Archiv für März 2013

Als eBook bezeichnet man digital dargestellte Bücher – elektronische Bücher. Im einfachsten Sinne ist ein eBook eine Textdatei, welche in der Formatierung eines regulären Buches über eine passende Software auf Geräten wie Laptops, Tablets und eBook-Readern dargestellt wird. Nachdem wir unsere Post weitestgehend per eMail – der elektronischen Post – versenden, so zieht die Literatur und der Buchmarkt mit dem eBook zeitverzögert, aber kräftig nach. Da natürlich jedes Buch anders ist, genauso wie die Plattformen auf denen eBooks erscheinen, gibt es zwei Möglichkeiten für die digitale Variante.

 Varianten des eBooks

Das digital-optische Abbild versucht das Original möglichst genau als eBook darzustellen, es möglichst wirklichkeitsgetreu abzubilden. Das bedeutet, dass quasi die Druckvorstufe des Buches als Produkt für eBooks angeboten wird. Natürlich lassen sich das haptische Gefühl und viele anderen Eigenschaften eines Buches nicht in einem eBook darstellen, weshalb ein „Nostalgie-Effekt“ fragwürdig ist – es ist wohl eher etwas für Puristen.

 Die Alternative und bei Jüngerne vermutlich beliebter ist das strukturell-funktionale Abbild. Aufgrund der Unterschiede in Format und Handhabung ist diese auch die häufiger genutzte Methode. Bei ihr wird der Text unabhängig vom Original spezifisch für die Kompatibilität mit dem eBook formatiert. Eigenschaften wie Umblättern, Inhaltsangabe und Lesezeichen werden künstlich eingebaut, um die buchtypischen Eigenheiten digital zu verpacken. Dafür lässt sich Letzteres technisch erweitern mit multiplen Lesezeichen (die nicht raus fallen können), einer Suchfunktion und dem Vorteil, hunderte Bücher auf die Größe einer Zeitschrift zu reduzieren. Die technischen Anreicherungen können also vielmehr „die Illusion“ eines echten Buches suggerieren.

Die Geschichte des eBooks

eBookBereits 1971 wurde das ‘Project Gutenberg’ gegründet, welches rechtefreie Literatur unkommerziell und digital zur Verfügung stellen wollte. Im Vergleich zu heute konnte man aber noch in keiner Weise vom eBook – wie wir es heute kennen – sprechen. Die Bücher wurden unstrukturiert als Textdateien angeboten. Bis Anfang der 2000er Jahre kamen immer neue Ideen für die digitale Umsetzung von Büchern dazu, jedoch fehlte die geeignete Plattform für den kommerziellen Vertrieb. Die Verlage sahen bis zu diesem Punkt auch noch keinerlei Konkurrenz durch die eBooks, da der Büchermarkt aufgrund von Verkaufsplattformen wie Amazon boomte. Den ersten Durchbruch erreichte das eBook im Bereich der Fachliteratur. Hier waren Kriterien wie Haptik, Aussehen und Dramaturgie eher unwichtig – im Vergleich zu Funktionen wie der Volltextsuche. Bereits 2007 waren 30% aller Fachbücher in digitaler Form erhältlich. 2011 stieg der Umsatz durch eBooks um über 70% im Vergleich zum Vorjahr und erreichte damit erstmals einen Anteil von einem Prozent am gesamten Buchmarkt. Durch die Einführung und langsame Verbreitung von Plattformen zum mobilen lesen findet das eBook immer größere Akzeptanz. Bis es dem regulären Buch die Stirn bieten kann, werden allerdings noch einige Jahre vergehen, wobei Deutschland sich hier mehr Zeit lässt, als beispielsweise die Nordamerikaner.

Vertrieb von eBooks

Der Vertrieb der eBooks gestaltet sich sehr einfach. Man kann direkt über die Plattform auf der man lesen möchte auf eine große Auswahl an Shops zugreifen. Nach der Wahl der Lektüre durchläuft man den üblichen Bezahlvorgang und kann sich das Werk anschließend herunterladen. Zusätzlich gibt es bereits Mietmodelle, bei denen die Bücher lediglich ‘ausgeliehen’ werden. Hierzu ist eine konstante Internetverbindung nötig. Man bezahlt für eine Anzahl an Slots, in welche man die gewünschten Buchtitel packen kann. Diese können nun gelesen werden, ohne dass sie sich im Besitz des Lesers befinden. Auch zum Thema Kopierschutz gibt es bereits Ideen. Beispielsweise werden digitale Wasserzeichen in das Textdokument eingebettet, worüber illegal kursierende eBooks auf ihren Urheber zurück verfolgt werden können.

 

Quellen: Bild : commons.wikimedia.org  Urheber: Maximilian Schönherr

Das Schulbücher-Online-Lesen ermöglicht es Schülern, auf den Lernstoff zuzugreifen, den sie für ihre aktuellen Themen benötigen. Die Frage ist nur, ob Lehrer sich damit zufriedengeben, wenn die Schüler sich anderweitig mit den Themen beschäftigen, anstatt es im klassischen Schulbuch nachzuschlagen, da es vielfach keine offiziellen Fachbücher sind.

Differenzierung – analog zum materiellen Buch

Bei den Schulbüchern zum Online-Lesen unterscheidet man zwischen Übungs-, Lehr- und Arbeitsbuch sowie Nachschlagewerken und Materialsammlungen.

Vorteile beim Schulbücher-Online-Lesen

Die Vorteile des Schulbücher-Online-Lesens liegen natürlich in der geringen Anschaffungszeit. Wenn man etwas über ein bestimmtes Thema wissen möchte, fällt es einem sehr leicht, das spezifische Schulbuch online zu lesen. Kreativ und gestalterisch gesehen, bietet das Schulbücher-Online-Lesen einiges mit sich. Unterschiedliche und dynamische Farben, ein hilfreiches Stichwortverzeichnis und einladende Darstellungen runden das Schulbücher-Online-Lesen ab.

Das Kultusministerium oder andere Behörden entscheiden, welche Schulbücher zum Online-Lesen zugelassen werden. Sie müssen mit den Lehrplänen übereinstimmen und der Inhalt der Schulbücher, die man online lesen kann, wird unter Umständen von einer wissenschaftlichen Kommission freigegeben.

Der Lernstoff der Schulbücher, die zum Online-Lesen zur Verfügung stehen, muss unter vereinfachter Form diese Kriterien erfüllen:

Der Lernstoff muss

  • dem Alter der Schüler entsprechen.
  • dem Lehrplan folgen.
  • fachlich korrekt sein.
  • didaktisch aufgearbeitet sein.

 

Schulbücher online zu lesen ist eigentlich genau das richtige für unsere heutige Zeit. Wir verbringen viel Zeit im Internet und können uns dort zahlreiche Informationen einholen. Allerdings ist nicht jeder Lehrer vom Schulbücher-Online-Lesen überzeugt, obwohl es viele Vorteile mit sich bringt. In Zukunft werden sich vermutlich online lesbare Schulbücher dennoch weiter durchsetzen, da die Entwicklung elektronischer Lesegeräte voranschreitet.

Vielleicht sind die Lehrer der nächsten Generation dem gegenüber aufgeschlossener und merken, dass Bücher und Blätter in der Schule nicht mehr notwendig sind. Es wird höchstwahrscheinlich immer mehr in die Richtung der neuen Medien gehen und eines Tages kommen Kinder mit ihren Netbooks, Laptops und Tablet-PCs in die Schule, womit sie ihre Schulbücher online lesen können.

 

Bildquelle: The Avery Coonley School, Wikimedia Commons

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