Archiv für März 2011

 

Die Leipziger Buchmesse hat gezeigt, dass sich der Buchhandel und die Verlagswirtschaft auf die Digitalisierung des Buchmarktes vorbereiten. Aber aktuelle Verkaufszahlen sagen weiterhin, dass das Interesse am Ebook in Deutschland weit hinter dem guten alten Printprodukt liegt. Der deutsche Leser greift immer noch gern zum gedruckten Buch, obwohl die Nachfrage am Online Lesen weiterhin steigt. Ob man das haptische Erlebnis eines Buches bevorzugt oder neue Romane online lesen möchte, ist wohl eher eine geschmackliche und kulturelle Frage. Die Digitalisierung der Bücher sollte allerdings nicht auf Kosten der Verlage und Autoren geschehen, die ihr geistiges Eigentum zur Veröffentlichung freigeben, aber auch unterstützt werden wollen.

Der digitale Buchmarkt – Für und Wider

Allein vom Schreiben zu leben, ist heutzutage kaum einem Autor vergönnt. Der Autor steckt in einem kleinen Dilemma – er will gelesen werden und möchte gern davon leben können. Das Risiko einen völlig unbekannten Autor zu veröffentlichen, gehen viele Verlage nicht ein. Eine Buchproduktion ist einfach sehr teuer und verlangt intensive Arbeit von einem Verlag. Dass heißt, man muss sich als Autor anderen Möglichkeiten zuwenden. Das aktuelle Beispiel der amerikanischen Jungautorin Amanda Hocking zeigt, dass man auch ohne Verlag in Eigenregie seine Leser finden kann. Sie hat die Digitalisierung des Buchmaktes richtig für sich genutzt und ihr Buch als Ebook für sehr wenig Geld selbst online lesen lassen. Die Vermarktung und Verbreitung passierte von ganz allein. Heißt das aber jetzt, die Arbeit eines Verlages ist hinfällig und jeder Autor sollte seine Werke kostenlos online lesen lassen? Amanda Hocking hat einen Nerv getroffen und die Art von Literatur geschrieben, die ein großes Publikum findet. In ihrem Fall ist die Verbreitung des digitalen Lesens ein Segen. Die junge Autorin erreichte schnell, unkompliziert und kostengünstig ihre Leser. Wenn es sich aber um weniger massentaugliche oder populäre Bücher handelt, sollte dann jeder Autor seine Texte online anbieten? Ist der klassische Weg über einen Verlag und dessen unschätzbare Arbeit unmodern und nicht mehr zeitgemäß?

Kaffee zur Arbeit oder Beim Online Lesen

Ich bin der Meinung, dass ein junger Autor die Möglichkeiten des Ebooks sowie Online Lesen und die damit globale Verbreitungsmöglichkeit seiner Texte durchaus nutzen sollte. Hat das Buch erst einmal Leser, wird sich die Qualität schnell herumsprechen und die wirklich interessierten Leser werden einen angemessenen Preis dafür zahlen. Bücher online lesen ist bequem und einfach, weil der Leser schnell, umkompliziert und günstig an gute Texte kommt. Für den Autor bleibt aber immer noch die Frage nach dem Preis und der Finanzierung seiner Leistung. Auch ein Buch zu schreiben, das andere unterhält, kann man als eine Art Dienstleistung betrachten. Für eine neue Frisur zahlen wir auch, wieso dann nicht auch für Bücher?

Einer massenhaften Verbreitung von digitalen Büchern durch Google wurde jetzt der Riegel vorgeschoben. Seit Jahren schon läuft ein Verfahren gegen Google. Das Unternehmen bietet mit dem Online Dienst Google Books das Online Lesen bestimmter Bücher an, die keinen Lizenzen mehr unterliegen. Gegen eine größere Zahlung an Autoren und Verleger wollte das Internet-Unternehmen jetzt auch massenhaft aktuelle Neuerscheinungen scannen und für das Online Lesen aufbereiten. Wo bleibt aber die Unterstützung des Autors und die Wertschätzung der qualitativen Arbeit eines Verlages, wenn Bücher online lesen nichts kostet?

Die digitale Bibliothek als Variante für kostenfreies Online Lesen

Beim Online Stöbern bin ich auf das neue Projekt Onleihe gestoßen – ein Online-Verbund deutscher Bibliotheken, die das Online Ausleihen elektronischer und digitaler Medien ermöglichen. Diese Variante von Online Lesen halte ich für sehr bequem, einfach und fair. Denn man kann kostenlos Bücher online lesen und unterstützt dennoch den Autor teilweise, da die Bibliothek ein Kontingent an Büchern beim Verlag oder Autor kauft. Nichts, auch keine geistige Arbeit, sollte für umsonst sein, auch wenn die digitalen Möglichkeiten für den Leser äußerst bequem sind. Ich fände auch eine Art Plattform super, wo man im Abo für einen bestimmten Betrag Bücher online lesen kann.

Wer solch ein Angebot kennt oder eine differenzierte Meinung zum Thema „Online Lesen um jeden Preis?“ hat, der ist herzlich eingeladen sie hier loszuwerden.

* Bildquelle: “Kaffee zur Arbeit” von Holger Hecklau via aboutpixel.org

 

Erholung

Seit heute tummeln sich in Leipzig alle, die mit dem Medium Buch irgendwie zu tun haben und großes Interesse an Literatur zeigen. Da nicht jeder Leser, Literatur-Interessierte oder Autor auch Zeit hat, nach Leipzig zu fahren, gibt es rund um die Messe ein Online Angebot. So kann man zu Hause Messeluft schnuppern, ohne wirklich vor Ort zu sein, wenn auch nur auf dem heimischen PC.

Lesefestival feiert 20. Jubiläum

Während der Buchmesse verwandelt sich ganz Leipzig in einen Lesesaal. Bücherwürmer und Leseratten bewegen sich durch die gesamte Stadt und ernähren sich von Literatur. Das Leipziger Lesefestival „Leipzig liest!“ gibt es nun schon seit 20 Jahren – es überzeugt mit der einmaligen Möglichkeit Lesungen an den ungewöhnlichsten Orten wie in einer Straßenbahn oder dem Zoo-Aquarium zu erleben. Die interessanten und besonderen Orte und die internationalen Autoren, die man hautnah und live erleben kann, machen das Leipziger Literaturfestival zu einem außergewöhnlichen Ereignis. Überzeugt euch selbst und fahrt schnell nach Leipzig oder verfolgt Lesungen online. Denn…

Die Messe bloggt!

Die Messe ist gut vernetzt im Internet und bietet rund um die Veranstaltungen eine digitale Berichterstattung. Man kann Buchmesse-Fan auf Facebook werden oder im Messeblog die persönlichen Eindrücke dreier Messeblogger nachlesen, die die Buchmesse online begleiten werden.

Wem Bilder noch nicht ausreichen, der bekommt auch genügend Videomaterial von online geboten. Ob Podcast von Autoren und Veranstalter-Interviews oder Video-Beiträge – Auge und Ohr werden ganzheitlich einbezogen, damit niemand etwas verpassen muss. Sowohl auf den Internetseiten, der anwesenden Fernsehsender wie MDR,ARD, ZDF, 3Sat und Arte wird berichtet, wie auch beim Messeradio hörbuch.FM oder im Messeblog. Neuerscheinungen werden diskutiert und die Verleihung des Buchpreises kann man online im Live-Stream verfolgen. Klickt euch einfach mal durch und taucht ein in das Flair der Leipziger Buchmesse, die zeigt, wie vielseitig und lebendig die Literatur unserer Tage ist. Ich bin gespannt, wer heute Nachmittag den Preis der Leipziger Buchmesse gewinnt.

Übrigens: 1.350 Internetnutzer wählten Wolfgang Herrndorfs Roman „tschik“ auf Platz 1 des Publikumspreises der Leipziger Messe. Herzlichen Glückwunsch dem Gewinner des Bücherpakets und der Eintrittskarten zur Preisverleihung.

*Bildquelle: Erholung/ jutta rotter via aboutpixel.de

spannende lektüre © walter dannehlIn meiner neuen Rubrik „Leseproben online lesen“ möchte ich heute Bilandia vorstellen. Bilandia ist kein Verlag, sondern ein Online Shop für Bücher, Ebooks und Hörbücher. Da ich erwähnt hatte, Verlage vorzustellen, die Bücher online lesen lassen, möchte ich heute ergänzen, dass auch so mancher Online Shop Leseproben auf der Homepage veröffentlicht. Bilanda versteht sich selbst als Online-Buchhändler und bietet eine große Auswahl an Verlagen und Büchern. Warum ist Bilanda als einer unter vielen Online Shops daher empfehlenswert?

Leseproben verraten mehr

Bilandia ist toll, weil man im Gegensatz zu vielen anderen Online Bücher Shops Leseproben online lesen kann. Bei Amazon gibt es ja die bekannten Kundenrezensionen. Aber da Lesegeschmäcker und die Beurteilungen derart unterschiedlich sind, helfen auch manchmal 10 verschiedene Kundenmeinungen nicht weiter. Manchmal ist man nur verwirrt oder überfordert ob der Meinungsvielzahl und möchte sich selbst ein Bild vom Buch machen. Da ist es löblich, dass es Leseproben online gibt. Bilandia ermöglicht das seinen Käufern schon lange.

Derzeit befinden sich über 25.000 Leseproben online bei Bilandia in der Online-Datenbank. Man kann die ersten Seiten von Arno Geigers „Der alte König in seinem Exil“ online lesen oder Klassiker wie Emil Zolas „Nana“ kennen lernen. Nicht jeder Autor und Verlag gibt seine Bücher zum Online Lesen frei, aber Bilandia verfügt über zahlreiche Titel und eine Auswahl an Autoren.

Auch bei Bilandia ist wie bei Frieling keine zusätzliche Software zum Lesen notwendig, denn die Datei öffnet sich als Google-Doc-Datei. Leider ist die Schrift bei manchen Büchern nicht richtig scharf, so dass das Lesevergnügen ein wenig eingeschränkt wird. Die Druckversion liest sich vermutlich schöner. Eine geschickte Motivation für den Online-Leser, das Buch zu kaufen.

Bilandia – leserfreundlich und interaktiv

Leseproben bei Bilandia zu lesen ist auch von Vorteil, weil man sich als Leser zusätzlich Autorenprofile anschauen kann und mit anderen Lesern über die Bücher diskutieren darf. Bilandia verbindet geschickt die Online Buchhandlung mit dem Online Bücher Forum und bietet dem Online Leser daher eine interaktive Plattform. Ich würde Bilandia weiterempfehlen, da ich diese Kombination für sehr leserfreundlich und unaufdringlich halte. Jeder Autor entscheidet selbst, ob er online gelesen werden möchte und kann auch sein Autorenprofil selbst verwalten. Über die Wirkung dieses Selbst-Marketings entscheidet dann der geneigte Leser und darf mit dem Autor sogleich in Kontakt treten.

Testet es einfach mal aus und probt das Lesen mit den Leseproben bei Bilandia. Viel Spaß!

*Bildquelle: aboutpixel.de / spannende lektüre © walter dannehl

Heute möchte ich Euch als Schreibende und Bloggende prakische Tipps aus dem Alltag einer Bloggerin geben. Ein wichtiges Thema für alle, die gern und viel online lesen und schreiben, sind Wörterbücher. Sie sind ein wichtiges Werkzeug für den Blogger und sehr hilfreich beim Online Lesen. Ob man die Bedeutung oder Übersetzung eines Wortes sucht oder die Rechtschreibung nochmal prüfen möchte – ein Online Wörterbuch ist unverzichtbar. Für abwechslungsreiche und kreative Blogartikel empfiehlt sich auch immer ein gutes Synonymwörterbuch. Das spart Zeit und Nerven, weil ein Blog immer aktuell sein will und oft auch die Zeit fehlt, um länger sprachlich zu feilen.

Bei meiner Recherche fiel mir auf, dass es kaum Listen gibt, in denen gute Online-Wörterbücher aufgelistet oder empfohlen werden. Hier möchte ich gern eine Lücke schließen und ihr könnt kurz und knapp meine persönlichen Empfehlungen online lesen!

1. Der Klassiker: Wikipedia und das etwas andere Online Wörterbuch

Dass diese Liste mit Wikipedia als Empfehlung beginnt, ist sicherlich nicht verwunderlich. Diese Empfehlung ist zwar ganz und gar nicht neu, aber der Vollständigkeit halber möchte ich Wikipedia hier erwähnen. Wikipedia ist als freie Internet Enzyklopädie immer noch unschlagbar in ihrem Umfang und ihrer Vollständigkeit. Man sollte immer Bedenken, dass eine große Internetgemeinde hier ihr Wissen teilt und bestimmte Fakten jederzeit auch falsch sein könnten und daher oft korrigiert oder verändert werden. Wenn man dieses Prinzip hinter Wikipedia beherzigt, ist es sehr hilfreich und praktisch Wikipedia als Quelle zur ersten Information beim Online Lesen zu nutzen. Durch die Begriffs- und Bedeutungsgeschichte werden Zusammenhänge erläutert und eine Linksammlung am Ende jedes Artikels gibt wichtige Hinweise zur tiefergehenden Beschäftigung.
Wer nach einer anstrengenden Recherchearbeit einfach mal abschalten möchte, sollte die Kamelopedia besuchen und schmunzeln. Als ernstzunehmendes Wörterbuch kann ich sie nicht empfehlen, wohl aber als willkommene Abwechslung.

Wörterbuch

2. Praktische Synonymwörterbücher

Ihr schreibt einen längeren Text und wollt vermeiden zehn mal das Wort „interessant“ zu verwenden? Dann wird ein Synonymwörterbuch zum unentbehrlichen Begleiter beim Online Schreiben. Meine Lieblingsvariante ist Wörterbuch.info – sehr übersichtlich werden auf einen Klick in tabellenform alle Bedeutungsvarianten aufgelistet. Gleichzeitig kann man auch nach einer englischen, italienischen, spanischen oder französichen Übersetzung suchen.
Weitere gute Wörterbücher für die Synonymsuche sind ein.anderes-wort und wie-sagt-man-noch.
Es gibt noch weitere Wörterbücher, die jedoch durch die vielen Werbebanner und Popup-Fenster äußerst unübersichtlich sind. Für eine schnelle Suche ist die übersichtliche Anordnung sehr wichtig. Mit den erwähnten Diensten macht das Suchen und Online Lesen richtig Spaß.

3. Gute Fremdwörterbücher und Rechtschreibhilfen

Wer ein gutes Fremdwörterbuch sucht und gleichzeitig die Rechtschreibung kontrollieren möchte, sucht am besten mit Duden und Langenscheidt. Die traditionellen Verlage sind immer noch die Experten im Bereich der Wörterbücher und haben kostenlose Online-Angebote, die ganz ohne Werbung auskommen und richtig detaillierte Informationen enthalten. Bei der Duden-Rechtschreibprüfung kann man sogar einen Text online auf Fehler prüfen lassen.
Eine gute Alternative zu diesen Wörterbüchern, die leider nur durch die vielen Werbeanzeigen ein wenig unübersichtlich wirkt, stellt das Woxikon dar. Mit ein wenig Geduld findet man auch hier gute Begriffslisten.

4. Die All-inclusive-Variante

Ein sehr praktisches Wörterbuch, das Fremdwörterbuch, Begriffsgeschichte, Rechtschreibung und Synonymsuche auf einen Blick vereint, ist thefreedictionary. Es gibt detaillierte Informationen zum jeweiligen Suchbegriff und verfügt über eine Vielzahl an Übersetzungsmöglichkeiten in andere Sprachen. Ganz ohne Werbung kommt auch dieses Wörterbuch nicht aus, aber es ermöglicht einen guten Überblick für die schnelle Suche.

Mit diesen Tipps sollte Online Lesen oder Schreiben einfacher und praktischer werden. Meine Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da sie auf meinen persönlichen Sucherfahrungen beruht. Ich freue mich immer über Hinweise und Ergänzungen. Wenn ich ein tolles Wörterbuch übersehen haben sollte, nehme ich es gern noch in meine Empfehlungen auf!

* Bildquelle: Das “T” von maggie via aboutpixel.de

“Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…“ Märchen werden seit vielen Jahren auf der ganzen Welt gelesen, und gehören damit zum kulturellen Brauchtum. Wer kleine Kinder hat und diesen beim Einschlummern helfen möchte, liest ihnen gern Märchen vor. Aus Märchen können die Kleinen lernen, sie regen die Fantasie an und prägen durch ihre Bilder und Fabeln in das junge Gedächtnis ein. Aber nicht nur Kinder lieben Märchen und Sagen. Wer kann nicht noch heute die Märchen aus der Kindheit auswendig nacherzählen?

Märchen online lesen

Abwechslung in der Märchenwelt – tolle Märchen-Blogs

Ich hab mal für Euch recherchiert und einige tolle Märchen-Blogs gefunden, in denen kreative Hobbyautoren eigene Märchen zum Online Lesen anbieten. Wer auf der Suche nach neuen modernen oder traditionellen Märchen ist, findet  viele tolle Geschichten zum kostenlosen Online Lesen. Daher empfehle ich euch einige ausgesuchte Seiten, auf denen man viele Märchen online lesen darf.

Kostenlose Märchen zum Vorlesen

Eine optisch schön gestaltete Seite, die ohne zahlreiche Werbebanner auskommt, ist der Märchenstern. Hier finden sich die schönen traditionellen Märchen der Brüder Grimm und andere, nebst einem kleinen Lexikon. Wer nochmal die mythologischen Hintergründe nachlesen möchte, wird hier kurz und knapp fündig. Ein wirklich schöner Märchen-Blog.
Als Fan traditioneller Märchen und regionaler Bräuche möchte ich euch eine sehr umfangreiche Märchen- und Sagen-Sammlung empfehlen – sagen.at. Die Texte in dieser Sagensammlung kann man mit Quellenangabe online lesen und mit Hilfe einer einfachen Suchfunktion sogar nach verschiedenen Regionen und Ländern sortieren. Das ist sehr praktisch und interessant. Beim Stöbern findet man zahlreiche Geschichten, die man in der jeweiligen Region noch gar nicht kannte. Eine unheimliche Sage aus Berlin nennt sich „Die weiße Frau im Schloss“. Aber ich will hier nichts verraten. Einfach selbst online lesen!

Besonders schön finde ich auch die wirklich niedlich erzählten Märchen auf Palkan, einem Schüler-Magazin. Dort können Kinder ihre eigenen Märchen veröffentlichen und online lesen. Ein sehr originelles Märchen hat sich die 10-Jährige Sophie aus Hamburg ausgedacht: „Die Hexe Weitundbreit“.

Kreative Märchen zum Hören

Wer Märchen nicht selbst lesen möchte, sondern gern zuhört, dem werden die Märchen auf dem Märchenblog vorgelesen. Märchen aus aller Welt, sowohl traditionelle deutsche Märchen, als auch russische und Märchen aus 1001 Nacht kann jeder dort als Podcast kostenlos herunter laden. Sogar selbst-geschriebene Geschichten werden von den Autoren vorgelesen und bergen so manche Überraschung – ein sehr empfehlenswerter Blog von Beatrice Amberg mit einer langen Liste weiterer Märchen-Blogs. Da findet man auch die Deutsche Welle, die wir hier schon einmal vorgestellt haben.

Also dann wünsche ich viel Spaß beim Träumen in ferne Märchenwelten!

Für Ergänzungen und Hinweise bin ich immer dankbar – also nur zu, kontaktiert mich einfach.

* Bildquelle: Märchenwald von Uwe Wagner via aboutpixel.de

Leseproben online lesen – das neue Angebot vieler Verlage

Bevor man sich entschließt, ein Buch zu kaufen, möchte man einen Eindruck von Inhalt und Sprache gewinnen. Manchmal reicht der Klappentext zwar aus, um neugierig zu werden, aber die ersten Seiten entschieden oft darüber, ob man sich mit einem Text sozusagen wohlfühlt. Wenn die nächste Buchhandlung nicht um die Ecke liegt und man Bücher online lesen bequemer und einfacher findet, gibt es seit einiger Zeit ein tolles Angebot vieler Verlage – Leseproben online lesen. Daher möchte ich euch auf BOL regelmäßig die Homepages der Verlage vorstellen, die euch Leseproben online lesen lassen.

Online lesen und neugierig werden

Bei meiner Recherche nach Möglichkeiten für digitales Lesen und Ebook-Angebote ist mir aufgefallen, dass einige Verlage schon länger ihren Lesern durch Online Lesen einen Einblick in die Bücher geben. Auf der einen Seite sind Rezensionen für einen Verlag sehr wichtig, um überhaupt auf Bücher aufmerksam zu machen. Eine fundierte Einschätzung über ein Buch hilft dem Leser sich unter der Vielzahl an Buchveröffentlichungen die passenden für den eigenen Lesegeschmack herauszusuchen. Aber die Kaufentscheidung nimmt die Rezension nicht ab. Als Leser möchte man einen Blick in das Inhaltsverzeichnis werfen und die ersten Seiten lesen. Einen Schuh muss man auch erst anprobieren, um zu sehen, ob er passt. Beim Online Lesen bemerkt man sofort, ob es passt oder eben nicht.

Online lesen beim Frieling-Verlag

Der Frieling – Verlag Berlin ist mir beim Thema Online Lesen zuerst im Internet aufgefallen. Daher macht er in meiner neuen Rubrik „Leseproben online lesen“ den Anfang. Bei Frieling kann man die ersten Kapitel aus vielen Büchern des aktuellen und auch älteren Verlagsprogrammes kostenlos online lesen. Dafür braucht man keine speziellen Programme. Man klickt sich einfach durch die angebotenen Bücher durch und kann den Text direkt auf der Hompage mit jedem Browser kostenlos online lesen. Veröffentlicht wird nie das ganze Buch, sondern die ersten Seiten. Das reicht ja meist schon aus, um neugierig auf das Buch zu werden. Ob Roman, Sachbuch, Sammelwerke, Lyrik-Anthologien oder Erinnerungsliteratur – aus allen Bereichen des Verlages werden Leseproben online angeboten. Der Leser kann sich je nach Geschmack entspannt im Sessel zurücklehnen und überall, wo er online ist, die Leseproben kennenlernen. So lernt man das Buchprogramm kennen und stößt sogar auf Geheimtipps oder besondere Bücher, die beim Anlesen sofort fesseln, obwohl der Titel allein noch nicht überzeugend war.

Für den Autor ist diese Form von Online Lesen auch die beste und transparenteste Möglichkeit um den Leser zu werben. Die Qualität seines Buches und seiner Erzählkunst spricht für sich. Damit werden neue Maßstäbe für die Buchwerbung gesetzt. Denn allein ein tolles Cover reicht nicht aus, um den Leser zu überzeugen. Leseproben online lesen ist damit nicht nur bequem, sondern auch äußerst hilfreich um tolle neue Autoren zu finden, die vielleicht bald zum Lieblingsautor werden.

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