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Eine Suchanfrage nach den drei Detektiven machte mich dieses Mal auf ein sehr interessantes Fan-Projekt aufmerksam:
Das Projekt wurde 2006 gegründet und hat es sich zum Ziel gemacht, die alten und neuen Bücher der Drei Fragezeichen als Fanprojekt zu produzieren.
Die neuvertonten Hörspiele werden dann inklusive Cover auf der Homepage zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt.
Die Grundidee, die zu diesem Projekt führte, war die Tatsache, dass die Originalhörspiele zum Teil stark von der Buchvorlage abweichen. Das wollten die Fans ändern und schrieben ihre Skripte selbst.
Anfangs gab es noch lizenzrechtliche Probleme, aber nach Absprache mit den Rechteinhabern, dem Hörspiellabel EUROPA und dem Kosmos-Verlag, der die Buchvorlage verlegt, dürfen die selbstproduzierten Hörspiele wieder angeboten werden.
Die Macher der Non-Profit Fanproduktion sind allesamt Fans der Buchserie und produzieren alles, vom Skript bis zum Cover in Eigenregie.
Die Idee des Projektes, das am 13.08.2006 gegründet wurde, ist simpel: Verschiedene Fans der Drei ??? produzieren selber Hörspiele, die auf den alten und neuen Büchern der Buchserie basieren. Von dem Drehbuch, über die Aufnahmen, bis hin zum Schnitt mit Geräusch- und Atmosphäre – dies alles machen die Fans selbst.
Die Produktion der Hörspiele geschieht jedoch nicht – wie man irrtümlich vielleicht meinen könnte – über regelmäßige Treffen, sondern werden komplett dezentral über das Internet organisiert.
Nachdem man sich bei den Betreibern des Projektes mit einer Sprechprobe beworben hat und eine Rolle bekommen hat nimmt man den eigenen Text, der auf der Homepage auf der jeweiligen Informationsseite des Hörspiels einsehen kann, mit einem einfachen Mikro auf und sendet ihn anschließend an die Kontaktadresse.
Die einzelnen Aufnahmen werden dann von eventuellem Rauschen befreit, zusammengeschnitten und mit Musik oder andren Geräuschen vervollständigt.Und noch etwas ist an diesem Projekt besonders: Bei diesem nicht kommerziellen Hörspiel kann jeder, der Interesse hat, mitmachen. – Bei Interesse für das Verfassen eines Drehbuches, dem Übernehmen einer Sprechrolle oder an dem Schnitt kann man sich über die Kontaktadresse auf der Homepage melden.
Quelle: Die Drei Fragezeichen.info
Die Neuvertonungen werden frühestens drei Monate nach der Veröffentlichung des offiziellen Hörspiels und nach Prüfung durch den Kosmos-, sowie dem EUROPA-Verlag auf der Homepage angeboten.
Folgende Hörspiele stehen derzeit zum kostenlosen Download bereit:
- 001 Das Gespensterschloss
- 002 Der Super-Papagei
- 003 Die flüsternde Mumie
- 004 Der grüne Geist
- 005 Der verschwundene Schatz
- 006 Die Geisterinsel
- 009 Der seltsame Wecker
- 010 Der Teufelsberg
- 103 Das Erbe des Meisterdiebs
- 121 Spur ins Nichts
- 122 Der Geisterzug
- 123 Fußballfieber
- 124 Geister-Canyon
- 125 Feuermond
- 126 Schrecken aus dem Moor
- 128 Schatten über Hollywood
Auf der Hauptseite des Neuvertonung-Projekts kann man sich die Wartezeit auf neue Geschichten von Justus, Peter und Bob mit weiteren selbstproduzierten Hörspielen verkürzen.
So ziemlich jeder Student kennt heutzutage das Problem: Der Geldbeutel ist leer und Fachliteratur ist teuer.
Also rennt man in die Bibliothek, nur um festzustellen, dass das Buch entweder schon verliehen oder nicht ausgeliehen werden darf. Also rennt der gestresste Student zum Kopierer und kopiert sparsam. Dann stellt man fest, dass einem Abschnitte fehlen und rennt wieder in die Bibliothek. Spätestens nach dem dritten Mal, siegt die Frustration und der unausweichliche Weg in die Uni-Buchhandlung folgt und die letzten Groschen werden aus den Socken geschüttelt.
Die BookBoon Company (ein Projekt der dänischen Firma Ventus Publishing ApS)versucht mit dem Studentensupport Abhilfe zu leisten und bietet auf ihrer Seite kostenlose E-Books im PDF-Format für Studenten an. Natürlich findet man hier nicht die Standardwerke wissenschaftlicher Literatur für lau, dafür aber qualitativ hochwertige wissenschaftliche Bücher, die ausschließlich für Studentensupport geschrieben und entwickelt wurden.
Finanziert wird das Projekt durch Werbung auf ca. jeder dritten Buchseite. Diesen Kompromiss sollte man eingehen können, wenn dafür Fachliteratur gratis auf seinem Computer oder dem Reader landet.
Gerade beim wissenschaftlichen Arbeiten zieht man E-Books, aufgrund der nützlichen Zusatzfunktionen (Suchfunktion, Kommentarfunktion, Copy&Paste), dem Pendant aus Papier vor.
Der Bestand ist noch nicht riesig, aber er soll beständig erweitert werden.
Studenten der Geisteswissenschaften finden hier leider keine Literatur. Aber Studierende der Ingenieurswissenschaften, Informatik, Wirtschaft und Finanzen dürften hier fündig werden.
Die Publikationen sind größtenteils in englischer Sprache.
Bisher gibt es Bücher aus folgenden Kategorien:
- Betriebswirtschaft (2)
- Biologie (2)
- Buchhaltung (11)
- Chemie (8)
- Differenzial- und Integralrechnungen (33)
- Elektrotechnik und Elektronik (2)
- Energie & die Umwelt (3)
- Finanzierung (9)
- Informatik (16)
- Ingenieurwesen (9)
- Karriere (1)
- Komplexe Funktionentheorie (9)
- Management (33)
- Makroökonomie (11)
- Marketing (14)
- Mathematik (4)
- Mikroökonomie (6)
- Nanotechnologie (1)
- Organisation (6)
- Statistik (7)
Quelle: NetReview
Da die Semesterferien kurz bevorstehen, kann man sich hier
gleich nach kostenlosen Reiseführern (in englischer Sprache) umsehen.
Die Blogger-Gemeinde wird ihn mit Sicherheit nicht nur als Autor des Bestsellers "Der Alchimist" kennen. Community-Nerds haben diesen Mann wohl auch desöfteren in den Freundeslisten ihrer Freunde entdeckt (nicht sonderlich unwahrscheinlich, wenn man sich einmal die Liste seiner Communities betrachtet. Vielen Verlegern ist dieser Mann gewiss ein Dorn im Auge. Internetpiraten, die OpenSource-Gemeinde und Literaturbegeisterte lieben ihn hingegen.
Der brasilianische Bestsellerautor Paulo Coelho ist ein großer Fan der Internetkultur und genießt die dadurch entstandene Nähe zu seinen Lesern:
Mit dem Internet hat jeder die Möglichkeit, sein Ideen mit anderen im Netz zu teilen. Das bewirkt natürlich erst einmal ein großes Chaos. Ja. Aber auf der anderen Seite demokratisiert es auch. Es stärkt die Menschen, sich auszuprobieren. Das Internet fördert Kreativität. Im Gegensatz zur Passivität des bisherigen Medienkonsums, schreiben wir heute unsere Meinungen und Gedanken in Kommentaren unter den Beiträgen auf den Webseiten.
aus: Interview im Tagesspiegel
Doch dieser Ideenaustausch ist nicht der Hauptgrund für die massive Beliebtheit und Popularität Coelhos.
Seine Position in der Diskussion um die Bedrohung des Internet für die Buchkultur ist eindeutig. Wenn man sich der Technologie nicht anpasst und stattdessen mit Gesetzen und Strafen verzweifelt gegen den Wechsel ankämpft, so wird man früher oder später daran zerbrechen.
Der Autor hat das schon vor längerer Zeit realisiert und getan. Er gab sich als Internetpirat aus und veröffentlichte in dem Blog Pirate Coelho Links zu seinen Büchern in Filesharing-Netzwerken. 2008 löste er die ganze Sache dann auf und gewann wieder ein Stück Popularität.
Ebenso wirkungsvoll, paradoxerweise auch für die Verkaufszahlen, entpuppte sich der freie Download des "Alchimisten" in russischer Sprache auf seiner Homepage. Hatte er davor noch Absatzschwierigkeiten auf dem russischen Buchmarkt, so vervielfachten sich die Verkaufszahlen des Bestsellers schon kurze Zeit später.
In meinen Augen ist das auch völlig logisch. Ich lese das Buch in digitaler Form und wenn es gut ist, dann muss ich es auch im Bücherregal stehen haben.
Konsequenterweise hat Coelho schon vor Jahren “Piratenlinks” auf seine Seite gestellt (die brasilianische und internationale Blogosphäre und Presse kommentiert das, seit er im Januar 2008 öffentlich darüber sprach.) Der literarische Popstar weiß -wie gesagt- aus Erfahrung, dass Bücher im Wert steigen (können), wenn sie im Netz veröffentlicht werden. Doch Bücher seien letztlich nur Schiffe für den Transport von Ideen, im Kern ginge es immer nur darum, Ideen zu teilen. “The more you give, the more you gain.”
Und dann referiert er in schönster Lawrence Lessig Manier,
- dass die Gesetze immer den Technologien angepasst werden müssen,
- dass Medien und Verwertungsindustrien sich allzu schwer tun, das Offensichtliche -den Paradigmenwechsel- zu begreifen,
- dass ihm schleierhaft ist, warum einige Produzenten im Netz den Feind statt die Herausforderung zur Entwicklung neuer Vertriebsstrategien sehen.
- dass schon die Musikindustrie bisher nur Schlachten (z.B. gegen Napster), nicht aber den Krieg gewonnen habe. Und so weiter.
Wenn sie wenigstens so clever gewesen wären, damals, 2001, für jeden Musikdownload im Internet 0.05 Cent zu verlangen – statt all die Anwälte zu bezahlen! Niemanden hätte es gestört, glaubt Coelho. Aber sie waren eben nicht clever genug.
“Solange die Produzenten sich weigern, Terrain an die vorgeblich passiven Konsumenten abzutreten, werden sie Publikum verlieren.” … “Giordano Bruno wurde dafür bestraft, seine Idee zu verkünden. Heute wird man dafür bestraft, wenn man das nicht tut.”
aus: Paulo Coelho: Ein Alchimist der "Piraterie" von Silke Helfrich
Aber gut, es soll hier eigentlich nicht um Grundsatzdiskussionen gehen, davon gibt es, besonders im Zuge des neuen E-Book-Hypes, mehr als genug.
Ich wollte euch nur aufmerksam machen auf die kostenlosen E-Books von Paulo Coelho. Qualität hat eben nicht immer seinen Preis.
In zahlreichen Sprachen findet man die Bücher Coelhos zum Gratis-Download in dem Pirate Coelho-Blog.
In dem box.net-Widget auf der rechten Seite finden sich, neben den erwähnten Links, nach kurzem Scrollen die deutschen Ausgaben von
- Elf Minuten
- Handbuch des Kriegers des Lichts
- Der Zahir
- Der Wanderer
- Der fünfte Berg
- Der Dämon und Fräulein Prym
und den Alchimisten zum kostenlosen Download.
Das dürfte erstmal genug Lesestoff bieten.
Viel Spaß damit!
Und wieder ist es soweit, die weltgrößte Messe für elektronische Bücher startete zum vierten Mal am 4. Juli in der virtuellen Messehalle worldebookfair.org.
Die Messe wurde vom Project Gutenberg ins Leben gerufen und erfreut sich reger Beteiligung durch andere Projekte, wie z.B. dem Internet Archive oder der World Public Library. Die zur Verfügung gestellten Bücher stehen größtenteils im pdf-Format zum Download bereit. Der große Vorteil an dieser Messe gegenüber den sonstigen Archiven ist, dass eine Vorauswahl getroffen wurde und nur die qualitativen Bücher zum Herunterladen angeboten werden.
eBook readers will have over 2 million to pick from:
~1.5 million from http://www.archive.org
~ .5 million from http://www.worldpubliclibrary.org
~ .13 million from http://ebooksabouteverything.com
~ .11 million from the various Gutenberg servers
~ .01 million from various other eBook sites
===== ======= ==================
~2.5 million eBooks Grand Totalaus: Pressemitteilung
Das ist wahrlich eine ganze Menge Literatur. Und diese steht für einen Monat allen zum kostenlosen Download zur Verfügung. Also stöbert und nutzt die Zeit, um eure Bibliothek aufzubessern. Nach der Messe kostet der Zugriff knappe 9 Euro Jahresbeitrag.
Die meisten Bücher sind natürlich in englischer Sprache, aber auch deutsche E-Books lassen sich finden. Zusätzlich zu den zweieinhalb Millionen E-Books liegen noch eine halbe Million Audio- und Videodateien auf den Servern.
Viel Spaß beim Füttern eurer Festplatten und E-Book-Reader.
Sollte ich die Absicht und das Geld haben, mir einen E-Book-Reader zu kaufen, dann wäre Txtr mit Sicherheit mein Favorit.
Er ist zwar noch nicht im Handel erhältlich (das soll zur Frankfurter Buchmesse geschehen), aber was ich bisher darüber erfahren konnte, klingt sehr überzeugend.
Hier ein kleines Demovideo:
(ist er nicht schick?)
Nun gut… worauf ich eigentlich hinweisen will, ist die txtr-eigene Community.
Das Berliner Start Up txtr stellt nach eigenen Angaben auf der Frankfurter Buchmesse sein Lesegerät txtr reader der Öffentlichkeit vor. Gleichzeitig startet auf txtr.com die bisher größte E-Book-Plattform in Deutschland – mit mehr als 200.000 kommerziellen und mehr als einer Million freien Dokumenten.
An der offenen Plattform beteiligen sich nicht nur die kommerziellen E-Book-Anbieter Ciando, libreka!, Libri.Digital und Ingram Digital, sondern auch Projekte wie Gutenberg.org, Manualsmania.org und Munseys.org. Zudem können Mitglieder der txtr Community eigene Texte hochladen.
Quelle: börsenblatt.net
Derzeit läuft die Beta-Version der Community, auf der jeder seine Texte hochladen kann, auch ohne registrierter Nutzer zu sein.
Dabei kann man entscheiden, welche Dokumente öffentlich und welche privat bleiben sollen und sie in Ordnern verwalten.
Natürlich kann man die meisten Bücher und Texte nicht nur rauf-, sondern auch kostenlos runterladen.
Zum Lesen öffentlicher Texte bietet die Seite einen flash-programmierten Betrachter an. Dieser bietet die wichtigsten Funktionen zum Betrachten der Dokumente, wie z.B. Zoom, Vollbildmodus und der üblichen Seitenwahl.
Weiterhin kann man den Text direkt per E-Mail verschicken, eine sehr praktische Funktion. Ebenso kann das Dokument durch die "embed-Funktion" auch direkt im eigenen Blog eingebunden werden.
Eine weitere nette Zusatzfunktion ist die Möglichkeit den BibTeX-Datensatz herunterzuladen.
Der Community-Gedanke steht natürlich bei txtr ganz oben auf der Prioritätenliste und so gibt es die üblichen Funktionen, wie z.B.
- Bewerten der Texte mit Sternchenvergabe
- Kommentieren der Texte
- Nutzerprofil erstellen
- Kommunizieren mit anderen Nutzern.
Die Textsuche finde ich momentan noch verbesserungswürdig. Es gibt zwar eine Live-Suche, aber zum Stöbern fehlen noch gewisse Funktionen. Tag-Wolken und eine ausführlichere Anzeige der sehenswerten und beliebtesten Textsammlungen dürften das Stöbern noch angenehmer gestalten.
Generell kann an der Übersichtlichkeit der Seite noch etwas gearbeitet werden, aber um so etwas zu erkennen, gibt es ja das Beta-Stadium.
Am Design der Seite habe ich eigentlich sonst nichts auszusetzen. Es ist schlicht, modern und nicht überladen.
Ich bin neugierig, was nach der Buchmesse in dem Portal geschieht.
Von allen neuen E-Book-Portalen mit kommerziellem Hintergrund ist Txtr für mich derzeit das vielversprechendste und gelungenste.
Ich erweitere den Titel meines Blogs für diesen Tipp um das beliebte Präfix "ge".
Die Website ZehnSeiten.de geht einen erfrischend anderen Weg, Neuerscheinungen im Internet zu präsentieren. Kein buntes Kino. Keine Rezensionen, bei denen man unweigerlich an das Lexikon der Superlative denken muss.
In schlichtem, ruhigem Design tragen uns die Autoren persönlich zehn Seiten ihres eigenen Buches vor. In der Mitte des "Triptychons" sitzt der jeweilige Autor Schwarz auf Weiß, mit einem Wasserglas und seinem Buch. Die klassische Lesung eben.
Die Videos haben durchschnittlich eine Dauer von 15-20 Minuten und vermitteln in dieser Zeit einen guten Eindruck von Buch und Autor. Man lernt eben nicht nur das Buch kennen, sondern erfährt auch mehr über den Verfasser. Das schafft eine gewisse Nähe zum Werk.
Auf der linken Seite kann man die Auswahl treffen, wen man als nächstes sprechen lassen will. Die Auswahl ist noch nicht riesig, dafür qualitativ. Besonders empfehlenswert ist die "Lesung" von Rafik Schami, dessen Vortragsweise wirklich einzigartig unterhaltend ist.
Zur rechten präsentiert sich das Buchcover und mit einem Klick auf den Info-Button bekommt man eine kurze Inhaltsangabe, Eckdaten zur Biografie des Autors und eine Übersicht der bisher veröffentlichten Werke.
So bekommt das Lesepublikum in ruhiger Atmosphäre alle notwendigen Eindrücke und Informationen, die es braucht. Ohne viel Gerede und unnötige Action drumherum.
Leider ist das Problem an der technischen Umsetzung mit Flash, dass man Lesungen nicht direkt verlinken kann.
Auch ein RSS-Feed wäre wünschenswert, um über neue Lesungen informiert zu werden.
Trotzdem eine sehr gelungene Seite zum Abschalten und eine interessante Alternative zum üblichen Weg Literatur zu präsentieren.
Keine Angst. Ich werde keine Biografie schreiben…noch nicht
Aber ich bin gerade auf ein interessantes Projekt zu diesem Thema gestoßen:
Biographie schreiben.
Wie schreibe ich meine Erinnerungen auf?
Der Autor dieses Blogs lässt uns an seinem fundierten Wissen teilhaben und wird in nächster Zeit kapitelweise eine Anleitung zum Schreiben der eigenen Memoiren veröffentlichen.
Für alle, die gerade ein Buch über sich selbst planen oder vielleicht schon dabei sind, ihre Autobiografie niederzuschreiben, könnte diese Seite eine nützliche Anlaufstelle werden.
Manch ein Blogger wird hier sicher auch ein paar Tipps finden, wie er sein Online-Tagebuch stilistisch verbessern und seine Erlebnisse besser auf den Bildschirm bringen kann.
Im Moment ist zwar nur ein einleitendes Kapitel online, aber der Autor will den Blog schnell füllen.
Mir fiel gerade auf, dass ich mich die ganze Zeit mit Büchern befasse, aber das "Buch der Bücher" bisher nicht mit einem Wort erwähnte.
Um das zu ändern, heute mal ein kleiner Tipp am Rande.
Ich bin zwar selbst ohne Konfession, wie es so schön heißt, aber dennoch bin ich der Meinung, dass jeder zumindest einmal einen Blick in die Bibel werfen sollte.
Schließlich ist unsere westliche Kultur, auch wenn sie sich nicht mehr als religiös bezeichnet, doch immer noch von Werten und moralischen Ansichten christlicher Kultur begründet und geprägt. Aber das soll hier kein Bericht über den Bezug Christentum und Europa werden…
Es ist nur erstaunlich, wenn man als Nichtgetaufter, der auch keinerlei Kirchensteuern zahlt, sich mit katholisch getauften Kirchensteuerzahlern über dieses Buch unterhält und feststellt, dass man mehr darüber weiß, als sein Gegenüber.
Ich selbst habe die Bibel, bis auf ein paar überflogene Passagen, gelesen und sie steht auch bei mir zu Hause im Bücherregal. Aber da die meisten, die keine Bibel besitzen, sicher auch beim Bücherkauf genügend andere Romane, Bildbände, Ratgeber usw. auf ihrer Liste stehen haben, kommt es nur äußerst selten zu einer Neuanschaffung.
Aber was macht man denn nun, wenn bei "Wer Wird Millionär?" eine Bibelfrage gestellt wird und man nur einen Werbeblock Zeit hat, um sie flink per SMS zu beantworten? Den Nachbarn fragen? Wikipedia? Telefonjoker Papst?
Man könnte auch einfach bibel-online.NET fragen.
Dort liegt nämlich die Luther Bibel von 1912 in digitaler Form bereit.
Und diese ist endlich mal keine minimalistische oder schlecht umgesetzte Digitalisierung eines Buches.
Es ist kein kommerzielles Projekt und wird nicht durch Werbung gestört.(quasi eine Rarität in der Welt der Online-Literatur)
Das Design ist sehr leser- und benutzerfreundlich.
Die gute und flinke Suchfunktion ermöglicht einem schnell Passagen ausfindig zu machen, in denen der Begriff, den man suchen will, vorkommt. Die Suchergebnisse zeigen die verlinkten Bibelstellen, in denen der Begriff vorkommt, nach dem üblichen Schema (Buch, Kapitel, Vers) an.
Wer gerne in den "Worten Gottes" stöbern oder bestimmte Bücher, Kapitel oder Verse direkt anzeigen will, kann dies über die zweite Suchfunktion tun.
Für die Neulinge unter den Lesern bieten sich direkt über der Suchfunktion (für meinen Geschmack etwas zu unauffällig) noch drei weitere Verweise:
"Die Bücher der Bibel" gibt eine Gesamtübersicht aller Bücher aus dem Alten und Neuen Testament. In Klammern ist, neben der Entstehungszeit, das Thema oder der Kurztitel, unter dem es bekannt ist, vermerkt. (Beispiel: 1.Buch Mose = Genesis)
"Die kleine Konkordanz" bietet einen Index der meistverwendeten Wörter mit direkten Links zu den Stellen.
"Die Zeittafel zur Bibel" listet tabellarisch die wichtigsten Daten und Ereignisse der Überlieferung auf.
Zur Textansicht kann ich auch keine Kritik üben. Die Schrift ist leserlich und schwarz auf weiß. Fußnoten und Querverweise werden direkt beim Überfahren mit der Maus als Tooltip angezeigt und können ebenso direkt als Link genutzt werden.
So erspart die Online-Version das oft sehr mühselige Geblätter und Gesuche auf den ca. 2000 Seiten meiner kleinen, dicken A5-Version.
Lediglich ein Kritikpunkt fällt mir an dieser Online-Bibel auf. Es fehlen die Apokryphen, die in meinen Augen einfach in eine vollständige Version gehören.
Die Neutestamentlichen Apokryphen finden sich in deutscher Sprache hier und eine Sammlung der Schriften aus beiden Testamenten findet sich, leider nur in englischer Sprache, auf dieser Seite.
Schade ist nur, dass der Rat der EKD (Evangelische Kirche Deutschland) dieser Seite aus unerfindlichen Gründen die Lizenz für die Lutherbibel von 1984 entzogen hat. Manche menschlichen Anwandlungen muss man nicht verstehen…
Abschließend:
Ein großes Lob an den christlichen Internetdienst für diese Seite!
P.S.: Bevor nun Beschwerden aus anderen religiösen Lagern auf mich einprasseln:
Natürlich gibt es auch den Koran, die Hebräische Bibel – den Tanach sowie den Talmud im Internet.
Alle anderen, die sich beschweren wollen, können das gerne in den Kommentaren tun
P.P.S.: Wer sein Bibelwissen testen möchte, kann sich ja einmal bei "Wer wird Biblionär?" versuchen.
(aktuelles dazu im Blog)



