Archiv für Juni 2013

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und dass sieht man auch an einem der ältesten Medien der Welt, dem Buch. Viele Menschen möchten mittlerweile Bücher online lesen können und das gratis. Im Gegensatz zu Filmen und Musik die oftmals illegal hoch geladen wird, gibt es viele Wege legal und gratis Bücher online lesen zu können. Während sich vor ein paar Jahren nur Textauszüge und Abschnitte finden ließen, ist der Weg zu vollständigen Büchern die man gratis online lesen kann nicht mehr weit.

Gratis Bücher online lesen – Die größten Angebote

Eine der größten Plattformen um gratis Bücher online lesen zu können ist das Projekt Gutenberg. Hier werden historische Texte zusammengetragen von denen der urheberrechtliche Schutz nicht mehr gültig ist. Die Sammlung enthält mittlerweile mehr als 6000 Werke von über 1200 verschiedenen Autoren. Jedes der Bücher kann direkt gratis online gelesen werden. Alternativ kann man die komplette Sammlung auf DVD oder USB-Stick erwerben. Für einen Preis von 30-40€ handelt es sich wohl um eine der größten und günstigsten erwerbbaren Literatursammlungen. Die Internationale Variante des Projektes umfasst mittlerweile ca. 35.000 eBooks. Allerdings lassen sich auch über verschiedene Verlage und Literaturvereinigungen große Mengen an gratis Büchern zum online lesen finden. Zudem bieten viele Autoren ihre Werke zu Marketingzwecken kurzzeitig zum Nullpreis an. Wer also aktiv auf dem Online-Buchmarkt stöbert, der wird recht viele Möglichkeiten finden, gratis Bücher online lesen zu können.

Gratis Bücher online lesen und aktiv in die Handlung eingreifen

Eine Alternative, welche einem auch die Möglichkeit gibt neuere Bücher gratis online lesen zu können, ist das Buchblogging. Genau genommen geht es sogar kaum noch neuer, da man das Buch bereits während des Schreibprozesses, also vor der Veröffentlichung, liest. Der jeweilige Autor stellt regelmäßig neue Abschnitte Online. Die Leser können dann direktes Feedback zum Text und sogar Ideen geben, wie es möglicherweise weiter geht. Zwar muss man bei dieser Variante etwas länger auf neuen Lesestoff warten, dafür kann man auf diesen direkten Einfluss nehmen, was für einige Leser sicherlich auch eine interessante Erfahrung ist.

Die Anfänge

In ihrer simpelsten Form gibt es eBooks bereits fast so lange die den Personal Computer. Bereits damals ließen sich Textdateien im ASCII-Format erstellen. Die Geschichte des eBooks reicht also weit zurück, nur war es damals noch keine Freude diese Texte zu lesen. 1971 wurde mit der Gründung des Project Gutenberg ein beachtlicher Schritt zur Etablierung des eBooks als Alternative zum regulären Buch getan. Die Idee dahinter war es, eine Bibliothek aller Werke deren Urheberrecht erloschen ist, anzulegen. Mittlerweile umfasst diese Sammlung ca. 22.000 Werke welche im txt- oder html-Format vorliegen. Somit wird aus der Geschichte des eBooks auch eine Sammlung und Zusammenfassung der Literatur. In den 80er Jahren wurden bereits Bücher per Diskette verkauft. Diese unterschieden sich vom Layout bereits deutlich von den normalen txt-Dateien. Wirklich bekannt wurde der breiten Bevölkerung das Prinzip des eBooks allerdings erst mit der Veröffentlichung des Spiels „Ultima Underworld“ dessen Handbuch im .pdf Format auf der CD beilag.

Der erste Boom

Die Geschichte des eBooks hätte bereits zu dieser Zeit zu einem Erfolg werden können, doch der große Boom um das digitale Medium verlief relativ schnell wieder. Nachdem sich die Diskette nur bedingt zur Verbreitung eignete, bot das Internet ab den 90er Jahren die perfekte Plattform. Zur selben Zeit sanken die Herstellungskosten von Hardwarekomponenten und 1996 brachte die Firma Palm die ersten massenmarkttauglichen PDAs auf den Markt. Zwar war ihr eigentlicher Nutzen ein anderer, allerdings konnten die Geräte auf .txt Dateien anzeigen und ebneten in der Geschichte des eBooks den Weg in Richtung mehr Mobilität. Anfang der 2000er Jahre wurden dann erste Geräte ausschließlich zum lesen von eBooks konzipiert. Allerdings waren die Preise im Vergleich zur Leistung keinesfalls gerechtfertigt und somit konnte sich das eBook aufgrund von fehlenden technischen Mitteln nicht durchsetzen. Durch Veröffentlichungsversuche des Horrorautors Stephen King mithilfe des Mediums eBook, erkannten allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits viele Autoren ihre Chance auf einen alternativen Weg der Veröffentlichung.

Erneuter Aufschwung

Doch obwohl die Begeisterung recht schnell wieder abgeflaut ist, ist die Geschichte des eBooks hier nicht vorbei. Das PDF hatte sich als digitales Format bereits etabliert, jedoch wurde es vorwiegend von der illegalen Szene verwendet. Nach dem ersten Flop wurde der gesamte eBook-Markt wieder auf ein Minimum reduziert. Stattdessen wurden Werke eingescannt und über das Internet verbreitet. Daraus wurde ersichtlich, dass durchaus ein Bedarf an digitalen Texten bestand, zum richtigen Angebot. Bis zum Happy End in der Geschichte des eBooks war es lediglich eine Frage der Zeit. Auch im kommerziellen Bereich wurde wieder vermehrt auf das Medium gesetzt. Vor allem Fachbücher wurden so erstellt, da es einige Vorteile brachte. Gewicht, Preis, die Möglichkeiten der Suchfunktion, Notizfunktionen und die Möglichkeit veraltete Informationen updaten zu können, gaben den Ausschlag. Aber auch digitale Romane wurden beliebter, dieses Mal sahen vor allem kleinere Verlage ihre Chance und setzen zum Teil vollständig auf das digitale Format. Durch moderne Smart Phones und die neuen Möglichkeiten des Internets war es nun Möglich eBooks bequem zu bezahlen und direkt in einem ansprechenden Layout auf das Endgerät zu downloaden.

Gegenwart des eBooks

Doch damit ist die Geschichte des eBooks noch nicht vorbei. Mittlerweile hält dieses Segment einen stabilen Marktanteil und befindet sich noch immer im Wachstum. Große Plattformen bieten bereits riesige Auswahl an verschiedensten Werken an und auch Autoren profitieren mithilfe des Self-Publishing von dem Trend. Ob das eBook das gedruckte Buch irgendwann übertrifft ist keine Frage mehr, sondern wann es soweit ist.

Ein Buch zu verlegen war bis vor einem Jahrzehnt noch mit einem erheblichen Arbeitsaufwand sowie größeren Investitionen verbunden, weswegen Verlage in diesem Bereich mehr oder weniger eine Monopolstellung einnahmen. Durch den Digitaldruck sowie die Möglichkeit Bücher auch ungedruckt als eBook zu verlegen, hat sich dies zu Gunsten der Autoren verschoben. Diese haben nun die Möglichkeit auch ohne Verlag ihre Bücher verlegen zu lassen oder über Drittanbieter zu verkaufen. Früher musste man um ein Buch verlegen zu können, zuerst Druckformen der einzelnen Seiten erstellen um das Werk vervielfältigen zu können. Dies bedeutete, dass das Verfahren erst ab einer bestimmten Auflage lohnenswert wurde und sich somit auch nur für große Anbieter anwendbar war. 

Selbst ein Buch verlegen

buch verlegenHeute kann jeder Autor selbst sein Buch verlegen. Dies geschieht über zwei verschiedene Verfahren, die erste Möglichkeit ist das sogenannte Book on Demand (BoD). Hier werden die Bücher im Digitaldruck erstellt, dies bedeutet, dass keine Druckvorlage notwendig ist. Es wird lediglich die fertige Textdatei benötigt. So können auch kleinere Auflagen zu einem erschwinglichen Preis gedruckt werden und es gibt zudem die Möglichkeit, bei Bedarf jederzeit Bücher nachzudrucken. Bei vielen Anbietern des BoD-Verfahrens wird das Buch sogar gleich in verschiedenen Shops gelistet.

Die zweite Methode um günstig sein Buch verlegen zu lassen, kommt vollständig ohne drucken aus. Der Autor erstellt bei einem Anbieter ein eBook, also einfach ein digitales Buch, welches gekauft und anschließend runtergeladen werden kann. Der Vorteil ist hier natürlich, dass diese Vorgehensweise um sein Buch zu verlegen sehr kostengünstig ist. Dafür sind die Preise für eBooks auch um einiges geringer als bei ihrem gedruckten Pendant. Bei BoD als auch bei eBook Anbietern sollte man jedoch im Vorfeld auf die genauen vertraglichen Bindungen achten, bevor man sein Buch verlegen lässt. Diese unterscheiden sich zum Teil sehr stark und haben auch großen Einfluss darauf, ob man das Buch noch an andere Stelle veröffentlichen darf, wie viel Gewinn man macht u.a..

Weitere Aufgaben zum erfolgreichen Buch verlegen

Selbstverständlich beziehen sich die oberen Angaben lediglich auf die Vervielfältigung und Verbreitung des geschriebenen Buches. Die weiteren Aufgaben eines Verlegers müssen ebenfalls vom Autor bzw. von einem Drittanbieter übernommen werden. Einige dieser Leistungen sind ebenfalls bei manchen Anbietern bei denen man sein Buch verlegen kann buchbar. Zu diesen zusätzlichen Aufgaben gehören das Korrektat, noch besser ein professionelles Lektorat, die Werbung für das Buch sowie die Gestaltung des Covers. Ein Buch verlegen im Alleingang ist somit ein nicht unerheblicher Arbeitsaufwand und sollte somit nicht ohne entsprechende Vorkenntnisse angegangen werden. Leider sehen sich viele Autoren auch als professionellen Verleger und so kommen derzeit viele qualitativ mangelhafte Werke auf den Markt.

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