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Was ein Glück, dass ich hier nur schreiben und nichts aussprechen muss, denn heute empfehle ich eine Seite, deren Namen ich ganz sicher falsch aussprechen müsste Icon Wink in

Cat Rss in

Auf der Suche nach kostenlosen E-Books stieß ich vor kurzem auf diese Seite: ngiyaw-eBooks

Der Betreiber dieser Seite, scheinbar ein Deutscher, der in Ungarn lebt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinfreie Literatur nicht nur als html-Version ins Netz zu stellen, sondern vor allem die Bücher auch als kostenlose E-Books zum Download anzubieten.
Natürlich sind alle Bücher hier gemeinfrei und können frei verwendet werden.

Zu jedem Autor findet sich eine Biografie und meist auch ein Foto.
Die Texte sind mit ausführlicher Quellenangabe versehen.
Das Schöne an dieser Seite ist, dass die ausgewählten Autoren nicht die üblichen Verdächtigen sind, denen man nur allzu oft im Internet begegnet, sondern hauptsächlich Autoren und Werke, die man oft nur schwer auftreiben kann.
So finden sich hier zum Beispiel die Novellen und Gedichtbände von dem heute leider relativ unbekannten Früh-Expressionisten Georg Heym. Als besonderes Schmankerl kann man sogar die Digitalisate des Pfennigmagazins erkunden.

Die meisten Bücher lassen sich kostenlos als E-Book im PDF-Format mit Frontcover herunterladen. Hierzu einfach auf den Acrobat Reader-Link neben dem Buchtitel klicken.
Falls es Digitalisate eines Buches gibt, werden diese entweder direkt verlinkt oder oft auch direkt unter dem Text als JPEG angezeigt. (keine Angst, es sind keine gruseligen Google-Scans Icon Wink in )

Um die gesamte Bandbreite moderner Literaturdarstellung abzudecken, bekommt der ermüdete Leser auch zu manchen Büchern das Hörbuch.

Ein wenig Kritik habe ich neben dem Lob natürlich auch noch.
Das Design finde ich ein wenig chaotisch und die Farben sind auch etwas düster, vermitteln so das Gefühl, man sitzt in einer staubigen Bibliothek(nun gut, manch einer sitzt ja gerne dort).
Die Navigation und die Nutzerfreundlichkeit verwirren den Leser gelegentlich und fordern oft genaues Lesen, denn jedes Wort könnte ein Link sein, auch wenn es manchmal nicht so aussieht.
Schade auch, dass der Seitenaufbau keine einfachen Direktlinks zum Beispiel auf einzelne Bücher, die man später weiterlesen will ermöglicht (man muss leider erst umständlich den Frame in der Mitte extern öffnen und diesen dann als Bookmark setzen).
Überhaupt wirkt die Navigation gelegentlich verwirrend und umständlich, weil sie eben nicht den aktuellen php und css-standards folgt, sondern noch im html-Format geschrieben ist.

Nun gut, das sind Dinge, die ich nicht unbedingt als störend bezeichnen kann, denn der Inhalt überzeugt mich ungemein.
Wer gerne in alten Schätzen stöbert und unbekanntere Autoren entdecken will (so wie ich z.B.), der wird sich hier lange wohl fühlen (ebd.).

Ich möchte nun auch nicht viel mehr Lesezeit verschwenden und entlasse euch mit  einem kleinen 4-Zeiler, der mir eben begegnete, ins Wochenende… 

Die Pflicht

 

Wenn des Schicksals wilde Woge
Meinen Lebensmut zerbricht,
Reisst aus thatenlosen Sinnen
Mich empor die ernste Pflicht,


Spricht mit klarer, milder Stimme:
»Herz, lebst nicht für dich allein,
Such’ die deinen zu beglücken,
Wirst dann selbst auch glücklich sein!«


Pauline Hoffmann von Wangenheim

P.S.: Über Aktuelles berichtet der Autor im dazugehörigen Blog.

<openbook> – Kostenlose IT-Handbücher

 

Galileo Openbook in Diesmal geht es ausnahmsweise nicht um Belletristik und Klassiker im Netz, sondern um Sachbücher, genauer gesagt Fachbücher, die kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt werden.
Ich denke, den Programmierern unter uns erzähle ich hier nichts neues, aber vielleicht kennt manch anderer
Galileos <openbook> noch nicht.

Als besonderes Schmankerl bietet der Fachverlag Galileo Press auf seiner Homepage aktuelle Fachbücher aus dem IT-Bereich zur kostenlosen Lektüre und zum Herunterladen an.
Die Fachbücher liegen im HTML-Format vor und sind wirklich vollständige Ausgaben aus dem laufenden Programm des Verlages. Man kann sie also online lesen und um komfortabler damit arbeiten zu können, sie eventuell auf den Stick zu ziehen und immer dabei zu haben, stehen sie einem ebenso zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Die Navigation innerhalb des Buches gelingt dank HTML und Hyperlinks ganz gut und auch an der Lesbarkeit habe ich nicht viel auszusetzen. PDF oder andere e-Book-Formate fände ich hier überflüssig, da es mit der html-Variante gut funktioniert.

Natürlich findet man hier nicht die aktuellsten Bücher, die gerade das Druckwerk verlassen haben und noch nach Druckerschwärze duften, aber veraltet sind die Bücher ebenso wenig. Manchmal wurde die Vorgängerauflage hier veröffentlicht, aber selbst diese kann man im Wesentlichen nicht als veraltet und unbrauchbar bezeichnen.
Man kann diesen Verlag wirklich als sehr großzügig bezeichnen, wenn man sich mal die Titelauswahl anschaut. Standardwerke der IT-Branche, wie z.B.

  • Visual Basic 2008
  • Java ist auch eine Insel
  • Windows Server 2008
  • Joomla 1.5
  • Ruby on Rails 2
  • Python
  • Plone
  • Excel 2007
  • JavaScript und AJAX

warten auf ihre wissbegierige Leserschaft.

Außer den Büchern des computing-Sortiments findet man unter Galileo-Design noch ein paar "kleine" Leckerchen für die Designer unter uns, wie z.B.

  • Dreamweaver 8
  • Das Praxisbuch HDR-Fotografie
  • Adobe Photoshop CS2 professionell

Alle Bücher aus dem Online-Sortiment kann man natürlich direkt als Papiervariante für das heimische Regal bestellen, was die meisten Programmierer und Designer sicherlich auch tun werden.
Ich, der nur gelegentlich sein Laienwissen erweitern will, freut sich über die Onlinevariante und das kompakte Fachwissen, das uns hier kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Abschließend kann ich nur sagen, dass wenn auch unsere lieben Belletristik-Verlage diesem Beispiel folgen würden und einfach zwei bis drei gute Bücher komplett online stellen, könnte man sicher den einen oder anderen in das restliche Verlagsangebot locken oder ihn dazu bewegen, das elektronische Buch als Paperback für zu Haus und unterwegs zu erstehen…

 

Gute Arbeit und ein mutiger PR-Schritt, der sich für den Verlag und für die angestrebte Käuferschaft auf kurz oder lang bezahlt macht.

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Tschiep, Tschiep
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