Die Anfänge

In ihrer simpelsten Form gibt es eBooks bereits fast so lange die den Personal Computer. Bereits damals ließen sich Textdateien im ASCII-Format erstellen. Die Geschichte des eBooks reicht also weit zurück, nur war es damals noch keine Freude diese Texte zu lesen. 1971 wurde mit der Gründung des Project Gutenberg ein beachtlicher Schritt zur Etablierung des eBooks als Alternative zum regulären Buch getan. Die Idee dahinter war es, eine Bibliothek aller Werke deren Urheberrecht erloschen ist, anzulegen. Mittlerweile umfasst diese Sammlung ca. 22.000 Werke welche im txt- oder html-Format vorliegen. Somit wird aus der Geschichte des eBooks auch eine Sammlung und Zusammenfassung der Literatur. In den 80er Jahren wurden bereits Bücher per Diskette verkauft. Diese unterschieden sich vom Layout bereits deutlich von den normalen txt-Dateien. Wirklich bekannt wurde der breiten Bevölkerung das Prinzip des eBooks allerdings erst mit der Veröffentlichung des Spiels „Ultima Underworld“ dessen Handbuch im .pdf Format auf der CD beilag.

Der erste Boom

Die Geschichte des eBooks hätte bereits zu dieser Zeit zu einem Erfolg werden können, doch der große Boom um das digitale Medium verlief relativ schnell wieder. Nachdem sich die Diskette nur bedingt zur Verbreitung eignete, bot das Internet ab den 90er Jahren die perfekte Plattform. Zur selben Zeit sanken die Herstellungskosten von Hardwarekomponenten und 1996 brachte die Firma Palm die ersten massenmarkttauglichen PDAs auf den Markt. Zwar war ihr eigentlicher Nutzen ein anderer, allerdings konnten die Geräte auf .txt Dateien anzeigen und ebneten in der Geschichte des eBooks den Weg in Richtung mehr Mobilität. Anfang der 2000er Jahre wurden dann erste Geräte ausschließlich zum lesen von eBooks konzipiert. Allerdings waren die Preise im Vergleich zur Leistung keinesfalls gerechtfertigt und somit konnte sich das eBook aufgrund von fehlenden technischen Mitteln nicht durchsetzen. Durch Veröffentlichungsversuche des Horrorautors Stephen King mithilfe des Mediums eBook, erkannten allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits viele Autoren ihre Chance auf einen alternativen Weg der Veröffentlichung.

Erneuter Aufschwung

Doch obwohl die Begeisterung recht schnell wieder abgeflaut ist, ist die Geschichte des eBooks hier nicht vorbei. Das PDF hatte sich als digitales Format bereits etabliert, jedoch wurde es vorwiegend von der illegalen Szene verwendet. Nach dem ersten Flop wurde der gesamte eBook-Markt wieder auf ein Minimum reduziert. Stattdessen wurden Werke eingescannt und über das Internet verbreitet. Daraus wurde ersichtlich, dass durchaus ein Bedarf an digitalen Texten bestand, zum richtigen Angebot. Bis zum Happy End in der Geschichte des eBooks war es lediglich eine Frage der Zeit. Auch im kommerziellen Bereich wurde wieder vermehrt auf das Medium gesetzt. Vor allem Fachbücher wurden so erstellt, da es einige Vorteile brachte. Gewicht, Preis, die Möglichkeiten der Suchfunktion, Notizfunktionen und die Möglichkeit veraltete Informationen updaten zu können, gaben den Ausschlag. Aber auch digitale Romane wurden beliebter, dieses Mal sahen vor allem kleinere Verlage ihre Chance und setzen zum Teil vollständig auf das digitale Format. Durch moderne Smart Phones und die neuen Möglichkeiten des Internets war es nun Möglich eBooks bequem zu bezahlen und direkt in einem ansprechenden Layout auf das Endgerät zu downloaden.

Gegenwart des eBooks

Doch damit ist die Geschichte des eBooks noch nicht vorbei. Mittlerweile hält dieses Segment einen stabilen Marktanteil und befindet sich noch immer im Wachstum. Große Plattformen bieten bereits riesige Auswahl an verschiedensten Werken an und auch Autoren profitieren mithilfe des Self-Publishing von dem Trend. Ob das eBook das gedruckte Buch irgendwann übertrifft ist keine Frage mehr, sondern wann es soweit ist.

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