Wenn ich durch meine Semmelstatz scrolle, fällt mir immer wieder auf, dass viele Besucher intern nach bestimmten Buchtiteln suchen. Da ich aber nur eine Art Rundführer in den Weiten des kostenlosen Literaturdschungels im Internet bin und nur Seiten empfehle, die mehrere freie Bücher anbieten, gilt meine heutige Empfehlung einer Suchmaschine, die sich um Einzelnes kümmert.

Literatursuche Lexikus

Die Volltextbibliothek Lexikus hat nun neben ihrem eigenen Angebot eine Suchmaschine ins Leben gerufen, die nicht nur das eigene Angebot gemeinfreier Literatur durchsucht, sondern auch die anderen großen deutschen Online-Bibliotheken WikiSource, Zeno.org, Project Gutenberg und Gutenberg-DE.
Die Suchmaschine basiert auf der Google-Technik und liefert dementsprechend schnell und ausführlich die Ergebnisse. Somit bleibt demjenigen, der nach digitalisierten Werken sucht, das Herumgehüpfe zwischen den großen Portalen erspart.

Zu den erwähnten Portalen brauche ich sicher nichts mehr sagen, aber Lexikus.de hingegen dürfte einigen noch nicht bekannt sein.

Die Online-Bibliothek des Lexikus.de-Verlages digitalisiert überwiegend historische Werke, deren Erscheinungsjahr zwischen 1780 und 1930 liegt.
Da schon eine ausführliche Beschreibung des Projektes existiert, verweise ich auf den Artikel von Benjamin Rosendahl. Aktuelle News über das Projekt gibt’s im dazugehörigen Blog.

Nur eines kann ich mir nicht verkneifen: Schade, dass auch hier das Design und die Lesefreundlichkeit wie beim deutschen Gutenberg nur mit mangelhaft zu bewerten sind. Die Schrift ist eindeutig zu klein, um in Ruhe ganze Bücher zu lesen. Und eine Druckfunktion fehlt gänzlich.

Da es sich bei den meisten Texten aber vorwiegend um historische Werke handelt, die meist zur Recherche oder aus Neugier durchstöbert werden, drücke ich nochmal ein Auge zu und spreche meine Empfehlung aus. Vor allem weil es durch die enge Zusammenarbeit mit der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern und den Buchpatenschaften zum Erhalt wichtiger historischer Bücher ein sehr löbliches Konzept ist, was der Herr Hans-Jürgen Herbst ins Leben gerufen hat.
Das Angebot ist keine Kopie von schon Vorhandenem, sondern eine gute Ergänzung auf dem Gebiet der freien Digitalisate.

Wir ertrinken in Informationen und hungern nach Wissen.
(John Naisbitt)

Vielleicht bewahrt die Suchmaschine ja den einen oder anderen vor dem Ertrinken. ;)

2 Kommentare zu “Lexikus – Literatursuche und Onlinebibliothek”

  • Klaus Graf sagt:

    Man sollte bei reinen E-Texten nicht von Digitalisaten sprechen, sondern nur, wenn Scans (z.B. PDFs) vorhanden sind. Wer heute noch nicht kapiert hat, dass ein solches Projekt auch Scans zugänglich machen sollte, hats wirklich nicht gerafft.

    • iRead sagt:

      Sorry für den sprachlichen Fauxpas, aber ich bin nur Nutzer.
      Danke für die Korrektur.

      Zum zweiten Kommentar kann ich nichts sagen, da ich nicht weiß, was die Ziele der Suchmaschine sind und ob das in Planung ist.
      Wenn das Ziel verwertbare (sprich kopierbare) Texte in Druckqualität zu präsentieren sein sollte, dann kann man dabei nicht von “nicht gerafft” schreiben.
      Wenn aber generell Literatur gemeint ist, die digitalisiert wurde zum Informations-/Lesezweck, dann sollten auch Digitalisate miteinbezogen werden. Nur eine Volltextsuche bei Scans könnte schwierig werden, oder?

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