Es ist immer noch so richtig kalt und wir Leseratten kuscheln uns gern am Wochenende zu Hause ein mit einem guten Buch. Wer zur Zeit nach einem guten Buch sucht und nicht weiß, welches Buch sich lohnen würde, dem möchte ich drei meiner liebsten Möglichkeiten im World Wide Web nennen, sich zu neuem Lesestoff inspirieren zu lassen.

1. Bestenlisten

Die Literaturzeitschrift Literaturen kürt aller 2 Monate zehn Bücher aus dem Sachbuch und Belletristik-Bereich, die sie in einer Bestenliste zusammenstellt. Hier geht es also nicht nach den Verkaufszahlen wie bei anderen Bestseller-Listen. Eine kompetente vielseitige Jury aus Journalisten und freien Literaturkritikern wählt jeweils 10 Titel, die sie empfehlen würden. An dieser Liste kann man sich orientieren, wenn man einfach keine Ahnung hat, welches Buch man als nächstes lesen könnte. Wertungen und inhaltliche Angaben gibt die Literaturen-Jury allerdings nicht. Das kann Vor- und Nachteile haben: Der Leser muss sich selbst die Hintergrundinformationen zum jeweiligen Buch holen. Die Bücher werden nur mit Titelbild genannt, ohne eine Einschätzung zu geben. Lediglich die Punkte-Vergabe sagt etwas über die einzelnen Wertungsränge aus. Der Vorteil bei dieser Bestenliste ist die Neugier, die beim Leser geweckt wird. Jeder kann sich selbst ein Bild über das jeweilige Buch machen und sich weiterinformieren oder eben nicht. Auf dem ersten Platz in der Belletristik liegt Michel Houellebecqs “Karte und Gebiet” und das beste Sachbuch März/April ist für die Literaturen-Jury Joseph Vogls “Das Gespenst des Kapitals”. Beide Bücher beschäftigen sich auf ihre Weise mit den Abgründen und Sehnsüchten der menschlichen Gesellschaft. Mehr möchte ich nicht verraten – lest selbst und erzählt mir davon!

2. Online Magazin

Keine reinen Bestenlisten aber immer äußerst aktuelle, sehr schön kurz und prägnant präsentierte Literatur-Tipps hat das Magazin Perlentaucher. Als Kulturmagazin ist es eines der wichtigsten Literaturmagazine im Netz mit einer umfassenden Übersicht über aktuelle Neuerscheinungen und Autoren. Jeden Tag durchforstet der Perlentaucher verschiedene Medien und das Feuilleton nach ihren Literatur-News und Einschätzungen. Wer schnell und übersichtlich informiert sein möchte, was der aktuelle Buchmarkt bietet, bekommt von der Perlentaucher-Redaktion eine umfassende täglich aktuelle Presseschau. Diese wird in angenehm kleine Artikel online geboten oder flattert täglich aktuell in den Mail-Post-Kasten, wenn man sich den Newsletter bestellt. Bei Perlentaucher bin ich auf so manche interessante und spannende Buchempfehlung gestoßen und konnte mir durch die umfassenden Rezensionen verschiedener Medien ein vielseitiges Bild machen.

3. Online Bücher Märkte

Wenn lesen möchte und mir die Neuerscheinungen weniger zusagen, stöbere ich gern unverbindlich spontan im Online Buchmarkt Booklooker. Das ist eine Plattform für Bücher und Musik im Internet, die man von Händlern, Antiquariaten oder Privatleuten bestellen kann. Booklooker ist eine Art Ebay für Bücher, nur dass der Preis nicht verhandelt wird. Dort finden sich längst verschwunden geglaubte Sonderausgaben zu günstigen Preisen und aktuelle Buchprojekte als gebrauchtes Buch von privat. Man kann mit der Suchfunktion nach Autoren oder Titeln suchen oder sich einfach durch das Programm der gebrauchten Bücher klicken. Das Prinzip von Booklooker ist einfach und genial: Man kontaktiert bei Interessen den Anbieter des gewünschten Titels und bekommt das Buch direkt nach Hause geliefert. Booklooker hat ein sehr breites Angebot und hält so manchen skurilen Buchschatz für Bibliophile bereit.

Wer ähnlich praktische Tipps hat, ist hiermit eingeladen, meine Vorschläge zu erweitern!

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