Der erste negative Höhepunkt rückt auf die E-Book-Branche zu: Die Raubkopie.
Auch die E-Books und das online Lesen müssen sich nun erstmals auch in Deutschland mit einem massiven Raubkopie-Problem herumschlagen.
Kaum kam der Durchbruch der digitalen Bücher in Deutschland, rückt also schon wieder das unnachgiebige schlechte Kharma näher. Jeder will ein Stück vom Kuchen ab. Aber was genau hat das mit den Raubkopien eigentlich auf sich und wieso können Raubkopien so dramatische Auswirkungen auf die Branche haben?

Mehr digitale Bücher, mehr Raubkopien

Logisch ist, dass, je mehr E-Books es gibt, mehr Raubkopien entstehen. Allein die steigende Auswahl an käuflichem online Lesematerial bringt steigende Zahlen von Raubkopien mit sich.
Das Problem dabei ist nur: je mehr Raubkopien auf dem Markt sind, desto mehr fallen die Umsatzzahlen. Aus genau diesem Grund sind jetzt schon fallende Umsatzzahlen der digitalen Bücherbranche erkennbar. Die E-Book Branche zittert nun davor, dass es ihr jetzt, wo sie ja eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt, genauso wie der Musikbranche ergehen könnte: Die Hälfte der Umsätze verschwindet irgendwo im Geflecht der Raubkopien.

Wer hat Schuld an den Raubkopien?

Es gibt einige Gründe für die immer größer werdende Anzahl an Raubkopien. Jeder Internetuser weiß wie verlockend es ist, mit einem Klick und ganz heimlich Musik, Filme oder auch Bücher herunterzuladen. Doch es gibt auch andere Gründe für den digitalen Bücherklau:
Zum einen ist es der noch nicht gänzlich barrierefreie Zugang zu E-Books: verschiedene Formate hindert oft daran ein E-Book so zu nutzen, wie man es möchte. Es bleibt einem scheinbar gar nichts anderes übrig als das digitale Buch zu per Raubkopie stehlen. Zum anderen liegt es daran, dass die Umsatzsteuer für digitale Werke nicht nur 7%, wie bei Büchern, sondern ganze 19% beträgt. Die Bücher könnten also günstiger sein.
Aber der wohl größte Raubkopie-Faktor sind die Kopierschutzmaßnahmen. Jeder empfiehlt gerne mal ein Buch einem guten Freund und leiht es aus. Wer aber ein E-Book für den Kindle kauft kann das nicht. Da wird eine Raubkopie zur praktischen Urheberrechtsverletzung…

Leider machen die tollkühnen Ideen eines US-Verlags die Situation nicht besser. Der Verleger hat vorgeschlagen, dass man nach 25-maligem Öffnen das digitale Buch automatisch löschen lassen könnte. Das wäre nicht nur ein enormer Eingriff in die eigene Privatsphäre, sondern auch aus Datenschutzgründen eher kritisch zu betrachten, egal wie gefährlich die Raubkopien für die Branche sind.

2 Kommentare zu “Raubkopien – der Feind des E-Books”

  • Linus sagt:

    Wie heisst das Plugin an der Seite ? Das moechte ich auch!

  • inl1ner sagt:

    ich habe bei eBay eine Sammlung von eBooks eines bestimmten Autoren ersteigert und war der Meinung, ein legales Produkt erworben zu haben. Als die Lieferung erfolgte, stellte sich heraus, dass es sich um eine selbst gebrannte CD mit Dateien im EPUB-Format handelte. Nun bin ich unsicher, ob die CD als Raubkopie zu bewerten ist und wie ich mich verhalten soll.

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