Lange bevor es E-Books gab trugen in New York Bibliotheksangestellte im Außendienst Schusswaffen mit sich, wenn sie säumigen Ausleihern Hausbesuche abstatteten. Zusammen mit dem Trend des Online Lesens werden auch in unserer Epoche die Zeiten härter. Die Umsätze des gedruckten Buchs gehen immer mehr in den Keller und immer mehr Online Leser suchen in dubiosen Download Portalen nach kostenlosen E-Books. Nicht nur überteuerte E-Books, sondern auch ein lästiges Digital Rights Management und Kopierschutz spielen hier eine Rolle.

E-Books und Kopierschutz

E-BooksDer Autor Matt Mason hat eine neue Version der Vermarktung der Printversion seines Buches „The Pirate’s Dilemma“ mit einer E-Book Version vorgestellt, bei der der Kunde den Preis angefangen bei null Cent selbst bestimmen kann. Auch Autoren wie Paul Coelho oder Cory Doctorow haben auf diese Weise die Verkaufszahlen ihrer gedruckten Bücher in die Höhe getrieben. Matt Mason folgerte: „Piracy isn’t a threat, it’s an opportunity“. Das Für und Wider in der Kopierschutz Angelegenheit hat E-Book Händler auf andere Ideen gebracht. Wie in der Musikwelt wird der Verkauf von E-Books bald von monatlichen Flatrates abgelöst und Amazon plant für Premiumkunden einen kostenlosen E-Book Verleihservice.

Die E-Book Verleger auf der Jagd nach den Dieben

Einer aktuellen Studie zufolge wurden im Jahr 2010 rund 14 Millionen E-Books illegal heruntergeladen. Das sind zwei Drittel von allen 23 Millionen E-Book Downloads. Bei der Vorstellung der oben genannte Studie auf der Frankfurter Buchmesse verkündete der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Alexander Skipis: „Ohne Aufklärung und gegebenenfalls Sanktionen für illegales Verhalten funktioniert der E-Book Markt auf Dauer nicht.“ Es wurde vorgeschlagen, dass die Provider die Netzaktivitäten Ihrer Kunden stärker überwachen und gegebenenfalls Warnhinweise einblenden sollten. Erst hat die Unterhaltungsindustrie CD- und DVD-Raubkopierer und dann das Downloaden von MP3s bekämpft. Was haben die Androhung von Netzsperren und einschüchternde Anzeigenkampagnen letztendlich gebracht?

Foto: flickr, Irish Typepad

 

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