Archiv für Oktober 2011

Lange bevor es E-Books gab trugen in New York Bibliotheksangestellte im Außendienst Schusswaffen mit sich, wenn sie säumigen Ausleihern Hausbesuche abstatteten. Zusammen mit dem Trend des Online Lesens werden auch in unserer Epoche die Zeiten härter. Die Umsätze des gedruckten Buchs gehen immer mehr in den Keller und immer mehr Online Leser suchen in dubiosen Download Portalen nach kostenlosen E-Books. Nicht nur überteuerte E-Books, sondern auch ein lästiges Digital Rights Management und Kopierschutz spielen hier eine Rolle.

E-Books und Kopierschutz

E-BooksDer Autor Matt Mason hat eine neue Version der Vermarktung der Printversion seines Buches „The Pirate’s Dilemma“ mit einer E-Book Version vorgestellt, bei der der Kunde den Preis angefangen bei null Cent selbst bestimmen kann. Auch Autoren wie Paul Coelho oder Cory Doctorow haben auf diese Weise die Verkaufszahlen ihrer gedruckten Bücher in die Höhe getrieben. Matt Mason folgerte: „Piracy isn’t a threat, it’s an opportunity“. Das Für und Wider in der Kopierschutz Angelegenheit hat E-Book Händler auf andere Ideen gebracht. Wie in der Musikwelt wird der Verkauf von E-Books bald von monatlichen Flatrates abgelöst und Amazon plant für Premiumkunden einen kostenlosen E-Book Verleihservice.

Die E-Book Verleger auf der Jagd nach den Dieben

Einer aktuellen Studie zufolge wurden im Jahr 2010 rund 14 Millionen E-Books illegal heruntergeladen. Das sind zwei Drittel von allen 23 Millionen E-Book Downloads. Bei der Vorstellung der oben genannte Studie auf der Frankfurter Buchmesse verkündete der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Alexander Skipis: „Ohne Aufklärung und gegebenenfalls Sanktionen für illegales Verhalten funktioniert der E-Book Markt auf Dauer nicht.“ Es wurde vorgeschlagen, dass die Provider die Netzaktivitäten Ihrer Kunden stärker überwachen und gegebenenfalls Warnhinweise einblenden sollten. Erst hat die Unterhaltungsindustrie CD- und DVD-Raubkopierer und dann das Downloaden von MP3s bekämpft. Was haben die Androhung von Netzsperren und einschüchternde Anzeigenkampagnen letztendlich gebracht?

Foto: flickr, Irish Typepad

 

Online lesen boomt, auch im Land des Lächelns. Nachdem der E-Book Markt in Süd Korea einen fast so hohen Marktanteil wie in den USA aufwies, ist zu erwarten, dass sich auch in anderen asiatischen Ländern, allen voran China, das Online Lesen immer mehr verbreitet. Es wird prognostiziert, dass China im Rahmen des E-Book Booms Deutschland vom zweiten Platz der weltgrößten Buchmärkte verdrängen wird.

Weit entfernt vom Online Lesen: Ein kleiner Buchladen in Tianze

Chinesisches E-BookEs gibt sie noch die Leute, die gerne beim Lesen eine Papierseite anfassen und die Tinte riechen und von Online lesen nichts wissen wollen. Ich bin da auf die interessante Geschichte des Buchladens Tianze im Stadtzentrum von Tianjin gestoßen. Herr Li Weijie ist ein regelmäßiger Besucher dieses Buchladens. Er bevorzuge traditionelle Buchläden im Gegensatz zum Online Lesen und gehört damit zu einer immer kleiner werdenden Minderheit. Immer mehr Leute nehmen die Chance auf ein Sonderangebot wahr, wenn sie Bücher online lesen.

Traditioneller Buchhandel versus Online Lesen

Die Buchhandlung Tianze ist bei einer Auswahl von über 10 000 Büchern auf 120 Quadratmetern gar nicht so klein. Die Besitzerin des Buchladens Bian Hong ist darüber besorgt, wie durch das Online Lesen ein immer größerer Druck auf traditionelle Buchläden ausgeübt wird. Sie kann auf ein Buch maximal 20 Prozent Rabatt anbieten, während Freunde des Online Lesens neue Bücher mit Rabatten von bis zu 40 Prozent erwerben können. Bian denkt jedoch nicht daran, ihren Buchladen aufzugeben. Sie hat viele treue Stammkunden und zählt auf Qualitäten wie Kommunikation und Beratung vor Ort, die Freunden des Online Lesens entgehen. Ein weiterer kleiner Buchladen in derselben Stadt heißt Xuehai. Er ist auf ausländische Bücher und Zeitschriften spezialisiert. Der Inhaber gibt sich entspannt, was die Online Konkurrenz angeht. Er glaubt nicht an das Aussterben der traditionellen Buchläden. Man müsse sich einfach verbessern und die Vorzüge, die andere Buchläden nicht haben, herausfinden.

Es ist schön, zu sehen, dass es nach wie vor eine Begeisterung für das analoge Lesen gibt und eine friedliche Koexistenz von Online Lesen und traditionellem Schmökern wäre wünschenswert.

Bild: flickr, Jago Pauwels

Nachdem kürzlich Amazon seinen neuen, abgespeckten und günstigeren E-Book Reader auf den Markt gebracht hat, zieht buecher.de nach. Der neue Trekstor E-Book Reader 3.0 ist für unter 60 Euro zu haben und liegt damit 40 Euro unter dem Amazon Preis.

Der neue Trekstor E-Book Reader unter die Lupe genommen

Vor zwei Jahren noch musste man für entsprechende E-Book Reader noch 200 Euro auf den Tisch legen. In diesem Jahr wurden die Geräte deutlich billiger und finden auch immer mehr Käufer. Heute bekommt man erstklassige E-Book Reader mit reichhaltiger Ausstattung schon für etwa 100 bis 150 Euro. Bei diesem Preisgefälle sticht ein Gerät deutlich hervor, der Trekstor 3.0 E-Book Reader. Für 59,99 Euro wird das Gerät derzeit von den Buchhandelsketten Hugendubel und Weltbild vertrieben. Mit welchen Funktionen kann der E-Book Reader aufwarten und wie lange kann man damit lesen?

Merkmale des E-Book Reader 3.0 von Trekstor

Dickes Buch und kleines E-BookDas Lesegerät ist 270 Gramm schwer und verfügt über ein 7 Zoll TFT-Farb-Display mit einer Auflösung von 800 mal 480 Pixel. Der E-Book Reader gibt die E-Books in den Formaten ePub, PDF TXT und FB2 wieder, kann auch Farbfotos anzeigen und auch Musik in den Formaten MP3, OGG, WAV und WMA wiedergeben. Man kann die Bücher in Ordnern sortieren und in fünf Schriftgrößen anzeigen lassen. Der interne Speicher des Trekstor E-Book Reader ist 2 GB groß und bietet Platz für ca. 1500 E-Books. Mithilfe einer microSD-Speicherkarte kann der kann der Speicher auf 32 GB erweitert werden.

Vor- und Nachteile des neuen E-Book Readers

Obwohl das Gerät auf den ersten Blick solide aussieht, kann man es mit anderen E-Book Reader der Konkurrenz Amazon und Sony nicht vergleichen. Das Farb-Display mit Hintergrundbeleuchtung ist sicherlich ganz attraktiv, aber auf einem E-Book Reader nicht zu gebrauchen. Mit der e-Ink Technologie ist man da auf jeden Fall besser bedient, da man den Eindruck gewinnt, das E-Book sei auf richtigem Papier gedruckt. Im großen und ganzen bietet das neue Lesegerät von jedem etwas, kann aber nichts wirklich gut. Die Akku-Laufzeit ist zu kurz und als MP3-Player ist es zu groß.

Meiner Meinung nach ist es besser, sich ein günstigeres und zuverlässigeres Gerät wie zum Beispiel den neuen Kindle E-Book Reader von Amazon für nur 99 Euro zu holen, der neben der e-Ink Technologie auch WLAN bietet.

 

Bild: flickr, ceslava.com

E-Books für Pfennigfuchser?Ebook und Buch

E-Books werden immer billiger. Wenn man einmal vom Anschaffungspreis von E-Book Readern absieht, sind E-Books im Vergleich zu gedruckten Büchern durchwegs günstiger. Bei einem Vergleich von neun Online Shops wurde ermittelt, dass E-Books bis zu 29 Prozent günstiger als Taschenbücher sind. Eine Taschenbuch Neuerscheinung, die im Buchladen durchschnittlich 18,90 Euro kostet ist als E-Book Version schon für 13,49 Euro zu haben.

Wie sieht es mit dem Angebot an E-Books aus?

Es wurden aus sechs Kategorien 50 Titel bei Online-Händlern ins Visier genommen. 70 Prozent der gesuchten Sachbücher und 62 Prozent der aktuellen Bestseller waren im E-Book Angebot. Unter den Klassikern der Literatur fand man nur ein Viertel der gesuchten Titel in elektronischer Form. Das größte Angebot fand man bei den Online-Händlern Amazon und iTunes von Apple. Diese Anbieter lassen jedoch nur ihre eigenen E-Book Reader zu.

Der E-Book Reader

Ohne eine entsprechendes Lesegerät kann man natürlich keine E-Books lesen. Hier gibt es ein breit gefächertes Angebot. Es gibt E-Book Reader mit E-Ink Technologie, deren Optik einer echten Papierseite am nächsten kommt. Diese Lesegeräte brauchen sehr wenig Strom und halten mehrere Wochen ohne Aufladen durch. Es gibt auch die immer populärer werdenden Tablet Computer, die den Vorteil eines Farbdisplays aufweisen, aber mehr Strom verbrauchen und insgesamt viel teurer sind.

Kostenlose E-Books

Viele Romane, Erzählungen und Dramen, die der klassischen Literatur zugeordnet werden, kann man bei Projekt Gutenberg online lesen oder herunterladen und auf einem E-Book Reader lesen, und das kostenlos. Dieses Projekt wurde mithilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern in über 200000 Arbeitsstunden erarbeitet und bietet mehr als 5500 Werke allein in der deutschen Sprache an. Auch andere Anbieter wie freebook.de bieten elektronischen Lesestoff zum Nulltarif an. Auch die Online-Shops von Amazon und Apple bieten neben Ihrem kostenpflichtigen Programm viele E-Books kostenlos an.

Bild: Wikimedia Commons

Der Mann hinter den Macs, iPhones, iPads und der Marke Apple, Steve Jobs ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Man weiß nicht viel über den Mann, der die Welt der Computer, Gadgets und Technikspielzeuge geprägt hat wie kein anderer.

Die frühen Jahre von Steve Jobs

Steve Jobs kam aus einfachen Verhältnissen und wurde nach seiner Geburt am 24. Februar 1955 von seiner Mutter, die eine Studentin war zur Adoption freigegeben. Er wuchs dann in ärmlichen Verhältnissen als Adoptivsohn eines Tagelöhners in Silicon Valley auf. Steve Jobs brach nach nur sechs Monaten die Universität ab, experimentierte mit Drogen und brachte sich mit Nebenjobs durch. Im Jahr 1974 stellte sich Steve Jobs bei der Firma Atari vor und kam, wie sich sein Chef später erinnerte in Lumpen gekleidet in einer Art Hippie-Outfit zum Vorstellungsgespräch.

Steve Jobs und der Apple Computer

Steve JobsIm Jahr 1976 gründete Steve Jobs in der Garage seiner Eltern mit seinem Freund Steve Wozniak die Firma Apple. Die beiden waren ein gutes Team. Steve Jobs war der Geschäftsmann und Wozniak der Bastler. Jobs überredete einen örtlichen Elektrohändler 50 Exemplare des Apple I zu kaufen. Dies half, die 1300 Dollar Startkapital zu vervielfachen. Nachdem der Apple II zum Hit wurde, folgte im Jahr 1984 der erste Mac.

Weitere Karrierestationen im Leben von Steve Jobs

Steve Jobs wurde sehr schnell sehr reich, obgleich er es nie für das Geld getan habe, wie er sagte. Nach internen Streitigkeiten wurde Steve Jobs 1985 von Apple gefeuert. Schnell baute er ein neues Computerunternehmen namens Next auf und kaufte das Animationsstudio Pixar, das er im Jahr 2007 für 7,4 Milliarden Dollar an Walt Disney verkaufte. Anfang der 90er Jahre war Steve Jobs auch schon wieder zurück bei Apple und rettete die Firma vor dem drohenden Zusammenbruch. Er gelang ihm, die Apple Produkte als Statusobjekte für kreative Menschen zu vermarkten. Mit dem Aufkommen der Konsumentenelektronik iPod, iPhone und dem iPad in den Nullerjahren wurde sein Name ein Synonym für das Unternehmen. Heute erleichtern seine Erfindungen nicht nur das online Lesen, sondern sind nicht mehr wegzudenken.

Steve Jobs gelang es, Popkultur und Kapitalismus zu vereinigen. Dadurch ist er schon zu Lebzeiten zum Mythos geworden.

Bücher online lesen wird immer beliebter. Es gibt inzwischen immer mehr Möglichkeiten Bücher online lesen ohne Kostenaufwand zu betreiben.

Gratis Bücher online lesen bei freebook.de

Bücher online lesen zum Nulltarif bietet die Website freebook.de an.
Nicht nur kann man dort Bücher bekannter Autoren lesen, bzw. herunterladen, man kann auch seine eigenen Werke hochladen und anderen Lesern zur Verfügung stellen, natürlich gratis. Alles was man zum Bücher online lesen tun muss, ist sich mit einem Benutzernamen, einer Email Adresse und einem Passwort anzumelden. Es gibt bereits über 26 000 Mitglieder. Unbegrenzt kann man im HTML und TXT Format Bücher online lesen. Außerdem kann man bis zu 5 PDF Dateien gratis herunterladen. Es gibt außerdem eine kostenpflichtige Premium Mitgliedschaft mit der man unbegrenzt Bücher online lesen kann und auch der PDF und MOBI Download ist unbegrenzt.

Kostenlos Bücher online lesen bei Gutenberg

E-Book-ReaderÜber 5500 Romane, Novellen, Dramen, Erzählungen und Sachbücher in Deutscher Sprache kann man beim Projekt Gutenberg lesen. Bücher online lesen war nie interessanter. Mehr als 1200 Autoren und klassische Literatur aus zweieinhalb Jahrtausenden kann genossen werden. Das Projekt wurde in über 200 000 Arbeitsstunden auf die Beine gestellt und die meisten Mitarbeiter des Projektteams arbeiten ehrenamtlich.

Microsoft unterstützt das gratis Bücher online lesen

Der Computerkonzern veröffentlicht seit 1984 Bücher zu Technologien und Büchern aus dem eigenen Haus. Auch renommierte Autoren wie Mark Russinovich schreiben über Windows-Tools. Diese Werke sind nicht nur Marketing Texte sondern bieten handfeste Informationen für die Anwender von Microsoft Produkten. Man kann diese Bücher nun gratis online lesen, indem ein kostenfreier PDF Download zur Verfügung gestellt wird. Diese Werke sind allerdings nur in Englisch erhältlich, daher sind gute Englisch Kenntnisse unverzichtbar.

Wer Bücher online lesen will und dabei nicht tief in die Tasche greifen will, hat heutzutage viele Möglichkeiten seinen Bildungsdurst kostenlos zu stillen.

Die Entwicklung auf den E-Book-Märkten

Kindle E-Book-ReaderDie Deutsche Welt des E-Books und die angelsächsische gehen noch getrennte Wege. Warum?
Auf der Frankfurter Buchmesse fanden die Digitalisierungs-Konferenzen ‘Publishers Launch’ und ‘Tools of Change Frankfurt’ statt. Darin ging es um einen Erfahrungsaustausch der E-Book Experten. Nachdem vor vier Jahren der E-Book Reader Kindle auf den Markt kam, sind die Unterschiede zwischen der angelsächsischen E-Book Welt und dem Rest des Globus immer noch immens.

Gibt es Hoffnung für die deutsche E-Book Branche?

Branchenexperten hoffen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft im deutschen E-Book Markt. Man wünscht sich die die Wiederholung des ‘Hockey-Stick-Effekts’ in den USA im Weihnachtsgeschäft 2010. Während die Umsätze mit E-Books in den USA im Jahr 2008 noch bei 800 Millionen Dollar lagen, wuchsen die Erlöse im Jahr 2010 auf 1,8 Milliarden Dollar. Eine Erklärung der langsamen Entwicklung in der E-Book Branche außerhalb der USA und Großbritannien wird mit der Ausbremsung des Establishments der Bücherbranche erklärt. Man hat in Kontinentaleuropa das digitale Buch lange als Gefahr eingeschätzt. Der Buchbranchen-Berater Mike Shatzkin geht davon aus, dass Deutschland im E-Book Geschäft bald nachziehen wird.

Wir das Buch nun bald vom E-Book verdrängt?

Es ist bisher noch umstritten, ob die E-Books bald zu Verlusten in der Print-Bastion führen werden, obgleich es auf dem amerikanischen Buchmarkt von Januar bis Mai 2011Umsatzeinbrüche bei gedruckten Büchern von 16 Prozent gab, während die E-Books um 160 Prozent zulegten. Laut Verlagsdienstleister Bowker müssten eineinhalb Mal so viele E-Books verkauft werden, um die Effekte der sogenannten Kanibalisierung zu kompensieren. In den USA hat man beobachtet, dass die Kindle-Kunden drei mal mehr digitale und gedruckte Bücher als herkömmliche Käufer in den Warenkorb legen.

Wo liegt die E-Book Penetration am höchsten?

In den USA und Großbritannien liegen die Marktanteile von E-Books im zweistelligen Prozent-Bereich, während es in den anderen Ländern gerade mal ein Prozent ausmacht. Die große Ausnahme ist Südkorea wo man mit 15 Prozent schon fast auf dem Niveau der USA liegt. Es wird prognostiziert, dass das immense Wachstum auf dem chinesischen E-Book Markt Deutschland über kurz oder lang von seiner Position als zweitgrößten Buchmarkt der Welt verdrängen wird.

 

Bild: flickr, tychay

Neue Konzepte für die digitale Welt sind ein Schwerpunkt auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, welche heute begonnen hat!

Frankfurter Buchmesse – ‘Frankfurt Sparks’

So heißt ein Bereich auf der Frankfurter Buchmesse, der sich ganz den digitalen Inhalten widmet. Es soll in diesem Rahmen einen zweitägige Konferenz mit dem Namen ‘Story Drive” geben, in der die Grenzen des aktuellen digitalen Geschäfts neu vermessen werden sollen.

Die Frankfurter Buchmesse und die Vernetzung digitaler Inhalte

Heute können auf mobilen Endgeräten ganz neue Inhalte entstehen. Das Nutzungsverhalten ändert sich ständig, als man z. B. Bücher online lesen kann. Man ist sich auf der Frankfurter Buchmesse bewusst, dass sich durch die Vernetzung von Inhalten ganz neue Möglichkeiten auftun. Verleger haben es noch schwer, in diesen neuen Sparten zu denken. Die Frankfurter Buchmesse ist bemüht, neue Konzepte für die digitalen Inhalte anzubieten und zu diskutieren. Es gilt, die Vernetzung von Büchern, ebooks und Social Media voranzutreiben. Man ist über die Unsicherheit in den letzten Jahren hinweggekommen, welche Technik sich auf dem Markt durchsetzen wird. Man ist auf der Frankfurter Buchmesse jetzt so weit, zu wissen, dass viele Standards nebeneinander bestehen und dass darin auch Chancen liegen.

Antworten und neue Ideen auf der Frankfurter Buchmesse

Wie verändert sich die Welt des Buches im digitalen Zeitalter? Auf der Frankfurter Buchmesse verstärkt sich die Zusammenarbeit mit der IT-Branche. Es wird verstärkt nach neuen Konzepten für die Vermarktung und Präsentation neuer Inhalte gesucht. Die Buchbranche wird vom Bernhard Rohleder, dem Hauptgeschäftsführer der BITKOM im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse aufgefordert aus den schmerzlichen Erfahrungen der Musik- und Filmindustrie zu lernen. Die Verlagsbranche sollte sich mit neuen Geschäftsmodellen engagieren, statt um den Anspruch auf Leistungsschutzrecht zu streiten. Die IT- und Verlagsbranche sind heute aufeinander angewiesen. Die Nachfrage nach Online Angeboten, wie eBooks und Apps steigt stetig. Die Frankfurter Buchmesse will nun Möglichkeiten für die Erschließung neuer Märkte und die Verwertung und Produktion von Online-Angeboten aufzeigen.

Foto: flickr dream4akeem

Da die Online-Redaktionen dieser Welt verantwortlich dafür sind, dass wir Lesestoff für unsere Ebook-Reader haben, will ich diesen Artikel ganz der Arbeit dieser ganz besonderen (Erscheinung von) Redaktion widmen.

Online-RedaktionTätigkeiten und Anforderungen einer Online-Redaktion

Im Gegensatz zur Redaktion eines Print-Produkts, wie eines Magazins oder einer Tageszeitung kann eine Online-Redaktion in kürzeren Abständen publizieren. Schon wenige Minuten nach Geschehnissen können Webseiten aktualisiert werden. In zunehmendem Maße gibt es Online-Magazine, die ausschließlich online publiziert werden.
In einer Online-Redaktion werden Texte und Bildmaterial für Internet und Online-Dienste aufbereitet. Dies kann für Unternehmen oder Nachrichtendienste geschehen. Sachverhalte und Hintergründe werden durch Online-Recherche oder per Telefon recherchiert. Es werden Texte, Bilder, Grafiken und Filme zu Informations- und Unterhaltungsbeiträgen zusammengefügt. Zu den Aufgaben einer Online-Redaktion gehört die regelmäßige Aktualisierung von Nachrichten, Servicemeldungen und bestehenden Texten, ganz abhängig von der zu bedienenden Website. Eine weitere Aufgabe einer Online-Redaktion ist es, Diskussionsforen zu betreuen und Emails zu lesen und zu beantworten. In größeren Unternehmen gibt es Online-Redaktionen in den Informations- und Kommunikationsabteilungen.

Der Arbeitsablauf in einer Online-Redaktion

Obgleich es viele Gemeinsamkeiten im Vergleich zu einer Print-Redaktion gibt, sind auch einige Unterschiede festzustellen. Oft entstehen Artikel nicht in der Online-Redaktion, sondern werden vom dazugehörigen Print-Medium übernommen. Während in einer Redaktion die Inhalte und Layouts zum Drucktermin fertig sein müssen, kann ein Artikel in der Online-Redaktion sofort publiziert werden. Meist arbeiten Online-Redakteure mit Layout Vorlagen, daher muss sich nicht viel um die Gestaltung gekümmert werden. Es können jederzeit online Veränderungen und Updates vorgenommen werden. Content-Management-Systeme (CMS) machen den Arbeitsablauf für den Web-Editor ohne HTML und CSS Kenntnissen effizienter. In der Strukturierung von Inhalten wie Text, Bild, Ton und Video liegt die größte Herausforderung der Online-Redaktion.

Die Finanzierung einer Online Redaktion

Zum größten Teil sind die Inhalte von Online-Magazinen für den Konsumenten kostenfrei. Daher muss ein Herausgeber seine Online-Redaktion hauptsächlich durch Werbung finanzieren. Große Verlage bauen das Geschäft im Internet mehr aus, indem sie immer mehr Inhalte kostenpflichtig anbieten. Schade eigentlich.

Foto: flickr gholzer

 

Neues auf dem Ebook-Markt

Als Konkurrenz zum immens populären iPad von Apple kommt in Amerika der Tablet-Computer ‘Kindle Fire’ auf den Markt. Mit dem wesentlich preisgünstigeren Produkt soll nicht zuletzt der Absatz von Ebooks bei Amazon gesteigert werden.

Der Ebook-Erfolg von Amazon

Noch vor vier Jahren wurde dem hauseigenen Ebook-Reader Kindle ein Reinfall prognostiziert. Jetzt sieht das anders aus. Das Online Kaufhaus bringt heute dreimal so viele ebooks wie konventionelle Bücher an den Leser. Inzwischen gibt es über eine Million Ebooks von Amazon die auf dem hauseigenen Kindle als alleinstehendes Gerät oder den entsprechenden Apps für Tablets oder Smartphones gelesen werden können.

Kindle ‘Fire’ auf dem Ebook-Markt

Der neue ‘Kindle Fire’ ist nun ein vollständiger Tablet-Computer, der ganz auf das digitale Angebot von Amazon zugeschnitten ist. Das Lesen von Ebooks soll noch schmackhafter gemacht werden. Es wurde jedoch das Betriebssystem Android von Google so stark modifiziert, dass Android Apps auf dem ‘Kindle Fire’ nicht verwendbar sein dürften. Amazon hat seinen eigenen App-Store ins Leben gerufen und will somit nicht nur Ebooks sonder auch andere digitale Inhalte wie MP3s und Filme zum Download anbieten. Ähnlich wie Apple es plant, hat auch Amazon ein Cloud System eingeführt, das es dem Nutzer möglich macht, Ebooks und andere digitale Inhalte von seinem Endgerät zu löschen, um sie dann erneut bei Bedarf von einem Amazon Server wieder zu laden. Dies soll den Speicherplatz auf dem Endgerät verringern.

Die Zukunft des Ebook Reader Markts

Es scheint, dass Amazon mit seinem ‘Kindle Fire’ die Konkurrenz überrumpelt. Ein Kindle-Sortiment in der Preisspanne von 79 bis 199 Dollar bietet der weltgrößte Onlinehändler nun den Ebook-Lesern. Das neue Volkstablet kostet weniger als die Hälfte als das iPad von Apple und der billigste Ebook Reader Kindle unterbietet das bisher preisgünstigste Lesegerät von Barnes & Noble.

Zunächst wird das ‘Feuer-Tablet’ nur in den USA zu haben sein und den Prognosen des Marktforschungsinstitut zu Folge sollen zum Weihnachtsgeschäft zwischen zwei und drei Millionen ‘Kindle Fire’ verkauft werden.
Für uns Ebook-Leser klingt das eigentlich ganz gut. Ich bin gespannt wie das Feuer-Büchlein sich so macht.

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