Online Lesen und die Welt des Internets, das ist kein Widerspruch zum Journalismus. Blogs, Foren, Twitter, YouTube und Internet-Magazine sind eine Herausforderung für den Journalismus. Einerseits ein Problem für Zeitungsschreiberlinge, aber andererseits eine große Chance und eine ausgezeichnete Gelegenheit für gute Journalisten. Durch das Online Lesen und die Online-Lesebereitschaft haben gute Journalisten eine größere Reichweite und können sich persönlich als Journalist profilieren, anstatt unter einer Verlagsdecke zu verschwinden. Man kann gezielt die Beiträge einzelner Journalisten verfolgen, sofern diese ein Angebot, z.B. durch einen Blog, machen.

Journalismus vs Online-LesenMan kann sich zu bestimmten Themen an bestimmte Journalisten halten. Der Fokus verlagert sich zwar nicht von den Verlagen zu einzelnen Journalisten, jedoch wird einzelnen Personen mehr Beachtung geschenkt,  und die Institution des Verlags verliert ihr Monopol.

Ein Kontra-Argument ist die Vielzahl an Bloggern und Scheibenden die den Jouranlismus verschlechterten. Aber ein schreibender Bürger, z.B. ein Blogger, ist noch kein Journalist. Journalisten können solche Phänomene aber nutzen und journalistisch aufbereiten (z.B als Redakteur und Korrektor). Den Journalismus betrifft dieses Argument nicht, wenn Leser einen journalistischen oder einen laienhaften Beitrag nicht als solchen erkennen.

Fazit: Guter Journalismus ist online noch besser!

  • Journalismus online noch besserGuter Journalismus ist nicht an das Medium der Zeitung oder des Magazins (aus Papier) gefesselt, sondern kann sich im Internet viel weiter ausdehnen und entfalten.
  • Journalisten lesen bei Ihrer Recherche auch viele Online-Quellen (die Quellengrundlage wächst).
  • Es gibt (kaum eine) keine Beschränkung hinsichtlich der Länge des Artikels.
  • Die Kosten der Veröffentlichung sinken und erlauben es auch Neulingen und Engagierten, sich journalistisch zu profilieren.
  • Journalistische Beiträge können sofort online hochgeladen werden und sind sofort verfügbar.
  • Die Druckkosten entfallen beim Online-lesen.
  • Allerdings fallen „Medienbeschaffungskosten“ an (PC, E-Book Reader), die ebenfalls  Stromkosten verursachen.
  • Ein journalistischer Artikel ist weltweit abrufbar, dort wo keine Zensur herrscht.
  • Journalisten können sich über das Internet (auch: Twitter) weltweit und in Echtzeit austauschen.
  • Es können eine Vielzahl journalistischer Bilder auf einer Seite bereitgestellt werden, im Print-Bereich ist das schwierig, teuer oder nicht möglich.
  • Smartphones machen das Internet immer und überall verfügbar, damit auch das Online-Lesen

Es geht also nicht um den Publikationskanal, sondern um die Qualität des Journalismus!

 

*Fotos von Frank Hamm bei flickr

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