Seit Ende April kann man E-Books auch in Deutschland imKindle-Store von Amazon.de kaufen. Doch hat das den vorhergesagten Durchbruch der E-Books mit sich gebracht?
Jetzt, einige Monate nach dem Erscheinen der deutschen Version des E-Book-Readers von Kindle, können erste Schlüsse gezogen werden.

Die Stunde Null des E-Books?

Fest steht: Die Zahl der erhältlichen deutschen E-Books ist enorm gestiegen. Es ist kaum mehr nötig, auf das amerikanische E-Book-Portal auszuweichen, um bestimmte Bücher zu erhalten. Doch den absoluten Durchbruch hat es bis jetzt noch nicht gegeben. Obwohl es das digitale Buch nun schon einige Zeit auf dem deutschen Markt gibt, fragen sich noch immer viele Menschen: Was sind eigentlich E-Books? Und mindestens genauso viele sträuben sich vorm E-Books downloaden.
Doch nichtsdestotrotz scheint eine Veränderung bevorzustehen. Denn inzwischen ist Amazon längst nicht mehr der einzige Anbieter auf dem digitalen Buchmarkt. Zum Beispiel bietet die Buchhandlung Thalia den „Oyo“ an, Weltbild hat den „TrekStore Reader“ und auch Apple hat sein Angebot um den „iBook Store“ erweitert.

Der Kampf um den E-Book Markt

In Sachen Technik schreitet die Entwicklung schnell voran. Viele E-Book-Anbieter buhlen um die Aufmerksamkeit der Käufer, jeder will beweisen, dass seine Möglichkeit des Online Lesens die Beste ist. Aber nicht nur die Gerätehersteller selbst wollen an den Mann (oder die Frau) gebracht werden. Auch die Anzahl der E-Book-Portale, welche Bücher zum Online-Verkauf anbieten steigt drastisch.

E-Books – Neuer Markt für Autoren

Auch Autoren müssen sich umstellen. Glaubt man den Stimmen im Internet, reicht es längst nicht mehr aus, einfach nur ein guter Schriftsteller zu sein. Ökonomisches Denken und strategische Fähigkeiten sind eine neue Voraussetzung, um als Autor Erfolg zu haben.
Der neue E-Book Markt verschärft die Diskussionen um Urheberrechte. Gerade anfangs war noch nicht sicher, wieviel der Autor von den Einnahmen des Verkaufs der innovativen Bücher bekommen sollte. Geeinigt wurde sich auf ein Honorar von 25 Prozent, was fast dreifach so viel ist, wie bei einem normalen Buch. Ein vertrauensvoller und kompetenter Verlag scheint daher zur Zeit immer wertvoller und wichtiger für bekannte wie neue Autoren zu sein.

Woran es liegt, dass die E-Book-Verkaufszahlen hier in Deutschland, trotz des heiß umkämpften und hoch gelobten Marktes so ernüchternd sind, ist bis jetzt noch nicht zu mit Sicherheit zu sagen. Vielleicht liegt es daran, das viele Buchfans das Lesen am Bildschirm scheuen oder es ist einfach die Tatsache, dass das gedruckte Buch einen ganz besonderen Charme hat, den das E-Book nicht bieten kann.

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