Archiv für die Kategorie ‘Aufruf’

Hier ein kleiner Tipp, der mir per Mail zugetragen wurde und den ich gerne unterstütze, da ich schon immer ein Fan von guten Web 2.0-Projekten war…

 

 

Bild 6 in

"Es gibt Momente im Leben, bei denen man nicht genau weiß, ob man nun träumt oder alles tatsächlich wahr ist – und genau so ein Moment war dieser Montagmorgen im Februar."

Mit diesem Satz begann das Projekt Penopolis, ein Buch, das jeder mitschreiben kann und kostenlos zum Lesen im Internet veröffentlicht wird.

 

Willkommen bei Penopolis – dem einzigartigen Ort im Netz, an dem jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen kann! Bei Penopolis stand nur der erste Satz fest, wie sich die Story, Kapitel für Kapitel, weiterentwickelt schreibt und entscheidet Ihr, die Co-Autoren und die Community.

Aus einem Anfangssatz entstand so bisher eine Geschichte um Lene, eine eher erfolglose Schauspielerin, die zufällig in einen Mord verwickelt wird: Eine Joggerin stirbt in ihren Armen; erschossen. Doch bevor sie stirbt, hinterläßt sie Lene einen USB-Stick und einen Auftrag…

Was mit Lene weiter geschieht, was es mit dem USB-Stick auf sich hat und wer der Mörder ist – das liegt weiterhin an Euch! Jeder kann mitschreiben – oder wer lieber liest als schreibt kann mit abstimmen, welches Kapitel es ins Buch schaffen soll und die Geschichte weiterschreibt. 
 

Pro Kapitel gilt: Drei Tage Schreibzyklus und ein Tag Voting. Der aktuelle Zyklus und seine Dauer sind rechts als Wecker dargestellt.
 

 
Viel Zeit bleibt euch nicht mehr…ab heute noch knapp 2 Tage. (Sorry, aber ich hab's zuspät entdeckt)
Also, ihr Schreibwütigen und Kreativen, haltet euch ran, wenn ihr noch an dem Buch teilnehmen wollt. Es wird nach Abschluss des Projektes in gedruckter Form in den Buchhandel gehen.
 
Wer mitschreiben will, der muss sich kurz registrieren, aber das dürfte ja in der heutigen datenverschwenderischen Zeit kaum ein Problem darstellen.
 
Gute Unterhaltung und viel Spaß beim Kritzeln.
 
Update
(Danke für den Kommentar des Seitenbetreibers. Ich gehe davon aus, dass viele so unaufmerksam lesen wie ich und poste deshalb die Info aus den Kommentaren auch hier Icon Wink in )
Eine kleine Korrektur: Nur der aktuelle Schreibzyklus dauert noch knapp 2 Tage, danach wird für 24 Stunden abgestimmt, welche Kapitelversion als 7. Kapitel in unseren Kollektivroman einziehen wird.
Insgesamt geht unser Projekt über 30 Kapitel, es ist also noch genügend Zeit, mal vorbeizuschauen und mitzumachen. Daten werden bei uns nicht für Werbezwecke benutzt oder an Dritte weitergegeben, wir freuen uns natürlich als neue Plattform über jeden, der an unserem Projekt teilnimmt!

Dieser Artikel läuft ein wenig aus der Reihe, aber erstens geht es um ein Thema, das mir persönlich am Herzen liegt, zweitens bekam ich heute eine lächerliche Antwort auf meine Petition von Seiten Amazons und drittens ist der Online-Händler meiner Blog-Thematik nicht ganz fern.

Pelz in Dass der größte Online-Buchhandel Amazon nicht nur Bücher, E-Books und Kindle verkauft, dürfte wohl jedem klar sein. Das Sortiment umfasst eigentlich alles, was das Konsumentenherz begehrt und versorgt die kaufwillige Masse mit Schnäppchen und allem, was Kaufhäuser in der heutigen Zeit anbieten "müssen".
Viele bestellen ihre Bücher lieber bei Amazon, als im Buchladen nebenan. Und wenn sie schonmal dabei sind, können sie sich gleich die Portokosten für andere Händler sparen und bestellen sich die Uhr, die DVD, das Shirt oder das Parfum gleich mit.
Soweit so gut. Dagegen lässt sich nicht viel einwenden, außer dass so nicht nur die kleinen Buchhandlungen um die Ecke, sondern auch die anderen Fachgeschäfte, immer stärker kämpfen müssen, um zu bestehen.
Aber gerade die beherrschende Marktstellung macht Amazon zu einem Unternehmen, das eine gewisse Vorbildfunktion pflegen sollte, wie Beispielskandale in letzter Zeit immer wieder offenbaren (bestes Beispiel: rechtsextreme Bücher, NPD-Partnerschaft).

Für mich persönlich gibt es viele Gründe, bei diesem Unternehmen nicht zu kaufen, aber diese möchte ich hier nicht ausbreiten, sondern nur einen besonders wichtigen:
(ich zitiere aus dem Aufruf der Albert-Schweitzer-Stiftung, da ich dem nichts hinzuzufügen habe)

Immer mehr moderne Unternehmen entscheiden sich, Pelz aus ihren Sortimenten und Kollektionen zu verbannen. Aber gerade ein Unternehmen, von dem man eigentlich eine Vorreiterrolle erwarten würde, stellt sich quer: Amazon hält mit fadenscheinigen Ausreden am Pelzverkauf fest. Das Unternehmen lässt sich sogar zu der Aussage hinreißen, am Pelzverkauf über Drittanbieter festhalten zu wollen, um den Verbraucher nicht zu entmündigen.

Bis Amazon seine Firmenpolitik zum Thema Pelz ändert, raten wir von Einkäufen bei diesem Unternehmen streng ab. Wir haben unsere Partnerschaft mit Amazon gekündigt und arbeiten jetzt mit buch.de zusammen. Wenn Sie bei buch.de bestellen wollen, gehen Sie bitte über diese Seite – wir erhalten dann eine Verkaufsprovision, die zu 100% in unsere Tierschutz- und Tierrechtsarbeit fließt.

Der Geschäftsleitung von Amazon haben wir eine Dokumentation zum Thema Pelz zugeschickt. Unser Argument: Nicht jeder Konsument kennt die Hintergründe, und auch wenn es Menschen gibt, die Luxus über Tierleid stellen, heißt das nicht, dass man diese Geschmacklosigkeiten unterstützen sollte. Helfen Sie, dass dieses Argument gehört wird. Beteiligen Sie sich am Protest.

Wenn Sie Ihrem Protest Nachdruck verleihen wollen, können Sie Ihr Kundenkonto bei Amazon löschen lassen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Natürlich schrieb ich empört an das Unternehmen und bekam dieses lächerliche Standardschreiben zurück:

Guten Tag,

hier ist eine Nachricht von Amazon.de.

Vielen Dank für Ihre E-Mail zu den Pelz-Angeboten externer Verkäufer auf der Amazon-Plattform. Wir können nachvollziehen, dass Ihnen diese Angelegenheit sehr wichtig ist.

Amazons Ziel ist es, Kunden die größtmögliche Auswahl an Produkten zu bieten. Wir sind grundsätzlich der Meinung, dass Amazon – oder jeder andere Händler – nicht darüber entscheiden sollte, welche Produkte bzw. welche Inhalte von Kunden (nicht) erworben werden können, sofern diese legal erhältlich sind.

Um unseren Kunden diese Auswahl bereit stellen zu können, ermöglichen wir es Verkäufern über unsere Marketplace Plattform auch solche Produkte zu verkaufen, die manche Kunden für diskussionswürdig halten mögen. Wir glauben, dass unsere Kunden selbst entscheiden sollten, welche Produkte sie für ethisch vertretbar halten und welche sie kaufen möchten. Die Listung diskussionswürdiger Produkte bedeutet dabei keinesfalls, dass Amazon oder unsere Mitarbeiter die Produkte gutheißen.

Nur sind wir der Meinung, dass ein Händler für seine Kunden nicht die Grenze zwischen richtig und falsch ziehen sollte.

Ich hoffe, ich konnte unsere Haltung hier ein wenig erläutern. Ihr Feedback ist uns wichtig – vielen Dank, dass Sie uns Ihre Meinung mitgeteilt haben. Auch wenn wir auf dieses Thema nicht weiter eingehen können, hoffen wir, dass Sie unser Angebot weiterhin nutzen.

(Dies ist eine automatisch versendete E-Mail. Bitte antworten Sie nicht auf dieses Schreiben, da die E-Mail-Adresse nur zum Versenden, nicht aber zum Empfang von E-Mails eingerichtet ist.)

Freundliche Grüße

Kundenservice Amazon.de

Für mich ein weiterer Grund bei Amazon nichts zu kaufen oder zur Bestellung von Büchern von diesem Händler anzuregen.
Wer Bücher kaufen will, der kann jedes Buch beim Händler um die Ecke bestellen (Lieferzeit für Buchhandlungen i.d.R. 1 Tag) oder bei "sauberen" Online-Buchhändlern wie Buch.de erwerben. Für alle anderen Artikel gibt es mehr als genug Alternativen und oft auch zu besseren Konditionen als bei dem Giganten.
Die größten Unternehmen sind oft nicht gleich auch die günstigsten, aber der Konsument lässt leider allzu oft blenden.

Ich hoffe, ich konnte einige Leser zum Nachdenken über ihr Konsumverhalten anregen und einige Unterstützer für die Petition gewinnen.

Schickt eine Mail an Amazon und überlegt Euch, ob Ihr ein Unternehmen, das den rücksichtslosen Konsum fördert, weiterhin unterstützen wollt.

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Tschiep, tschiep...
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