Auf dem hart umkämpften Buchmarkt gilt es gerade in Krisenzeiten: nicht einschlafen!
Das dachte sich auch die PR-Abteilung der Pons GmbH und baute ihr Sprachenportal kräftig aus, angetrieben von einer beispiellosen Werbekampagne.

Während Duden und Langenscheidt auf ihrer vergilbten Wolke des Erfolgs leise vor sich hin schlummern, nutzt Pons die Gunst der Stunde und vor allem die Möglichkeiten des modernen Web.

Hinter vier Reitern in der Navigationsleiste leuchtet ein großes, gelbes "NEU" und bedeutet dem Besucher praktische Neuerungen, die einem den Sprachalltag erleichtern. Natürlich haben die Macher aus den Fehlern der Wolkenschlummerer gelernt und bieten ihre Dienste kostenlos an.

Ernsthafte Konkurrenz für den Duden

Was beim Duden nach dem ersten Gratis-Anlock-Angebot 7,95€ monatlich kostet, bekommt der Pons-Online-Nutzer zu 100% kostenlos. Beim Duden hat man dann zwar Zugang zu allen Wörterbüchern, die online verfügbar sind, aber die im Folgenden erwähnte Vernetzung auf dem Sprachenportal liefert eine ähnliche Auswahl für lau.

Das Deutsche Rechtschreibwörterbuch listet zu jedem Suchbegriff neben der korrekten Schreibweise, Artikel, Trennung und Mehrzahlerweiterung auch relevante Begriffe, sowie Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung auf. Als besondere Zusatzfunktion kann der Begriff direkt bei Canoo, Wikipedia, dem Deutschen Wortschatz der Uni Leipzig und dem DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jh.) nachgeschlagen werden. Somit beschränkt [...] weiterlesen…

 
Studieren kann wirklich nervig sein. Vor allem wenn die Bücher in den Universitätsbibliotheken trotz Studiengebühren verstaubt, vergilbt und vergriffen sind.
Dreißig Studenten aus einem Seminar bekommen alle die gleiche Aufgabe und brauchen alle das gleiche Buch, von dem mal wieder nur ein Exemplar in der Bibliothek steht. Wer clever ist, spricht sich mit den Kommilitonen ab und fertigt mehrere Kopien an (nachdem er 20 min auf einen freien Kopierer warten musste). Denn mitnehmen kann man die Publikation natürlich nicht.
Die Recherche nach geeigneten Quellen für die Hausarbeit gestaltet sich oft sehr mühselig. Jeder Student kennt das wohl, man stapelt den Tisch mit zwanzig Büchern voll, von denen letztendlich fünf relevant sind. Und bis man alle relevanten Bücher aufgetrieben hat, verstreichen Stunden…
Glücklicherweise leben wir im digitalen Zeitalter und clevere, ehemals genervte Studenten schaffen nun Abhilfe:

PaperC – Die Fachbuchplattform zum kostenlosen Lesen im Internet

Mit ihrem Start-up PaperC wollen die beiden 26-jährigen Berliner das wissenschaftliche Arbeiten vereinfachen und damit Geld verdienen. Ihre Internet-Plattform soll komplette Fachbücher im Netz zugänglich machen und so die verstaubte Uni-Lehrbuchsammlung fürs digitale Zeitalter rüsten. Wer zum Beispiel einen Blick in den „BWL Crash-Kurs Marketing“ aus dem UTB-Verlag werfen möchte, kann das Buch auf dem Paper-C-Portal Seite für Seite kostenlos [...] weiterlesen…

Wenn ich durch meine Semmelstatz scrolle, fällt mir immer wieder auf, dass viele Besucher intern nach bestimmten Buchtiteln suchen. Da ich aber nur eine Art Rundführer in den Weiten des kostenlosen Literaturdschungels im Internet bin und nur Seiten empfehle, die mehrere freie Bücher anbieten, gilt meine heutige Empfehlung einer Suchmaschine, die sich um Einzelnes kümmert.

Die Volltextbibliothek Lexikus hat nun neben ihrem eigenen Angebot eine Suchmaschine ins Leben gerufen, die nicht nur das eigene Angebot gemeinfreier Literatur durchsucht, sondern auch die anderen großen deutschen Online-Bibliotheken WikiSource, Zeno.org, Project Gutenberg und Gutenberg-DE.
Die Suchmaschine basiert auf der Google-Technik und liefert dementsprechend schnell und ausführlich die Ergebnisse. Somit bleibt demjenigen, der nach digitalisierten Werken sucht, das Herumgehüpfe zwischen den großen Portalen erspart.
Zu den erwähnten Portalen brauche ich sicher nichts mehr sagen, aber Lexikus.de hingegen dürfte einigen noch nicht bekannt sein.
Die Online-Bibliothek des Lexikus.de-Verlages digitalisiert überwiegend historische Werke, deren Erscheinungsjahr zwischen 1780 und 1930 liegt.
Da schon eine ausführliche Beschreibung des Projektes existiert, verweise ich auf den Artikel von Benjamin Rosendahl. Aktuelle News über das Projekt gibt's im dazugehörigen Blog.
Nur eines kann ich mir nicht verkneifen: Schade, dass auch hier das Design und die Lesefreundlichkeit wie beim deutschen Gutenberg nur mit mangelhaft zu bewerten sind. [...] weiterlesen…

Seinen Augen sollte der Dauerbildschirmleser von Zeit zu Zeit auch mal eine Pause gönnen. Nur wie soll man die Entzugserscheinungen seiner Literatursucht lindern?
Man sucht sich einen Vorleser!

Genug kostenfreie Ersatzdrogen in Form von Hörbüchern bietet das Internetportal Vorleser.net seinen Besuchern im mp3-Format zum Gratis-Download an. Laut eigener Aussage stehen rund 550 kostenlose Hörbücher zum Download bereit.
Da ein Vorleser mit Texten von über 150 klassischen und zeitgenössischen Autoren ziemlich schnell überfordert wäre, lesen mehr als 30 Sprecherinnen und Sprecher die Romane, Märchen, Geschichten und Gedichte für das hörwillige Publikum ein.
Die Bandbreite der Autoren und Genres kann sich durchaus sehen hören lassen. Es gibt u.a. Märchen von Hans-Christian Andersen und den Gebrüdern Grimm, Krimis von Arthur Conan Doyle und Hans Pfeiffer, Gedichte von Goethe, Trakl und Rilke oder Geschichten von Kafka und Tucholsky. Besonders zu empfehlen sind der komplette „Frankenstein“ von Mary Shelley, die Kurzgeschichtensammlungen von Kafka und Poe, sowie Doyles Sherlock-Holmes-Krimis.
Eine Übersicht aller verfügbaren Autoren, die zum freien Download bereit stehen findet man hier.

Die Geschichte von Vorleser.net

Vorleser.net wurde im Herbst 2003 von dem Leipziger Journalisten und Sprecher Johannes M. Ackner initiiert. Am Anfang stand ein Experiment: Ackner stellte selbst gesprochene Märchen ins Internet, die er für die Kinder von Freunden aufgenommen [...] weiterlesen…

 

Anlässlich des bevorstehenden 10. Geburtstags widme ich diesen Beitrag dem Lyrikerportal Lyrikline.org.
Die Gegenwartslyrik verliert traurigerweise zunehmend an Bedeutung und besonders der Blick auf den Buchmarkt macht es überdeutlich, Lyrik lässt sich nicht mehr verkaufen. Die Folgen sind nicht gerade unbedeutend, denn je weniger Lyrik verbreitet wird, desto weniger Rezeptionsmöglichkeiten gibt es. Greifen wir heute noch auf unzählige großartige Dichter des 19. Jahrhunderts zurück, schwindet es mit den Poeten des 20. Jahrhundert merklich um im 21. Jahrhundert ein „Nischendasein“ zu fristen. Der große Conrady wird sozusagen immer kleiner.
Aber stirbt die Dichtkunst wirklich aus oder schlägt sie nur neue Wege ein?
Vorgetragene Lyrik als gesellschaftliches Ereignis erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Man möchte den Dichter selbst sehen und hören, wenn er seine poetisch formulierten Gedanken und Gefühle offenbart. Schließlich geht es in der Dichtung vorrangig um Klang, Rhythmus und Intonation. Besonders auf den Poetry Slams lässt sich verdeutlichen, wie Lyrik wieder zum Event werden kann.
Diese Überlegung brachte schließlich die Literaturwerkstatt Berlin im Jahre 1999 dazu, das Projekt Lyrikline.org ins Leben zu rufen, um Poesie für jeden jederzeit und überall auf der Welt verfügbar zu machen.
Das Portal präsentiert nicht nur den reinen Text, sondern nutzt die vielfältigen multimedialen Möglichkeiten des Internet und lässt den [...] weiterlesen…

 
Über Goethes Präsenz im Internet schrieb ich schon desöfteren. Meine heutige Empfehlung gilt ebenfalls einem der wichtigsten deutschsprachigen Schriftsteller der modernen Literatur und einem meiner persönlichen Lieblinge:

Heinrich Heine
Das Heinrich-Heine-Portal hat es sich zur Aufgabe gemacht, die beiden wissenschaftlichen Gesamtausgaben, die seit Beginn der 70er Jahre unabhängig voneinander in der BRD und der DDR entwickelt wurden, zusammenzuführen, zu ergänzen und somit eine elektronische Gesamtausgabe kostenlos und für jeden im Internet zur Verfügung zu stellen.
Neben der kritischen Gesamtausgabe Heines finden sich auf dem Portal Faksimiles von Werk- und Briefhandschriften, Bildmaterial, Quellen und Bücher aus der Privatbibliothek des Schriftstellers, welche diese beispiellose Sammlung ergänzen.

Das Heinrich-Heine-Portal (HHP) wird die Werke und Briefe sowie Dokumente zu Leben, Werk und Wirkung Heines auf der Basis moderner Standards zur anwendungsneutralen Datenkodierung (SGML/XML) erfassen und als integriertes digitales Informationssystem frei im Internet zugänglich machen. Es ist eine vernetzte kritische Gesamtausgabe im Volltext, verknüpft mit digitalisierten Handschriften-, Bild- und Buchbeständen aus dem Heine-Institut und einigen anderen Bibliotheken und Archiven.

Für den Inhalt und die wissenschaftliche Präsentation zeichnet das Heinrich-Heine-Institut der Landeshauptstadt Düsseldorf verantwortlich, die Texterschließung und -auszeichnung sowie die Entwicklung der graphischen Oberfläche werden vom Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier durchgeführt. [...] weiterlesen…

 
Manch einem, der sich für PDAs und Handhelds interessiert, dürfte noch das beam Magazin, ein mittlerweile eingestelltes Online-Projekt von Christoph Kaufmann, ein Begriff sein. Ein zweites Standbein baute sich der Betreiber ab 2004 mit der eBook-Bibliothek beam auf.
Seine Weitsicht in Bezug auf den E-Book-Markt machte sich schließlich bezahlt und der Shop kann sich in der mittlerweile hart umkämpften Branche immer noch behaupten.
Die lange Erfahrung vor dem Boom macht sich im Detail schnell bemerkbar, denn die Struktur und das Angebot der Seite lassen mir auf den ersten Blick keinen Platz zum Meckern. Auch die Tatsache, dass alle Bücher ohne das umstrittene und mittlerweile doch eher verpönte DRM angeboten werden, Für mich ein dicker Pluspunkt.
Über die Preise kann man sich natürlich streiten, aber hinter „beam“ steckt auch kein riesiger Konzern oder Verlag, der Bestseller zu Spottpreisen anbieten kann.
Dafür findet sich als Bonbon für den Leser, und das löblicherweise im Gegensatz zu den großen E-Book-Händlern, eine große Anzahl kostenloser Bücher.
Unter der Rubrik Gratis eBooks finden sich einige E-Books in den Formaten PDF, mobipocket und ePUB. Die Palette reicht von Büchern unbekannter Autoren, über Lexika und Sachbücher bis hin zu illustrierten Sherlock Holmes-Romanen.
Da „beam“ offizieller E-Book-Partner für die Perry Rhodan-Veröffentlichungen ist, bekommt [...] weiterlesen…

Ach, wie schön, dass es noch kreative Werbefachleute gibt. Denn genau diese sind dafür verantwortlich, dass jetzt auf meinem Monitor ein lecker Döner brutzelt und meinem wissenshungrigen Geist regelmäßig Futter liefert:

Der Reclam Literatur Döner.
 
Der Reclam-Verlag ist seit mehr als 140 Jahren eine Institution in der Literaturwelt. Kompakt, ohne viel Schnick-Schnack und zu erschwinglichen Preisen bietet der Verlag seit jeher Schülern und Studenten die wichtigsten Werke der Literatur nahe. Wer hat sie nicht zu Hause stehen, die kleinen gelben Bücher oder die grünen Heftchen, die einem die schwere Kost verständlicher machen?!
Im Internet versorgt der Reclam Literatur Döner den begierigen Besucher mit Zitaten ausgewählter Werke.
Der Wortspieß dreht sich munter und nach einem Klick auf das gewünschte Zitat, erscheinen Informationen zu Autor, Titel und eine kleine Inhaltsbeschreibung. Außerdem kann man seinen eigenen Döner mit den Lieblingsworten füttern.
Grau hinterlegte Tags wechseln den Spieß und bringen neue Worte weiser Wesen auf den Bildschirm.
Die Zitate in seinem eigenen Döner lassen sich in ein PDF umwandeln, dass sich als kleines Reclam-Heftchen auf den heimischen Rechner, den E-Book-Reader oder den Drucker laden lässt.
Rundum gelungene Seite und eine herrliche Unterstützung meiner Sucht nach Zitaten!
 
„Was ich weiß, kann jeder Wissen. Mein Herz hab’ ich allein.” – Goethe

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Tschiep, Tschiep
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