Archiv für die Kategorie ‘Empfehlungen’
Sie gehört nicht nur als Frau des DDR-Schriftstellers Erwin Strittmatter zu den wichtigsten zeitgenössischen Lyrikerinnen. Jeder, der sich für deutsche Poesie interessiert, kennt die intensiven Gedichte Eva Strittmatters. Die ostdeutsche Lyrikerin verstarb kürzlich mit 80 Jahren am 3. Januar 2011 in Berlin. Durch ihre Gedichte lebt sie für immer weiter. In ihrer Lyrik verarbeitet sie auf offene und schonungslose Weise in eindrucksvoller Naturmetaphorik ihre Erlebnisse und Gefühle, ohne je kitschig oder banal zu werden. Viele Tausende Leser finden ihre eigene Gefühlswelt in dieser sensiblen bildhaften Lyrik und den bewusst positionierten Reimgebilden wieder. Dabei sind auch Ihre Gedichte aus dem frühen Werk aktuell und modern, weil sie von den zeitlosen, großen Themen handeln. Sie schreibt über die unausgesprochenen Träume, Ängste und Hoffnungen auf eine geheimnisvolle aber deutliche Weise. Wer Eva Strittmatter noch nie gelesen hat, sollte jetzt damit anfangen.
*
Eva Strittmatter – Leben und Werk online
Aus diesem Anlass sammle ich Tipps, wo man Eva Strittmatter online lesen und sich mit ihrem umfangreichen lyrischen Werk und Leben beschäftigen kann. Der Wikipedia-Eintrag über die Dichterin eignet sich gut, um einen Überblick ihrer Lyrik-Bände zu erhalten und sich über ihre Lebensdaten zu informieren. Fast alle ihre Bücher sind beim Aufbau-Verlag erschienen, und können dort direkt bestellt werden. Auch auf den Internetseiten des Verlages finden sich nicht nur biografische Hintergründe über ihr Leben auf einem Hof in Brandenburg, sondern auch Presse-Stimmen zu ihren Texten.
Die Journalistin Irmtraud Gutschke verfasste in der Zeitschrift Neues Deutschland einen lesenswerten und sehr sensiblen Nachruf auf die beliebte Dichterin. Beide lernten sich 2008 gut kennen, weil Gutschke Eva Strittmatter für einen Band über ihr Leben interviewte. Erschienen ist der sensible und offene Lebensbericht „Aus Leib und Leben“ als Taschenbuch beim Aufbau-Verlag als Unterhaltung zweier befreundeter Frauen. Für alle, die Eva Strittmatter aus ihrer eigenen Sicht kennen lernen wollen oder ihre Gedichte mögen, ein empfehlenswertes Buch über ein intensives Leben in drei deutschen Gesellschaften.
Wer neugierig auf die Gedichte Eva Strittmatters geworden ist und eine Leseprobe möchte, der findet hier einige Texte zum ersten Einlesen. Für weitere Tipps, wo man Eva Strittmatter Gedichte online lesen kann, bin ich jederzeit offen und dankbar. Kontaktiert mich einfach oder nutzt die Kommentar-Funktion.
* Bildquelle: Michael Peter, aboutpixel.de
Wird heutzutage eigentlich noch viel Karl May gelesen? Der geistige Vater und Schöpfer von Winnetou und Old Shatterhand lebt heutzutage eher wieder in zahlreichen Verfilmungen auf. „Der Schuh des Manitu“ ist die aktuellste und prominenteste filmische Umsetzung der Indianer-Romane. Früher war Karl May Lesestoff für viele Generationen jugendlicher Abenteurer. Er beschrieb den Wilden Westen, als an Cowboy-Filme und Film überhaupt noch lange nicht zu denken war. Damit prägte Karl May die Jugendphantasien und Sehnsüchte vieler junger Leute nach fernen Ländern und Abenteuern in der amerikanischen Prärie. Aber eigentlich liegt der Wilde Westen in Sachsen!
*
Karl May – in Sachsen wiedererweckt
Wer weiß heutzutage, dass Karl May aus Sachsen stammt, und im sächsischen Mittweida inhaftiert wurde? Meine Aufmerksamkeit gewann Karl May wegen eines spannenden Literaturprojekts der sächsischen Hochschule Mittweida. In Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Karl May Verlag Bamberg Radebeul und dem Karl May Museum Radebeul stellen Studenten der Medien Fakultät eine Weltrekordlesung in Karl Mays ehemaliger Gefängniszelle auf die Beine. Während sage und schreibe 42 Tagen lesen Prominente und Karl May-Fans in einer Nonstop Lesung aus seinem kompletten Gesamtwerk. Die Lesung beginnt am 14. März und endet am 3. Mai – genau so lange, wie May in Mittweida 1870 inhaftiert war. Mit ihrer Aktion wollen die Studententen der Hochschule nicht nur auf Karl May als bekanntesten und meistgelesenen deutschen Schriftsteller erneut aufmerksam machen, sondern streben auch einen Eintrag ins Guiness-Buch an. Die bisherige längste Lesung der Welt dauerte wohl 10 Tage. Für die Aktion wurden prominente Vorleser wie Tatort-Kommissar Peter Sodann gewonnen, die jeweils 20 Minuten aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen dürfen.
Mitmachen bei der längsten Dauerlesung der Welt!
Wer interessiert ist, oder schon lange ein leidenschaftlicher Karl May-Leser, der kann die Lesung online verfolgen, da sie live im Internet übertragen werden soll. Oder ihr meldet euch noch als Vorleser an und verhelft der Rekordlesung zum Erfolg. Wie ich auf gefangenevisionen.de gelesen habe, gibt es noch die Möglichkeit mitzumachen und Vorleser zu werden. Mehr über Karl May online und die Weltrekordlesung findet ihr auf den Seiten der Hochschule Mittweida. Wer gute Tipps hat, wo man Karl May online lesen kann, darf hier gern noch ergänzen. Ich freue mich auf den regen Austausch!
* Bildquelle: Grafik via gefangenevisionen.de
Schon fast ein wenig spät, am 3. Dezember dem Adventskalender-Wahnsinn im Netz einen Artikel zu widmen, aber ihr wisst ja wie das ist: Weihnachten, Jahresende, FSK prüfen, Terroristen verjagen …
Just in dem Moment, in dem ich den Gedanken fasste, eine Auflistung interessanter Adventskalender im Netz als Blog-Artikel zu posten, twitterte die gute @WortRatgeberin über ihre kleine Sammlung. Und da ich gerade viel zu sehr damit beschäftigt bin, Koffer an Berliner U-Bahnhöfen zu melden, lächelte ich nett und bekam diesmal sogar was dafür (klappt sonst nie
).
Deshalb widme ich diesen Post der WortRatgeberin. ![]()
Nun aber zum eigentlichen Thema: die Invasion der Adventskalender.
Es ist beinahe unmöglich – wenn man nicht den ganzen Tag im Netz mit Türchen öffnen verbringt – alle Adventskalender und -aktionen zusammenzufassen. Deshalb erhebe ich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Zusammenhang und stelle einfach nur nette Kalender vor, die mir zugetragen wurden oder gerade auffallen, sie kommen aber hauptsächlich aus dem Verlagsbereich, da ich die meiste Zeit mit Büchern im Netz zu tun habe. Die wichtigen Kalender solltet ihr eh schon kennen, zumindest die mit den fetten Gewinnen
Genug geschwafelt, hier die
Übersicht der Adventskalender und Adventsaktionen im Netz
+ Beginnen wir mit einem der, für mich persönlich, schönsten Adventskalender der Verlagsbranche: Kunstmanns komischer Kalender. Dieser wurde von Hauck & Bauer eigens für den Kunstmann-Verlag gezeichnet und verbirgt hinter jedem Türchen einen neuen komischen Comic-Sketch.
+ Der Verlag Eugen Ulmer bietet mit seinem Kalenderchen eine bunte Mischung aus Quiz, Geschenken und Gewinnen. Langweilig wird’s beim Adventskalender 2010 des Verlags Eugen Ulmer jedenfalls nicht.
+ Der Carl-Auer Verlag öffnet jeden Tag seine Archive und verbirgt hinter den Türchen Ausschnitte aus Klassikern des verlagseigenen Filmarchivs.
+ Beim Frieling-Verlag Berlin gilt es jeden Tag eine Frage aus der Welt der Bücher zu beantworten, um eine Neuerscheinung des Verlagsprogramms zu gewinnen.
+ Das Stadtmagazin Meier verbirgt hinter jedem schneebedeckten Plätzchen ebenfalls Gewinne, Gewinne, Gewinne.
+ Einen wirklich liebevoll gestalteten Adventskalender kann man auf den Seiten des FinanzBuch Verlages begutachten, falls man nicht bereits beim ersten Türchen daddelnderweise kleben bleibt.
+ Nicht so ganz ein Kalender, aber eine schöne Aktion gibt es zum sechsten Teil des Dark-Future-Hörspiels Cassandra’s Run ab morgen, dem 4. Dezember. Hier entscheiden die Hörer, wie es weitergeht, das Gesamtwerk gibt’s anschließend als Gratis-Download: Rauschgold – Wann, Wo und Wie?
+ Der Ulmer-Verlag hat gute Twitterer, die nämlich rechtzeitig “Hier!” geschriehen haben und deshalb auch noch mit dem Azubi-Adventskalender empfohlen werden. (allein die Idee des Azubi-Kalenders verdient eine Erwähnung): der Ulmer-Azubi-Adventskalender
+ Der Carlsen-Verlag hat mit den Monstern des Alltags sicher einige Postkarten-Stöberer in der Mayerschen zum Schmunzeln gebracht. Zu Weihnachten gibt es die dazu passenden Monster, die sich hinter den Toren des Monster-Adventskalenders verstecken.
Wer noch Vorschläge hat, die er unbedingt loswerden muss findet seinen Platz in den Kommentaren. (die übrigens auf Spam geprüft werden, Herr Kostenloses Seo-Ebook und Frau Ich-Verändere Ihrsexleben).
Das muss reichen. Viel Spaß beim Erkunden.
Copyright Illustration: Severin Klisch
Dieses E-Book-Gewinnspiel wurde mir per Mail zugetragen, ich poste die Pressemitteilung aus Faulheit und Gutgläubigkeit unbearbeitet. Viel Erfolg! (auch an den frisch gegründeten Capscovil Verlag) 
Literatur und Technik: Der Capscovil Verlag bringt diese beiden Bereiche zusammen und verlost pünktlich zur Vorweihnachtszeit 20 Gutscheine für die E-Book-App des Erstlingswerks „Richtungswechsel“ für iPhone, iPad und iPod Touch.
Der Roman „Richtungswechsel“ ist die erste Veröffentlichung des Capscovil Verlags. Darin führt die junge Protagonistin Alex ein rundum zufriedenes Leben. Mit Sascha meint sie, den richtigen Mann an ihrer Seite zu haben, und der neue Berater-Job bei einem führenden Solarunternehmen ist wie auf sie zugeschnitten. Innerhalb kurzer Zeit arbeitet sie sich tief in die innovative Technik ein und baut ein weitläufiges Netzwerk auf. Doch langsam zeigen sich Risse an der Oberfläche: Alex nimmt den Kampf um ihr privates Glück und gegen Ungerechtigkeit im Beruf auf. Bis zuletzt bleibt es spannend, denn das Schicksal mischt die Karten immer wieder neu. Wer hat am Ende das entscheidende Ass im Ärmel?
Die Autorin Alice N. York lebt und arbeitet im Großraum München. Warum sie unter Pseudonym schreibt, erschließt sich bei der Lektüre des Romans: Hier wird ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen eines Technologie-Konzerns gewagt, wie er nur aus der Feder eines Insiders stammen kann. Einprägsame Charakterstudien ergänzen die bewegenden Erfahrungen der erfolgreichen Frau in einer Männerdomäne – ein sensibles Thema, packend erzählt.
„‚Richtungswechsel’ passt perfekt in das Programm“ meint Britta Muzyk vom Capscovil Verlag. „Der Autorin ist es gelungen, wirtschaftsethische Fragen und High Tech zu einer spannenden Geschichte zu verbinden. In den Situationen, mit denen Alex in Privat- und Arbeitsleben konfrontiert wird, finden sich viele Leser wieder. Gleichzeitig polarisieren der langsame Spannungsaufbau und der Ausgang der Geschichte.“ Bei allem Technikbezug bleibt „Richtungswechsel“ auch für Laien verständlich, da die verschiedensten Facetten des Lebens berührt werden.
Die 41-jährige Wirtschaftsingenieurin plant bereits weitere Titel, in denen es um Technologie oder Wissenschaft geht. Aktuell wird das Projekt „Die Buchbande©“ mit technikbegeisterten Schülern umgesetzt.
Der Verlag freut sich, in Kooperation mit textunes 20 Gutscheine für die E-Book-App von „Richtungswechsel“ für iPhone, iPad und iPod Touch zu verlosen. Dazu muss folgende Gewinnspielfrage per E-Mail an richtungswechsel@capscovil.com beantwortet werden: Wie lautet der Name des Solarunternehmens, bei dem Protagonistin Alex ihre neue Stelle annimmt? Auf der Verlagswebsite: www.capscovil.com findet sich eine Leseprobe zum Buch, die bei der Suche nach der richtigen Antwort hilft.
Die Aktion läuft vom 23. November bis zum 03. Dezember 2010.
Wieder einmal stieß ich auf ein neues kostenloses Blog-Projekt zum Online-Lesen und das enthalte ich euch natürlich nicht vor.
Falkengrund ist ein Projekt des nicht ganz unbekannten Fantasy-Autors Martin Clauß (Autor von Romanen wie “Die Saat der Yôkai”, “Das Blut des Tako” oder “Der Atem des Rippers”), die im Januar 2005 begann und später leider wieder eingestellt werden musste(nach ca. 2000 fertigen Buchseiten). Aber Fantasy-Leser sind treue Geschöpfe, die sich nicht so einfach damit abfinden, wenn der Film, der da oben im Kopfkino gezeigt wird, plötzlich nicht mehr weitergeht.
Deswegen beschloss der Autor, das Projekt Falkengrund im Oktober 2010, noch einmal neu zu starten. Alle bisherigen Texte stehen wieder zum online lesen im Netz bereit, “neue Abenteuer werden geschrieben, offen gebliebene Geheimnisse nach und nach gelüftet, der groß angelegte Handlungsbogen wird endlich abgeschlossen.”
Ganz so “einzigartig” ist so eine Veröffentlichungsserie in Blog-Form zwar nicht unbedingt, aber zumindest schreibt hier ein erfahrener Fantasy-Autor, der nicht beabsichtigt, das Publikum zu langweilen und mit Sicherheit für den einen oder anderen Cliffhanger sorgen wird.
Die Story
Falkengrund ist kein Ort für Touristen und Kurgäste.
Wer sich auf den Weg durch den Schwarzwald macht, um das einsam gelegene ehemalige Jagdschloss aufzusuchen, hat einen bestimmten Grund dafür. Vielleicht gibt es für ihn keine andere Zuflucht mehr. Oder er erhofft sich Antworten auf nagende Fragen – Fragen, die ihm sonst nirgendwo beantwortet werden können. Seit mehr als einem Jahrhundert beherbergt Schloss Falkengrund eine kleine private Hochschule, deren Forschungsgegenstand das Übersinnliche ist. Dreizehn Schüler und ihre Dozenten stellen sich den finsteren Rätseln, und jeder von ihnen trägt ein persönliches Geheimnis mit sich. Ihr aller Schicksal erfüllt sich auf Schloss Falkengrund …
Altersfreigaben sind ja selbst für die offiziellen Prüfstellen nicht immer verlässlich und für Pädagogen und Eltern nicht immer verständlich (*hust*Harry Potter*hust*), aber ich schließe mich der Vorgabe des Autors an und empfehle allen ab 14 Jahren (auch mit 13 halten sich die Albträume in Grenzen) das Lesen dieser Ebook-Serie.
Ein Geizhals ist Martin Clauß nicht, denn die Ebooks lassen sich in folgenden Formaten lesen, downloaden und drucken: EPUB(Standard-Ebook-Format), PRC (Mobipocketformat), PDF (kennt Ihr, mit Aufhübschung und so) und als HTML-Seiten zum Online-Lesen im Browser des Vertrauens.
Da bleibt mir nichts mehr zu meckern. Gutes Konzept, dafür wünsche ich viel Erfolg.
Ja, die guten alten Märchen. Die hatte ich ja schonmal. Aber nicht so wie bei der Deutschen Welle. Versteht sich. Die bekommen ja auch Geld dafür. Und wollen Kinder glücklich machen …
Deutsche Welle widmet sich in einer neuen Multimedia-Reihe im Internet den guten alten Märchen aus aller Welt. Die weltweit verstreuten Mitarbeiter des deutschen Auslandssenders erzählen ihre Lieblingsmärchen, das natürlich alles mit O-Ton. Dazu gibt es eine deutsche Version des Märchens als Hörbuch zum Download und einen illustrierten Text zum Download oder zum Ausdrucken.
Der ganz besondere Bonus dürfte die Umsetzung der Märchen als Zeichentrickfilm sein. Und natürlich gibt’s den auch kostenlos im Internet.
Der Ordnung halber erwähne ich noch das offensichtliche Ziel des Projekts: den Dialog zwischen den Kulturen fördern.
Na, dann… Fröhliches Träumen!
>> Märchen aus aller Welt bei der Deutschen Welle
The European Library ist ein kostenfreies Internetportal, das den Zugang zu den Ressourcen der 48 Nationalbibliotheken Europas ermöglicht. Den Grundstein für dieses Portal legte das von der EU teilfinanzierte TEL-Projekt, das herausfinden sollte, ob und wie ein zentraler Zugriff auf alle Nationalbibliotheken der CENL möglich wäre. Nach erfolgreichem Abschluss, startete man 2005 die virtuelle europäische Bibliothek.
Zu den Vollmitgliedern der European Library gehören die Nationalbibliotheken von Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien (Florenz und Rom), Irland, Island, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Russland-Moskau, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern.
Die Bibliotheken dieser Länder sind bereits voll integriert, weitere 16 Nationalbibliotheken folgen.
Nun ging schließlich, mit Unterstützung von “Europas digitaler Bibliothek” Europeana, die Online-Ausstellung Reading Europe: European culture through the book an den Start und stellt auf ihrer Seite ca. 1000 der interessantesten Bücher Europas aus. Die Palette reicht von englischen Bestsellern des 18. Jahrhunderts bis zu mittelalterlichen Kochbüchern und gibt den Besuchern die Möglichkeit diese Meisterwerke der Buchkunst interaktiv und gebührenfrei zu erkunden. Die Sammlung wird ständig erweitert.
Die Bücher sind in verschiedenen Sprachen geschrieben, es finden sich u. a. auch handschriftliche Aufzeichnungen und erste Editionen unter den Büchern bei Reading Europe. Leider konnte man sich auf kein einheitliches Anzeigeformat einigen, manche Bücher sind derzeit nur als Cover im jpg-Format, andere als kompletter Scan – ebenfalls im ladezeitenunfreundlichen JPG-Format – einsehbar. Außerdem bekommt man einige Bücher als PDF zu lesen. Dieses Format-Wirrwar schmälert den guten Eindruck des Projekts ein wenig. Aber Startschwierigkeiten kennen wir schon von Europeana.
Jedes Buch ist mit Hintergrundinformation bestückt, die dem Besucher Einblick in die Entstehung von berühmten Klassikern, wie z. B. Don Quixote von Cervantes (in Spanisch) und Der Idiot von Fyodor Dostojewski (in Russisch), geben.
Die virtuelle Bibliothek lässt sich mithilfe der Suchfunktion erkunden oder aber nach verschiedenen Tags oder Kriterien (Land, Thematik, Sprache oder Zeit) durchstöbern.
Die Ausstellung lässt den Besucher diese Meisterwerke hautnah und interaktiv erleben. Die Bücher stammen aus den Sammlungen von 23 europäischen Nationalbibliotheken und sind in verschiedenen Sprachen – von Albanisch bis Jiddisch – geschrieben, darunter auch Handschriften und erste Editionen.
Zu jedem Buch gibt es Hintergrundinformation, die dem Besucher Einblick gibt in die Werdegeschichte von berühmten Klassikern. So zeigt Reading Europe zum Beispiel die erste Edition des Don Quixote von Cervantes (in Spanisch) und Der Idiot von Fyodor Dostojewski (in Russisch).
In Europeana finden Besucher zusätzliche Information über die Autoren, die in “Reading Europe: European culture through the book” vorgestellt werden. So sind nicht nur andere ihrer Werke zugänglich, sondern auch die ihrer Zeitgenossen..Mit einer einzigen Suchanfrage erschließen sich tausende von digitalisierte Texten sowie anderes kulturelles Material aus Europas Bibliotheken, Archiven und Museums.
Europeana entstand aus einer früheren Inititiative, The European Library. Beide Organisationen haben ihr unterkommen in der Koninklijke Bibliotheek, die niederländische Nationalbibliothek. Nach der erfolgreichen Implementierung eines multilingualen Portals durch The European Library, initiierte CENL auf Wunsch der Europäischen Kommission das Europeana Projekt. Alle Sammlungen europäischer National- und Universitätsbibliotheken, die durch The European Library zusammengebracht werden, sind auch in Europeana sichtbar.
Hier geht es zum Portal “Reading Europe: European culture through the book”.
Und hier geht es zur deutschsprachigen Version der European Library.
Viel Spaß beim Online-Lesen!
Die zweite Jahreshälfte bietet Bücherwürmern, -herstellern und -händlern auch in diesem Jahr wieder die größte deutsche Messe für Buchjunkies.
Kürzlich wurde ich auf die Messe-Präsenz von Forum Zukunft vom Börsenverein des deutschen Buchhandels aufmerksam gemacht. Dieses beschäftigt sich mit den aktuellen Entwicklungen der Buchbranche hinsichtlich Digitalisierung, Social Media und eCommerce. Und eben dieses Forum wird auch auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit einem Stand und kostenlosen Informationsmaterial (hoffentlich auch n paar Kulis oder Speicher-Sticks
, aber auch Informationen für tatsächlich inhaltlich Interessierte vertreten sein.
Da ich es immer gerne unterstütze, wenn alte Hasen versuchen, sich der neuen Umgebung anzupassen, empfehle ich den Besuch des “Forum Zukunft”-Messestandes.
Paid content, free content – Von welchen Möglichkeiten und Anbietern profitieren Verlage und Urheber? Sind freiwillige Bezahlmodelle für Inhalte im Internet sinnvoll? Wie lassen sich Social-Media-Aktivitäten in den Verlagsalltag integrieren? Welche Vorteile bietet das VLB als Preisreferenzdatenbank?
Diese Fragen und viele mehr werden im Forum Zukunft auf der Frankfurter Buchmesse mit Podiumsdiskussionen, Best-Practice-Beispielen und Experten-Vorträgen beantwortet. Unter dem Schlagwort „Pfadfinder“ organisiert das Team des Forum Zukunft zudem täglich einstündige Führungen zu zentralen Schauplätzen der Digitalisierung auf der Frankfurter Buchmesse. Bei den einzelnen Stationen der Führung werden die Teilnehmer über aktuelle digitale Trends und Themen informiert. Treffpunkt ist jeweils um 10 Uhr am Stand des Forum Zukunft.
Mit dem Forum Zukunft präsentiert der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Ideen und Strategien, wie die Zukunft der Branche gestaltet werden kann. Als Versuchslabor greift es Trends und aktuelle Themen auf und stellt sie auf den Prüfstand. Ziel ist es, sinnvolle Innovationen vorzustellen, Orientierung zu bieten und Impulse zu geben, eigene Taktiken zu entwickeln oder bestehende Geschäftsmodelle zu optimieren.
Der Gemeinschaftsstand von Forum Zukunft und der Bildungswerkstatt befindet sich in
Halle 4.0 D 1352.
Das komplette Programm vom Forum Zukunft gibt’s hier.

