Neues aus der Welt des online Lesens

In der Welt der elektronischen Bücher und des online Lesens hat sich wiedereinmal etwas verändert. Nachdem viele nur vom „bedingtem Erfolg“ der E-Books und des online Lesens gesprochen haben, fand ich vor kurzem neue Nachrichten über den großen Durchbruch.

Online Lesen in Amerika

In Amerika gab es den Wendepunkt schon im April 2011. Erstmals wurden mehr Bücher online, in elektronischer Form, verkauft als in gedruckter Form.
Amazon Chef Benzon sagte zum Durchbruch des online Lesens:
„Wir hatten gehofft, dass wir diesen Punkt irgendwann erreichen – doch niemals hatten wir uns vorgestellt, dass es so schnell passiert”
Den größten Schritt fürs online Lesen brachte in den USA der Kindle E-Book-Reader. Davor entwickelte sich auch der amerikanische Markt des online Lesens nur zögerlich.

Deutschland und die Welt des online Lesens

Vier Jahre später wurde das online Lesen per E-Book auch in Deutschland bekannt und relevant. Doch besonders interessant finde ich die Meinung der Verlage zu dem stetig wachsenden online Markt.
Der Börsenverein des deutschen Buchhandels fand heraus, dass Ende 2010 ungefähr 78% der Deutschen sich nicht vorstellen konnten, ihre Bücher nur auf dem Bildschirm zu sehen und online Lesen zur Normalität zu machen. Doch bis heute hat sich einiges geändert. Und diese Veränderungen beim online Leseverhalten sind massiv, schnell und stehen momentan im Interessenfeld vieler.
Ein kleines Beispiel zum online Lesen: Im Januar diesen Jahres hatten 68% der Buchhändler weder Bücher zum online Lesen, noch Lesegeräte im Amgebot. Die Zahl hat sich bis jetzt mehr als halbiert.
Insbesondere kleinere Buchhandlungen haben damit so einige Probleme, denn sie werden langsam vom sich schnell entwickelnden Markt abgehängt.

Die Probleme des online Lesens

Wie bei beinahe allen online Produkten machen gerade zwei Dinge den Verlagen Sorgen.
Zum einen wollen immer mehr Autoren sich selbst verlegen und sehen die Nützlichkeit des Verlages mehr und mehr schwinden. Zum anderen wächst die Zahl der Raubkopien im Bereich des online Lesens extrem.

Verlage und das Online Lesen

Ob der sich selbst publizierenden Autoren können die Verlage jedoch noch optimistisch sein. Die vielen Vorteile, welche das Verlagswesen mit sich bringt, verschwinden nicht von einem Tag auf den anderen. So ist das Verlagswesen, laut Studie, optimistisch und beginnt selbst innovativ zu werden. Online Lesen wird auch bei Verlagspublikationen möglich gemacht. Ungefähr 85 E-Books hat jeder Verlag noch zusätzlich im Angebot.

Raubkopien – online Lesen wird kriminell

Die viel größere Angst von Verlagen und Autoren liegt bei der ständig wachsenden Anzahl von auf dem Markt erscheinenden Raubkopien. Immer mehr Bücher sind in Tauschbörsen oder auf anderen illegalen Websites zu finden. Angeblich sind schon jetzt die ersten Umsatzrückgänge beim online Lesen sichtbar.
Man kann nur hoffen, dass der Verlagsbranche nicht das selbe Schicksal ereilt wie der Musikbranche, in der durch Raubkopien Verluste in Milliardenhöhe entstanden sind.

Wie die Welt des online Lesens in Zukunft aussehen wird und ob die Verlage tatsächlich eine Chance haben, wird sich wohl in der nächsten Zeit entscheiden.

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