seite lösen können.
Auch wenn ich gerade die Beschränkung auf die reine Textpräsentation lobte, empfände ich Illustrationen für die Kapitel als willkommene Auflockerung.
Außerdem würde ich mir eine kurze Bio des Autors/der Autoren wünschen. Aber dazu hat jeder Leser seine eigene Meinung.

Die Lesbarkeit der Texte liegt im gesunden Mittelmaß, also nichts zu beanstanden oder als besonders lobenswert hervorzuheben.
Die Druckfunktion funktionierte bei mir leider nicht. Die Möglichkeit, das Buch oder einzelne Kapitel des Buches als PDF zum Download anzubieten, wäre (trotz iPad & Co.) wünschenswert.

Soviel zu Form und zum Design.
Die Geschichte selbst eignet sich wunderbar zum "Nebenherlesen". Die Sprache ist frisch, eingängig und nicht überfordernd anspruchsvoll. Die Geschichte fließt mit einer angenehmen Leichtigkeit dahin und am Ende des Kapitels fühlt man sich gut unterhalten und freut sich auf die nächste kleine Geschichte, die sich in den großen Kontext einbettet.
Der Humor entsteht meist durch die Situation und weniger durch besonders kreative Wortwahl …

Ach, wisst ihr was?!

Lest es doch einfach selbst!

 

Quelle Grafik: Screenshot Homepage

Auch in diesem Jahr startet die Volltextdatenbank für lieferbare deutsche Titel Libreka! eine weitere Aktion pünktlich zur Leipziger Buchmesse und verschenkt Bücher, einfach so, für umme und in digital.

Libreka Ebook Aktion in Vom 18. 03. – 09. 04.2010 erhält man in der Buchhandlung des Vertrauens oder einfach auf der Aktionsseite von Libreka! einen Gutschein für einen kostenlosen E-Book-Download.
Nach Eingabe der E-Mail-Adresse wird der Gutscheincode zugestellt und mit diesem kann man auf der Aktionsseite aus vier aktuellen Titeln ein gratis Exemplar wählen.

Zur Auswahl stehen:

Die Bücher sind im Epub-Format und somit auf jedem Reader und über diverse Programme (z.B. mit dieser Firefox-Erweiterung) an jedem Rechner lesbar. Zwei der Bücher haben leider den fiesen DRM-Virus, aber wer dagegen immun ist, kann sich trotzdem über ein E-Tüpfelchen freuen.

Und wer besonders viel Glück hat, kann einen von drei E-Book-Readern, die im Zuge der Aktion verlost werden, ergattern.

 

Na dann, Netbook schnappen und raus in den Park…gibt Sonne, Vogelgezwitscher und wat zu lesen!

 

Grafik Quelle: Homepage "Libreka!"

Nur eine kurze Empfehlung mit großem Nährwert…

Bild 2 1 in

Das Webcomic-Verzeichnis ist eine Fundgrube für alle Comic-Fans, die auf der Suche nach frischen und kostenlosen Comics und den eher unbekannten Zeichnern und Autoren sind.

Hier kann jeder deutschsprachige Comic-Zeichner seinen Blog oder seinen Internetauftritt gratis eintragen (internationale Webverzeichnisse finden sich hier). Neu veröffentlichte Strips werden per RSS auf der Startseite angezeigt, was die Seite zu einer guten Startseite für Freunde von Strichmännchen und Co. macht.

Gute Unterhaltung!

 

P.S.: Lest mehr Popel!

Meine heutige Empfehlung gilt zur Abwechslung nicht einem Portal oder einer großen Auswahl an kostenlosen E-Books, sondern nur einem einzigen. Aber das verdient einen eigenen Eintrag in diesem Blog.

Little Brother in

Little Brother ist ein Roman, der im Titel schon deutlich auf die beinhaltende Thematik verweist: Leben im Überwachungsstaat. Den Titel "Little Brother" wählte der Autor Cory Doctorow für seinen 2008 erschienenen Roman bewusst in Anlehnung an 1984 von Orwell.

Es geht um Marcus Yallow alias w1n5t0n, alias M1k3y. Dieser wohnt in einer fiktiven (aber nicht allzu unrealistischen) Zukunft, in der San Francisco nach einem Terroranschlag zum Polizei- und Überwachungsstaat mutiert. w1n5t0n (Winston) ist Hacker und hält nicht viel von Überwachung, was ihm natürlich eine Menge Ärger einbringt.
Aber ich will hier nicht einen Inhaltsangabe liefern, denn die kann der geneigte Leser auch auf Wikipedia nachlesen.

Das Buch erscheint im März als "kommerzielle Version" in der Übersetzung von Uwe-Michael Gutzschhahn bei rororo.
Da das Buch aber vom Autor mit CC-Lizenz veröffentlicht wurde und dank hervorragender Übersetzerleistung auch im Deutschen für alle frei zugänglich gemacht wurde, kann jeder "für umme" in den Genuss des Buches kommen.

Christian Wöhrl hat sich als Fan die Mühe gemacht und das Werk als CC-Version ins Deutsche übersetzt. Das E-Book als kostenlose PDF findet sich hier.

Bin jetzt mal faul und kopiere aus meinem Nachwort (und ich aus seinem Icon Smile in :

Im 13. Kapitel von „Little Brother“ heißt es in einer E-Mail an den Helden: „Hier in Deutschland haben wir eine Menge Erfahrung damit, was passiert, wenn Regierungen außer Kontrolle geraten.“ Nun ist Deutschland im Jahre 2008 sicherlich kein totalitärer Staat, doch die aktuelle Sicherheitsgesetzgebung (Stichworte hier etwa: Vorratsdatenspeicherung, E-Pass, BKA-Gesetz, Fluggastdatenerfassung) lässt die Einschätzung von Bürgerrechtsaktivisten, hier werde der schleichende Umbau zu einem Überwachungsstaat vorangetrieben, zumindest nicht völlig abwegig erscheinen.

Vor diesem Hintergrund wollte ich nicht darauf warten, ob und wann Cory Doctorows Little Brother – der sich eben nicht nur als spannender Entwicklungsroman über und für junge Erwachsene lesen lässt, sondern auch als Plädoyer für angemessenen zivilen Ungehorsam und gegen undifferenzierte Terror-Hysterie – in einer deutschen Übersetzung erscheint.


Ob die Qualität der Übersetzung mit der "kommerziellen" mithalten kann, weiß ich nicht, da ich noch nicht alle Versionen zum Vergleich gelesen habe. (habe es jedoch vor, denn das Buch eignet sich für mehr als einen Lesedurchgang)
Die Welle der freiwilligen Helfer rollt fleißig weiter und der "rollmops" stellt hier diverse E-Book-Formate zur Verfügung.

Das englische Original gibt's natürlich ebenfalls als gratis E-Book nach einem Klick genau <hier>.

Außerdem gibt es diverse Versionen von "Little Brother", bezüglich der Übersetzungen und natürlich auch Vertonungen. Fabian Neidhardt beispielsweise arbeitet derzeit sehr ehrgeizig an der deutschen Hörbuchfassung und liefert sich ein Rennen mit der Entstehung der "kommerziellen Version". Das deutsche Hörbuch von "Little Brother", basierend auf der Übersetzung von Wöhrl, findet ihr im dazugehörigen Blog.

Ich bin jedenfalls gespannt, wieviele tatsächlich knapp 15 € für die rororo-Version  ausgeben und auch der Hörbuchmarkt dürfte wieder einmal sehr irritiert von den engagierten CC-Projekten sein.

Update: Fabian Neidhardt hat es geschafft und stellt das komplette Hörbuch zum Download bereit. Genau hier!
Vielen Dank dafür!

Hier ein kleiner Tipp, der mir per Mail zugetragen wurde und den ich gerne unterstütze, da ich schon immer ein Fan von guten Web 2.0-Projekten war…

 

 

Bild 6 in

"Es gibt Momente im Leben, bei denen man nicht genau weiß, ob man nun träumt oder alles tatsächlich wahr ist – und genau so ein Moment war dieser Montagmorgen im Februar."

Mit diesem Satz begann das Projekt Penopolis, ein Buch, das jeder mitschreiben kann und kostenlos zum Lesen im Internet veröffentlicht wird.

 

Willkommen bei Penopolis – dem einzigartigen Ort im Netz, an dem jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen kann! Bei Penopolis stand nur der erste Satz fest, wie sich die Story, Kapitel für Kapitel, weiterentwickelt schreibt und entscheidet Ihr, die Co-Autoren und die Community.

Aus einem Anfangssatz entstand so bisher eine Geschichte um Lene, eine eher erfolglose Schauspielerin, die zufällig in einen Mord verwickelt wird: Eine Joggerin stirbt in ihren Armen; erschossen. Doch bevor sie stirbt, hinterläßt sie Lene einen USB-Stick und einen Auftrag…

Was mit Lene weiter geschieht, was es mit dem USB-Stick auf sich hat und wer der Mörder ist – das liegt weiterhin an Euch! Jeder kann mitschreiben – oder wer lieber liest als schreibt kann mit abstimmen, welches Kapitel es ins Buch schaffen soll und die Geschichte weiterschreibt. 
 

Pro Kapitel gilt: Drei Tage Schreibzyklus und ein Tag Voting. Der aktuelle Zyklus und seine Dauer sind rechts als Wecker dargestellt.
 

 
Viel Zeit bleibt euch nicht mehr…ab heute noch knapp 2 Tage. (Sorry, aber ich hab's zuspät entdeckt)
Also, ihr Schreibwütigen und Kreativen, haltet euch ran, wenn ihr noch an dem Buch teilnehmen wollt. Es wird nach Abschluss des Projektes in gedruckter Form in den Buchhandel gehen.
 
Wer mitschreiben will, der muss sich kurz registrieren, aber das dürfte ja in der heutigen datenverschwenderischen Zeit kaum ein Problem darstellen.
 
Gute Unterhaltung und viel Spaß beim Kritzeln.
 
Update
(Danke für den Kommentar des Seitenbetreibers. Ich gehe davon aus, dass viele so unaufmerksam lesen wie ich und poste deshalb die Info aus den Kommentaren auch hier Icon Wink in )
Eine kleine Korrektur: Nur der aktuelle Schreibzyklus dauert noch knapp 2 Tage, danach wird für 24 Stunden abgestimmt, welche Kapitelversion als 7. Kapitel in unseren Kollektivroman einziehen wird.
Insgesamt geht unser Projekt über 30 Kapitel, es ist also noch genügend Zeit, mal vorbeizuschauen und mitzumachen. Daten werden bei uns nicht für Werbezwecke benutzt oder an Dritte weitergegeben, wir freuen uns natürlich als neue Plattform über jeden, der an unserem Projekt teilnimmt!

*Nostalgie ein*

Vielleicht liegt's am Wetter oder daran, dass dieses fiese W-Wort in aller Munde und Schaufenster prangt. Dieses W-Ding, präsentiert von diesem Coca Cola-Maskottchen mit dem Rauschebart, das vor Ewigkeiten ein Fest zu Ehren der Geburt des Heilands war. Dieses W-Ding, an dem Familien früher glücklich beisammen saßen und heute verarmt, genervt und gestresst die Schnapsflaschen leeren, um die Tage irgendwie zu überstehen. Dieses W-Ding… Ach, ihr wisst was ich meine.

Jedenfalls ist mir heute nach
Märchen.

Sant Fairy Tale in

Kostenlose Texte gibt es natürlich genügend auf den einschlägigen Portalen, wie WikiSource oder Gutenberg-DE.
Mich interessieren jedoch die eigens dafür gestalteten und geschalteten Seiten. Und daran lasse ich Euch nun teilhaben.

Internet-Märchen.de

  • 576 (Stand 03.11.2009) fantastische Geschichten schlummern auf dem Server
  • freundliche Hintergrundfarbe und augenschmeichelnde Schriftgröße/-art, gut online zu lesen
  • Druckfunktion fehlt (Märchen liest man schließlich am liebsten im Sessel oder auf der Bettkante des kleinen Sprosses)
  • Märchenletter – jede Woche ein Märchen kostenlos ins Postfach
  • Fazit: gut sortierte, große Sammlung deutschsprachiger Märchen, leider etwas lieblos verpackt, aber für Copy, Paste und grafische Aufbereitung (beispielsweise für selbstgebastelte Geschenkbücher) gut geeignet

 

Märchenkristall

  • 378 Märchen nach Autoren/Herausgebern alphabetisch sortiert
  • die gut gemeinte wechselnde Hintergrund-Farbgestaltung strapaziert die Augen beim Lesen am Monitor (empfehle: Readability)
  • leider auch keine vernünftige Druckfunktion
  • sehr schöne Märchenauswahl, an der man merkt, dass die Betreiberin vom Fach ist
  • das Angebot wird ergänzt durch Illustrationen (⇒extra Unterseite) und Interpretationen (die leider nur vollständig auf der zu bestellenden CD-Rom vorliegen)
  • Fazit: auch hier, eine gut-sortierte Sammlung, die sich vor allem als Fundus für selbstgestaltete Textsammlungen eignet, v.a. durch die Illustrationen in der "Bilder"-Rubrik

 

Märchenlexikon

  • das weltweit erste Märchenlexikon im Internet
  • Verzeichnis mit ca. 300 Märchentiteln, zu denen Informationen abgerufen werden können
  • Informationen zu weltweit 130 auffindbaren Märchentypen, inkl. aller Zaubermärchen der Brüder Grimm als strukturiertes Lexikon
  • Motivregister, Titelregister, weiterführende Literaturhinweise
  • Struktur mutet teilweise noch etwas chaotisch an, aber man findet sich trotzdem schnell zurecht
  • Fazit: für alle, die sich aus wissenschaftlichem oder privatem Forschungsinteresse für Märchen interessieren, bietet das Online-Lexikon eine große Fülle an Informationen über Kulturgeschichte und Forschung, außerdem ein großer Bestand an Quelltexten internationaler Märchen, Mythen und Sagen

 

Märchenboard

  • Forum mit Märchen, Sagen und Legenden
  • große Sammlung mit Texten aus aller Welt, zusammengetragen vom Betreiber und den Nutzern
  • Möglichkeit, um eigene Märchen einzustellen und zur Diskussion freizugeben
  • Fundgrube auch für relativ unbekannte Perlen der Märchenwelt

 

Sagen.at

  • große Sagen- und Märchensammlung aus aller Welt
  • nach Ländern geordnet

 

Märchen.com

  • Sammlungen von den Gebrüdern Grimm, Ludwig Bechstein und Johann Wilhelm Wolf
  • simple Darstellung in Schwarz auf Weiß

 

Märchen.org

  • wie der Vorgänger, mit zusätzlichen Autoren/Herausgebern

 

1000 Märchen.de

  • riecht nach SEO, deswegen erspar ich mir die Bewertung
  • ob die "Eigenen Märchen" tatsächlich ernst gemeint sind? Ich hoffe nicht! Icon Wink in

 

Weitere Fundstücke: Märchenstern.com (Märchen-Podcast) und Märchenstern.de
(nicht viel, aber stimmige Optik).

Wirklich gelungen ist die Märchenseite von childrentooth.de. Viele Märchen sind es zwar nicht, dafür sehr schön illustriert. So stelle ich mir eine ansprechende Seite zu diesem Thema vor. (Mari hat überhaupt Händchen und Auge für's Grafische, wie ihre Homepage beweist.)

Alles in allem ergibt meine spontane Recherche, dass sich zwar eine Fülle von Märchen im Netz tummeln und die Suche nach kostenlosen Texten zeitnah durch Erfolg gekrönt ist, aber leider fehlt es an liebevoll gestalteten Seiten. Gerade diese fantastischen Geschichten verdienen meiner Ansicht nach eine schönere, bebilderte Gestaltung.
Gut, ich gebe zu, ich lese Märchen auch lieber in illustrierten Büchern, mit schweren, verzierten Buchdeckeln. Schließlich brauche ich den Monitor für das Kaminfeuer. Icon Wink in

Die schönste Form märchenhafte Welten zu erkunden, ist mit Sicherheit die Geschichten vorgetragen zu bekommen. Da bietet uns Vorleser.net einige schöne kostenlose Hörbücher, mit Klassikern u.a. von den Brüdern Grimm, Andersen, Busch, Hoffmann und Bechstein. Genau das richtige zum Einmümmeln auf dem Sofa.

 

Zum Abschluss meiner fantastischen Forschungsreise noch ein kleines "geYouTubetes" Schmankerl – das Titelstück der schönsten Märchenverfilmung, die ich kenne: "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel".

 

*Nostalgie aus*

Auf dem hart umkämpften Buchmarkt gilt es gerade in Krisenzeiten: nicht einschlafen!
Das dachte sich auch die PR-Abteilung der Pons GmbH und baute ihr Sprachenportal kräftig aus, angetrieben von einer beispiellosen Werbekampagne.

PONS Eu Logo in

Während Duden und Langenscheidt auf ihrer vergilbten Wolke des Erfolgs leise vor sich hin schlummern, nutzt Pons die Gunst der Stunde und vor allem die Möglichkeiten des modernen Web.

Hinter vier Reitern in der Navigationsleiste leuchtet ein großes, gelbes "NEU" und bedeutet dem Besucher praktische Neuerungen, die einem den Sprachalltag erleichtern. Natürlich haben die Macher aus den Fehlern der Wolkenschlummerer gelernt und bieten ihre Dienste kostenlos an.

Ernsthafte Konkurrenz für den Duden

Was beim Duden nach dem ersten Gratis-Anlock-Angebot 7,95€ monatlich kostet, bekommt der Pons-Online-Nutzer zu 100% kostenlos. Beim Duden hat man dann zwar Zugang zu allen Wörterbüchern, die online verfügbar sind, aber die im Folgenden erwähnte Vernetzung auf dem Sprachenportal liefert eine ähnliche Auswahl für lau.

Das Deutsche Rechtschreibwörterbuch listet zu jedem Suchbegriff neben der korrekten Schreibweise, Artikel, Trennung und Mehrzahlerweiterung auch relevante Begriffe, sowie Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung auf. Als besondere Zusatzfunktion kann der Begriff direkt bei Canoo, Wikipedia, dem Deutschen Wortschatz der Uni Leipzig und dem DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jh.) nachgeschlagen werden. Somit beschränkt sich das Angebot nicht nur auf das firmeninterne Angebot, sondern nutzt vorbildlich die Vernetzungsmöglichkeiten des digitalen Zeitalters.
Für diejenigen, die Rechtschreibregeln nicht nur anwenden/abschreiben, sondern auch verstehen wollen, gibt es diese auf der Seite ebenfalls ausführlich beschrieben.

Im Gegensatz zu den Herren und Damen vom Duden, die eigenbrödlerisch an ihrem runden Tisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschließen, welche Worte wirklich relevant für die Aufnahme in das Buch sind, können Pons-Nutzer eigene Begriffe an die Redaktion schicken, die wöchentlich geprüft und erweitert werden. Beruhigend, dass es noch Sprachler gibt, die den Begriff "Lebendige Sprache" nicht aus ihrem Wortschatz verbannt haben.

Neuigkeiten, Kurioses und Wissenswertes aus der Welt der Orthografie finden sich im portalseigenen Deutsch-Blog.

Fremdsprachenwörterbücher und Lernhilfen

Die Wurzeln des Stuttgarter Unternehmens liegen bekanntlichermaßen im Fremdsprachenbereich.
Mit dem werbefinanzierten Online-Wörterbuch lassen sich zügig und ausführlich über 4,5 Millionen Wörter und Wendungen in den Sprachen Deutsch-Englisch, -Französisch, -Spanisch, -Italienisch, -Polnisch und -Russisch, sowie Englisch-Französisch und Englisch-Spanisch abfragen. Die meisten Begriffe können auch mit einem Klick auf das Audio-Symbol angehört werden.

Hier findet, wie schon beim Deutschen Wörterbuch, das Open Dictionary Anwendung und gibt beteiligungswilligen Nutzern die Möglichkeit, nach kurzer Anmeldung Vorschläge an die Wörterbuchredaktion zu schicken, die daraufhin geprüft und aktualisiert werden.

Den Volltextübersetzer gibt es für die Sprachen Deutsch-Englisch/Englisch-Deutsch und Deutsch-Französisch/Französisch-Deutsch. Die Software liefert die Firma Lingenio, die bereits für hervorragende Übersetzungssysteme bekannt ist.
Nach kleineren Stichproben beurteile ich die Ergebnisse der Textübersetzung mit gut, zumindest verglichen mit anderen kostenlosen Angeboten im Internet.

Als besonderes Schmankerl bietet Pons das deutsch-englische Bildwörterbuch ebenfalls kostenlos an. Man erreicht es entweder über den Direktlink und stöbert durch die einzelnen themenbasierten Rubriken oder klickt direkt unter seinem letzten Suchbegriff auf den Link zum Nachschlagen im Bildwörterbuch.

Liebevoll gestaltete Grafiken veranschaulichen so die Vokabeln und werden somit für den Lernenden leichter einprägsam.
Dank der "Blog extras"-Funktion kann ich direkt im Blog veranschaulichen, wie das ganze dann bei einem gebundenen Buch aussieht:

 

Gebundenes-buch-60870 in

Lernen mit Pons

Mit den Spielen "Begriffe zuordnen" und "Hör zu!" kann der Wortschatz zu bestimmten Themen mit den Bildwörterbüchern einprägsam erweitert werden.
Der schon längere Zeit bestehende Pons-Blog erinnert mich ein wenig an meine alten Englisch-Lehrbücher, die dem Lernenden mit Texten zu bestimmten Kultur- und Alltagsthemen in vorbildlichem Schulenglisch Vokabeln näher bringen.

Ebenfalls interessant ist der Sprachkalender. Er liefert täglich neue Übungen und Wissenswertes, um das Sprachzentrum nicht einrosten zu lassen. Dieser lässt sich entweder online ausdrucken oder aber als Abreißkalender in gedruckter Form bestellen.

Das beste Lernwerkzeug ist leider nicht auf Anhieb unter pons.eu, sondern nur über pons.de zu finden: Der Lexi-Trainer.
Dieser sammelt, nach kostenloser Anmeldung, alle Wörter, die man im Online-Wörterbuch nachschlägt und dient so als individuell abgestimmtes Vokabelheft. Im Gegensatz zu den üblichen Vokabeltrainingsprogrammen berücksichtigt der Trainer somit die persönlichen Themen und den individuellen Lernstand. Besonders praktisch ist die Karteikarten-Druckfunktion.
Es gibt ihn für die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch.

Fazit

In der Fremdsprachensektion bietet sich pons.eu besonders als Lernhilfe an. Leo.org hat als Fremdsprachenwörterbuch immer noch die Nase vorn. Besonders im Bereich von Redewendungen und Phrasen bietet Leo ein schier unerschöpfliches Arsenal an Übersetzungen und besonders das sehr aktive Forum findet nahezu für jede Frage eine Antwort.

Das schlichte Design und die hohe Benutzerfreundlichkeit kriegen von mir eine ganz klare 1!
Schnell, übersichtlich, gut verknüpft (auch mit externen Angeboten anderer kostenloser Anbieter), offen für Anregungen und Ergänzungen, und vor allem keine versteckten Kostenfallen.

Mit dem Deutschen Wörterbuch tritt erstmals ernstzunehmende Konkurrenz zum Rechtschreib-Monopolisten Duden auf den Markt und lässt die deutsche Sprache endlich wieder auch auf dem Papier lebendig werden.
Sollte das Mannheimer Unternehmen nicht bald nachziehen, dürfte die Frage "Und was sagt der Duden dazu?" in Zukunft nicht mehr allzu oft gestellt werden.

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